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  • Prostitution 2018 – Frankfurt am Main – Beobachtungen aktuell

    Prostitution 2018 – Frankfurt am Main – Beobachtungen aktuell

    Prostitution 2018 - Frankfurt am Main - Beobachtungen aktuellProstitution 2018 – Frankfurt am Main – Beobachtungen aktuell

    Howard Chance recherchiert in der Rotlicht-Metropole am Main

    Blasen ohne für 20 €, tabuloser Service für einen kleinen Aufpreis, die Hochzeitsnacht für 250 €. Tarife, die in der Prostitutions-Metropole am Main nach wie vor gängig sind! Zwar findet man in allen Laufhäusern die Plakate der RTO-Gruppe (ladies.de, kollegin.de), mit denen auf die längst bestehende „Kondompflicht“ und das „Prostituiertenschutzgesetz“ hingewiesen wird, aber in der „Praxis“ (dem Dienst am Gast) trifft leider das plakative Alibi die gelebte Realität.

    Im „Rotlicht-Moloch“, wo sich Tausende von Dienstleisterinnen zum Großteil noch unerkannt und auch noch „unregistriert“ tummeln, ist eine flächendeckende Kontrolle ohnehin nicht zu leisten. Dafür würden Ordnungsamt und Stadtpolizei bestimmt 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nur für „Prostitutionsbelange“ beschäftigen, um die „akute Gefahrenabwehr“ (so nennt sich die zuständige Dienstgruppe) zu gewährleisten.

    Razzien mit unterschiedlichen Ansätzen sind im „Bahnhofsviertel“ üblich. Drogenhandel und Beschaffungskriminalität stehen im Fokus: schwere Straftaten, die natürlich bei der Strafverfolgung deutlich mehr Gewicht haben als Ordnungswidrigkeiten nach dem neuen Prostitutionsgesetz! Wenn man schon den „schweren Delikten“ kaum Herr wird, bleibt wenig Möglichkeit „Bagatellen“ zu verfolgen! Logisch, oder? Der Moloch hat seine eigene Gesetze, eine Art von Selbstregulierung und eine unglaublich hohe Fluktuation der „Akteurinnen“: heute noch im Laufhaus A, morgen im Laufhaus B und übermorgen schon in einem Saunaclub C oder „privat“ über ein Kontaktportal zu daten. Der „Ortswechsel“ ist die Regel und für Kontrollen sind solche Umstände natürlich ein Greuel!

    Eine Großstadt bietet eine weitreichende Anonymität, die gerade die Dienstleisterinnen schätzen, die eben am Rande der Legalität arbeiten und dafür auch gerne auf den „staatlichen Schutz“ verzichten, den das neue Gesetz angeblich gewährleisten soll. Man spielt mit der „Unwissenheit“, zeigt sich bei Kontrollen „reumütig“, findet aber dennoch selten den Weg zur „Registrierungsstelle“. Klar, ein Spiel auf Zeit, dass aber im Moment noch gut funktioniert. Die mahnenden Worte bei einer Kontrolle nimmt man gelassen hingegen, aber die „praktische Arbeit“ und die üblichen sexuellen Praktiken bleiben meist unverändert!

    Die Freierberichte in den bekannten „AO-Foren“ sprechen eine deutliche Sprache: Kondomverweigerer berichten nach wie vor von „tabulosen Streifzügen“ und präsentieren die zuverlässigen „katholischen Damen“ mit Name, Anschrift, Rufnummer und aktuellem Tarif! Dokumentation von dramatischen „Vergehen“ und „Stigmatisierung“ von Damen mit ermittelbarem Aufenthaltsort. Geht es noch?

    Solange kein solcher „Medien-Freier“ ermittelt, überführt und verurteilt wurde, wird das munter so weitergehen. Wer sollte auch Einhalt gebieten? Es scheint ein Sport zu sein, sich mit Rechtsverstössen zu brüsten, da man ja nicht mit Strafverfolgung rechnen muss und die Foren haben durch die scheinbare „Authentizität“ einen mehr als großen Zulauf! Bedenklich!

