Schlagwort: Infektionen

  • Prostitution 2020 – Ermöglichen Hygienepläne eine Bordell-Öffnung?

    Prostitution 2020 – Ermöglichen Hygienepläne eine Bordell-Öffnung?

    Prostitution 2020 - Ermöglichen Hygienepläne eine Bordell-Öffnung?Prostitution 2020 – Ermöglichen Hygienepläne eine Bordell-Öffnung?

    Eine ganze Reihe von Bundesländern haben inzwischen sogenannte „körpernahe Dienstleistungen“ wie Friseure, Wellness-Massage und Kosmetikbehandlungen wieder erlaubt, wenn dabei strenge Hygienemaßnahmen eingehalten werden. Interessant ist, dass der übliche „Sicherheitsabstand“ von 1,5 oder 2 m bei diesen Dienstleistungen nicht eingehalten werden kann und nicht eingehalten werden muss, weil Arme nun mal nicht 1,5 m lang sind! Logisch!

    Während in einigen Bundesländern die „Erarbeitung von  Hygieneplänen“ nur gefordert wird, hat das Land Nordrhein-Westfalen solche Pläne selbst entwickelt und „online“ gestellt. Das Land NRW fordert für „Wellness-Massagen“, die den engsten Zusammenhang zu „Prostitution“ haben folgende Maßnahmen:

    Hygienevorgaben Land NRW für Wellness-Massagen – Stand 08.05.2020

    1. Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Gesichtsmassagen und ähnliche Behandlungen dürfen derzeit nicht ausgeführt werden. Ausschließlich medizinisch notwendige gesichtsnahe Behandlungen sind möglich.

    2. Kundinnen und Kunden sowie Beschäftigten mit Symptomen einer Atemwegsinfektion ist der Zutritt zu den Geschäftsräumen zu verweigern; Ausnahmen bei Beschäftigten sind nach ärztlicher Abklärung möglich; Ausnahmen für Kunden sind nur bei zwingenden medizinischen Gründen und unter Beachtung besonderer zusätzlicher Schutzmaßnahmen zulässig.

    3. Kunden und Kundinnen müssen sich nach Betreten des Massagestudios die Hände waschen oder desinfizieren (Desinfektionsmittel mind. „begrenzt viruzid“). Auf nicht kontaktfreie Begrüßungsrituale (Händeschütteln etc.) ist zu verzichten. Kundinnen und Kunden, die nicht zur Einhaltung der nachfolgenden Regeln bereit sind, ist im Rahmen des Hausrechtes der Zutritt zu verwehren.

    4. Kundenkontaktdaten sowie Zeitpunkt des Betretens und Verlassens des Massagestudios bzw. der Geschäftsräume sind nach Einholen des Einverständnisses zur Ermöglichung einer Kontaktpersonennachverfolgung zu dokumentieren.

    5. Beschäftigte und Kundschaft müssen in den Geschäftsräumen – soweit keine medizinischen Gründe entgegenstehen – eine Mund-Nase-Bedeckung tragen. Die Beschäftigten müssen die Mund-Nase-Bedeckung grds. nach dem Abschluss einer Dienstleistung an einer Kundin/einem Kunden wechseln. Bei ausnahmsweise paralleler Kundenbetreuung und generell muss eine Maske bei Durchfeuchtung gewechselt werden, mind. aber alle 60 Minuten. Wiederverwendbare Mund-Nase-Masken müssen vor der nächsten Benutzung bei mind. 60 Grad Celsius oder mit einem desinfizierenden Waschmittel bei 40 Grad Celsius gewaschen werden.

    6. In Sanitärräumen sind Händedesinfektionsmittel, Flüssigseife und Einmalhandtücher zur Verfügung zu stellen. Sanitärräume sind in kurzen Intervallen (mind. zweimal täglich) zu reinigen.

    7. Die Beschäftigten müssen vor jedem Kundenwechsel die Hände waschen oder desinfizieren. Das gilt auch während einer möglichen parallelen Betreuung mehrerer Kunden.

    8. Für die Behandlung genutzte Textilien und ähnliches, sofern es sich nicht um Einmalartikel handelt, dürfen erst nach einer 60 Grad Celsius-Wäsche oder einer Wäsche mit desinfizierendem Waschmittel bei 40 Grad Celsius erneut benutzt werden.

    9. Der Abstand zwischen zwei gleichzeitig mit Kunden besetzten Arbeitsplätzen muss grds. mindestens 3 Meter betragen (gesicherter Mindestabstand 1,5 m zzgl. Bewegungsraum).

    10. Die Bewegungsräume zur Einhaltung des 1,5 m – Abstandes sollen markiert oder abgesperrt werden.

    11. Die gleichzeitige Anwesenheit von Kunden in Wartebereichen ist zu vermeiden; Mindestabstände von 1,5 m zwischen Kundinnen und Kunden sind einzuhalten. Durch Terminvereinbarung ist ein Rückstau von Kunden in Wartebereichen zu vermeiden.

    12. Zeitschriftenauslagen, Bewirtung etc. für die Kundinnen und Kunden sind unzulässig.

    13. Alle Kontaktflächen wie Stühle, Liegen und Ablagen sind nach jedem Gebrauch mit einem fettlösenden Haushaltsreiniger zu reinigen oder mit einem geeigneten (mind. „begrenzt viruziden“) Desinfektionsmittel zu desinfizieren. Bei der Behandlung entstandene Abfälle sind nach jeder Leistungserbringung ordnungsgemäß zu entfernen.

    14. Alle Materialien und Arbeitsgeräte sind nach jedem Kunden bzw. jeder Kundin ordnungsgemäß zu reinigen und zu desinfizieren.

    15. Die Geschäftsräume müssen ausreichend belüftet sein. Abfälle sind mind. zweimal täglich zu entsorgen. Das Personal wird zu den vorgenannten Schutzmaßnahmen und Verhaltensregeln (inkl. allg. Regeln des Infektionsschutzes wie „Niesetikette“, Einordnung von Erkältungssymptomen etc.) unterwiesen. Kunden werden durch Hinweisschilder, Aushänge usw. über die einzuhaltenden Regeln informiert.

    Die kompletten Informationen gibt es auf dem Landesserver NRW zum Download:
    https://www.land.nrw/sites/default/files/asset/document/2020-05-08_anlage_hygiene-_und_infektionsschutzstandards_zur_coronaschvo_vom_8._mai_2020_0.pdf?fbclid=IwAR3mNLemdE8IgnGzRRJUSjIt6A5rennaXdl0m2yRjIVzTc1ey0JuimO2U28

    Hygieneergänzungen für den Bereich „Prostitution“ by Howard Chance

    Geschlechtsverkehr, der nach dem ProstSchG ohnehin nur mit Kondom angeboten werden darf, kann nur in „Positionen“ angeboten werden, bei denen sich die Köpfe der „Akteure“ nicht zu nahe kommen. Es empfiehlt sich „a-tergo“ (Hündchen-Stellung); Missionarsstellung nicht zu empfehlen; Reiter „falschrum“ möglich.

    Oralverkehr ausschließlich Frau bei Mann mit Kondom unter Abstandseinhaltung zum Kopf. Dazu kann Maske verschoben bzw. kurzzeitig abgenommen werden.

    Körperreinigung besonders der Geschlechtsorgane hat grundsätzlich zu erfolgen. Dafür müssen Duschen nach jeder Benutzung und vor jeder Benutzung gründlich gereinigt und desinfiziert werden.

    Gretchenfrage: Ermöglichen Hygienepläne eine zeitnahe Öffnung von Bordell-Betrieben?

    Ich habe ja in meiner neuen Facebook-Gruppe gepostet, dass es keinen Sinn macht einen Führerschein zu machen, wenn Autofahren komplett verboten ist! Die Politik befasst sich nicht mal im Ansatz mit „Zulassen“ von Prostitutionsbetrieben und verlangt dementsprechend auch keine „Hygienepläne“. Es gibt keine Bedingung, weil über die Öffnung überhaupt nicht nachgedacht wird! So hart es auch klingen mag! Es ist nicht verkehrt sich Gedanken zu machen, aber hier ein „Heilmittel“ oder einen „Beschleuniger“ zu erkennen, ist meiner Meinung nach deutlich zu optimistisch! Dass ist ein wenig so, als wenn man einen Wiederaufbau-Plan für die Zeit nach der Apokalypse entwickelt … etwas spitz formuliert.