    Autor: Howard Chance – Publizist und Unternehmensberater – www.rotlicht-berater.de

     

     

  • Mord an Sexworkerin in Nürnberg – Motiv-Hinweise in AO-Forum?

    Mord an Sexworkerin in Nürnberg – Motiv-Hinweise in AO-Forum?

    Mord an Sexworkerin in Nürnberg - Motiv-Hinweise in AO-Forum?
    Bildquelle: Pixabay

    Mord an Sexworkerin in Nürnberg – Motiv-Hinweise in AO-Forum?

    Ein mysteriöser Mord an einer 22-jährigen Sexworkerin aus Rumänien, beschäftigt momentan die Nürnberger Kriminalpolizei, die eine Mordkommision eingerichtet hat und auf Zeugensuche ist:

    Am Mittwoch, dem 24. Mai 2017, wurde die Feuerwehr Nürnberg gegen 19.30 Uhr zu einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in der Nürnberger Innenstadt gerufen, wo dann in einer Wohnung im 6. Stock eine leblose Person aufgefunden wurde, die aber nicht etwas dem Feuer zum Opfer gefallen war, sondern bereits vorher durch massive Gewalteinwirkung zu Tode gekommen war. Der Brand wurde wahrscheinlich gelegt, um Spuren zu beseitigen!

    Die junge rumämische Sexworkerin, die im Internet unter „Yenna“ inserierte, war der Nürnberger Kundschaft ebenso bekannt, wie die Adresse als solches, bei der es sich um eine Hostessen-Wohnung handelt, die für „preiswerten Sex“ bekannt ist. Zur Klärung der Umstände sucht die Polizei nun Zeugen, die möglicherweise etwas zur Tat berichten können oder diesbezüglich Beobachtungen gemacht haben.

    Recht bizarr sind die Anmerkungen des Portals reporter-24.com zum Mordfall, bei dem Berichte über „Yenna“ aus einem einschlägig bekannten AO-Forum zitiert und abgebildet werden: offensichtlich hatte die Dienstleisterin u.a. Absprachen zum Sex ohne Gummi nicht eingehalten und hatte für zu wenig sexuelle Leistung zuviel Geld genommen. Auch mit den Betreibern anderer Nürnberger Bordellbetriebe, soll es Streitigkeiten gegeben haben.

    AO-Forum zum Thema Yenna
    Quelle: reporter-24.com

    Nun gut, dass mag ja alles sein, aber im Zusammenhang mit dem Mord, klingt dies doch recht zynisch und kann doch wohl überhaupt nicht zur Rechtfertigung taugen. Mord ist Mord und setzt niedrige Beweggründe voraus. Und reine Verärgerung über einen vermeintlich schlechten oder zu teuren Service, schließe ich persönlich eher aus. Die wahrscheinlichere Variante wird eher eine Beziehungs- oder Triebtat sein.

    Ich finde es äußerst geschmacklos, dass die Reporter-Kollegen den Versuch unternehmen, die Tat unterschwellig ein wenig zu rechtfertigen, so nach dem Motto „ist zwar eine schlimme Sache, aber die Dame hat vielleicht doch ein bisschen Mitschuld am eigenen Ableben, da sie ja nicht ganz korrekt gearbeitet hat!“

    Solche Bewertungen benutzt man gerne für Straftaten im Milieu und wenn alle Klischees passen, ist es doch noch viel schöner. Wenn man dann noch die alte deutsche Weisheit zitiert, die besagt: „Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um!“, sind sicher alle zufrieden?

    Nein, sicher nicht! Das Ereignis zeigt vielmehr, dass „private“ Einzel-Prostitution in Wohnungen nach wie vor besondere Gefahren birgt und das unsere neues Prostitutionsgesetz diese Unternehmensformen nun auch noch fördert, da Wohngemeinschaften, die derzeit noch einen gewissen Schutz bieten, vielerorts nicht mehr zulässig sein werden!

    „RIP Yenna!“

    Einen seriösen Tatsachen-Bericht finden Sie beim Bayerischen Rundfunk unter:

    http://br.de/s/2rl7OlQ

    Achtung – Neue Entwicklung – Weiteres Verbrechen in Nürnberg:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/06/08/sexworker-mord-nuernberg-2/