    Meine „Ideen“ für ein mögliches gemeinschaftliches „Vorgehen“ werde ich morgen in einem „Ideenpapier“ präsentieren.

    Einstweilen „Glück auf!“

    Ihr/Euer Howard Chance

    „Zukunft Rotlicht in der Corona-Krise“

    Corona: Prostitution bis 01.09.20 verboten? – Stufenpläne der Länder

     

  • Corona 2020 – Maskerade – Alles neu macht der Mai?

    Corona 2020 – Maskerade – Alles neu macht der Mai?

    Corona 2020 - Maskerade - Alles neu macht der Mai?Corona 2020 – Maskerade – Alles neu macht der Mai?

    Ohne das neue „Lieblingswort“ geht es in diesen Tagen einfach nicht! „Corona“ krönt uns merklich und verleitet dabei allenthalben zu sehendem oder blindem Aktivismus. Auflockern und verschärfen möglichst gleichzeitig? Maßnahmen mit Sinn oder Maßnahmen ohne Sinn und Verstand?

    Meine aktuellen Beobachtungen

    Seit heute morgen 0 Uhr gibt es die bundesweite Maskenpflicht. Nach 6 Wochen Pandemie ohne diesen Schutz, wird jetzt, nachdem immer mehr Läden und Geschäfte wieder öffnen dürfen, Wert darauf gelegt, dass man nicht „mehr“ ungeschützt in die Gegend atmet. Da man in den vergangenen Wochen nicht genug Masken hatte, hätte eine früher verordnete „staatliche Maskenpflicht“ wegen „Nichtdurchführbarkeit“ ja auch keinen Sinn gemacht. Jetzt wird die Maske zum notwendigen Übel und womöglich zum temporären „Lifestyle-Artikel“, wie diverse „Contests“ zeigen, bei denen man aus Stringtangas, zerschnittenen Schalen-BHs oder umfunktionierten Schaubsauger-Beuteln „Schutzschilde“ gegen das Virus bastelt und dies dann in den sozialen Medien postet.

    In dunklen Hinterzimmern und schummrigen Kellern werden derzeit Großposten von begehrten medizinischen Masken gehortet. Es werden unglaubliche Preise aufgerufen, wobei gleichzeitig die Zeit drängt, da aus China Frachtflugzeuge und Eurasie-Züge mit Millionen von frischen Schutzprodukten unterwegs sind. Die „heiße Ware“ muss unters Volk, bevor alle Supermärkte, Apotheken und Drogerien mit dem Zeug bestückt sind. Sonst ist der Preis im Eimer und der Gewinn dahin!

    In Köln wurde am vergangenen Freitag ein „Untergrund-Bordell“ hochgenommen. Zufällig! Die Polizei suchte einen verdächtigen Bürger, der im Zusammenhang mit einem Kapitalverbrechen befragt werden sollte und stieß an dessen vermeintlichem Wohnsitz auf eine Ansammlung von „willigen Damen“, die über spezielle Hotline zu buchen waren und für die ein 28-jähriger „Geschäftsmann“ in seinem Haus „Separées“ eingerichtet hatte. Ich kenne die Bude sogar, da dort seit vielen Jahren diskrete Hostessenwohnungen in Betrieb waren, die vor einigen Wochen „offiziell“ geschlossen wurden. Aber man kann ja mal was anderes probieren! Grob schief gegangen und nach Ablauf der Corona-Krise sicher ein Problem, da die „Zuverlässigkeit“ des Betreibers für die Ordnungsbehörden sicher nicht mehr gegeben ist! Artikel von Express.de zum Thema

    Die „Zahlenwerke“ verwirren! Das Robert-Koch-Institut veröffentlicht täglich Zahlen und erzeugt durch die ständige „Addition“ von gemeldeten Infektionsfällen den Eindruck, dass es immer mehr „Kranke“ gibt! Stand 27.04.2020 wurden 155.193 Infektionsfälle gemeldet und es gab bedauerlicherweise 5.750 Todesfälle, die in Zusammenhang mit Corona gebracht werden. An Corona oder mit Corona gestorben, wird dabei nicht differenziert. Von den 155.193 Fällen sind aber um die 110.000 Personen bereits wieder „genesen“! Überraschung! Nach Abzug der „Genesenen“ und der Toten bleiben gerade einmal aktuell 40.000 „Kranke“ übrig, von denen aber angeblich 80% (32.000 Personen) nur milde Verläufe haben oder die Infektion gar nicht bemerken? Bei 20% (8.000 Personen?) ist erweiterte medizinische Behandlung indiziert und bei 50% von 20% (4.000 Personen?) ist Krankenhaus unvermeidlich. Es ist also kein Wunder, dass man „aktive Corona- Erkrankungen“ kaum wahrnimmt und die Krankenhäuser ziemlich leer sind!

    Vor diesem Hintergrund beginnt das Volk zu zweifeln und auch die Politik hat inzwischen begriffen, dass es „gärt“! 6 Wochen Kontaktsperren und Herunterfahren der Wirtschaft haben deutliche Spuren hinterlassen! Zigtausende Betriebe sind von Pleite bedroht und die gesamte Republik ist aus dem Takt. Angela Merkel regiert geradezu „stoisch“ und vertraut ihrem wissenschaftlichem Geist mit Analyse und stetiger Prüfung. „Aussitzen“ in der Tradition von Helmut Kohl? „Zeit“ ist der entscheidende Faktor und „Zeit kostet viel Geld!“

    Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble, der ja nun wirklich als konservativer Vertreter seiner Zunft gilt, findet am Wochenende sehr mahnende Worte und betont, dass dem „Schutz von Leben nicht alles andere untergeordnet werden könne“. Die Schutzmaßnahmen müssen „verhältnismäßig“ sein und dürfen die Grundrechte der Bürgerinnen und Bürger nicht für eine langen Zeitraum einschränken. Außerdem muss  der Staat wirtschaftlich überleben und dies geht nur, wenn die Produktivität zurückkehrt! Bericht Bild.de zu Schäuble

    Wir befinden uns in einer Situation, in der ständig abgewägt werden muss, was zu tun ist! Dass alle führenden Politiker eigene Thesen entwickeln und eigene Experten befragen, ist gut und richtig und unbedingtes demokratisches Prinzip! Dass diese Thesen aber 24-Stunden kontrovers in den Medien und sozialen Netzwerken verbreitet werden, führt beim Betrachter zum „Overkill“: man kann die Flut der Informationen nicht mehr verarbeiten, ohnehin nur sehr eingeschränkt überprüfen und somit kaum bewerten.

    Meine Prognose

    Also weiter im „Blindflug“? Die kommenden Wochen werden in jeglicher Hinsicht entscheidend sein. Inzwischen wird ja bereits von existenten regionalen Unterschieden gesprochen und daraufhin wird mal wohl auch möglichen „Lockerungen“ der nächsten Wochen untersuchen müssen. Am 30.04., also am kommenden Donnerstag, findet die nächste Konferenz von Bundeskanzlerin Merkel und den Ministerpräsidenten der 16 Bundesländer statt. Ab 4. Mai soll es weitere „Lockerungen“ geben, wenn die positiven Zahlen denn anhalten. Womöglich gibt es Zugeständnisse an die Gastronomie? Dass die „Maskerade“ noch eine ganze Zeit lang anhalten wird, dürfte sicher sein. Ein Zitat möchte ich abschließend noch anführen:

    „Die Virologen müssen gehört werden … aber sie dürfen letztendlich nicht das Land regieren!“

    In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch eine angenehme Woche!

    Ihr / Euer Howard Chance

     

    Howard´s aktueller Leitartikel zum Thema:Sexarbeit, Bordelle und Corona

    Howard´s Infoticker zur Corona-Krise