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  • Prostitution 2017 – Der Mai ist gekommen: Dona, Tsunami, Ämterkrise

    Prostitution 2017 – Der Mai ist gekommen: Dona, Tsunami, Ämterkrise

    Prostitution 2017 - Der Mai ist gekommen: Dona, Tsunami, Ämterkrise
    Bildquelle: Pixabay

    Prostitution 2017 – Der Mai ist gekommen: Dona, Tsunami, Ämterkrise

    Tropische Stürme und Meeresbeben sind in unseren Breitengraden zum Glück recht unbekannt. Dennoch ist der „Tsunami“ eine gute Metapher für das, was auf die deutsche „Prostitutionsbranche“ momentan zu rollt: erst stürmt und grummelt es etwas und schließlich setzt ein Beben ein, bei dem leider kaum ein Stein auf dem anderen bleibt!

    Seit der Verabschiedung des neuen Prostitutionsgesetzes sind nun 8 Monate vergangen, in denen viel diskutiert wurde und in denen die Branche darauf hoffte, dass ein solches Gesetz keinen „Bestand“ haben würde. Einige verlassen sich nach wie vor auf „Dona Carmen“, deren initiierte Verfassungsbeschwerde immer noch „auf dem Weg“ ist.

    In Karlsruhe „eingegangen“ ist sie (noch) nicht und das zeitliche Ziel ist wohl eher offen!

    Nun mag man meine süffisante Anmerkung gerne als „Howarsche Posse“ verstehen, doch habe ich bislang mit den meisten Einschätzungen immer recht nahe an der Wahrheit gelegen, wenn es eine solche denn überhaupt gibt!

    Was machen nun die „Dona-Jünger“, wenn es den Eilantrag nicht gibt und das Schicksal nun einfach so seinen Lauf nimmt?

    Mir wurde zugetragen, dass „Dona“ nun auf Durchhalteparolen setzt und die Kundschaft auf Durststrecken vorbereitet, die im Einzelfall aber eben prompte Existenzvernichtung bedeuten können. Die Ämter warten sicher nicht, bis in Karlsruhe in einigen Jahren eventuell einige Beschwerdepunkte Erfolg haben. Hier fällt mir der Kamelzüchter ein, der ein totes Kamel mit Vitamintabletten füttert und der Chefarzt im Kreißsaal, der erfreut verkündet:

    „Schönes Kind … leider tot!“

    Der politische Ansatz der Frankfurter Aktivisten ist durchaus richtig, löst aber im hier und jetzt überhaupt keine gegenständlichen Probleme und konkrete „Konzepte“ sind in der Elbestrasse Fehlanzeige! Würde man solche Konzepte entwickeln, wofür wahrscheinlich die Zeit fehlt, wäre dies womöglich auch ein Verrat an den eigenen Zielen?

    Egal: Gesetz Nr. 1 – Jeder macht seins!

    Reisen wir in unserem Bericht vom Frankfurter Bahnhof mal virtuell nach Bonn, wo in der vergangenen Woche eine große Infoveranstaltung zum neuen Prostitutionsgesetz stattgefunden hat, an dem auch Kunden von MH-Consulting teilgenommen haben.

    6profis und der erwartete Tsunami

    Die dortige Expertenrunde, die von den engagierten Kollegen der 6profis eingeladen worden war, richtete eindringliche Appelle an die Seminarbesucher und führte dabei wohl den zu erwartenden „Tsunami“ ein, den der Kollege Thomas Meyer (Berlin Intim) im März analog mit „Meteoriten-Einschlag“ beschrieben hatte. Die Vorträge müssen dabei große Wirkung gehabt haben, da noch am Abend des Bonner Seminars aufgeregte Anrufe bei mir eingingen.

    Nun bin ich ja auch oft als „Schwarzmaler“ bezeichnet worden und in der Tat gehört die Übertreibung manchmal zum Handwerk, um eben für Dinge zu sensibilisieren. Ich habe mir jedoch die all zu markigen Feststellungen ein wenig abgewöhnt, da hier nicht hilfreiche Aufregung entsteht, die vorallem die „Mädels“ dann nicht mehr ruhig schlafen lässt!

    Wenn man sich dann spekulativ schon mit dem Almosentopf am Bahnhof wähnt, ist man zu konstruktiver Arbeit nicht mehr in der Lage!

    Die „amtlichen Möglichkeiten“, die unsere Gesetzgebung bietet, werden sehr vielfältig sein und bei Seminaren (auch bei meinen) zeigt man eben die umfangreiche Gefahren auf, wobei oft nur Teilaspekte für die Einzelne oder den Einzelnen relevant sein dürften. Wenn man nun die geballte Information verdauen muß, entsteht schnell der „overkill“ und die deprimierte Grundhaltung. Man sollte dabei nicht vergessen, dass fast jeder Fall lokal und als Einzelfall betrachtet werden sollte. Dazu empfehlen wir grundsätzlich unsere Expertenbetrachtung und die 6profis werden ähnlich verfahren.

    Nicht nur die Betreiber von Prostitutionsstätten sind in der Krise, auch bei den Ämtern wird geschimpft und diskutiert, weil man der Umsetzung in die Praxis nicht wirklich nahe ist. Aber die Probleme werden „irgendwann“ dort gelöst sein und „amtliche Existenzen“ werden auch nicht zerstört. Da lebt es sich einfach etwas beruhigter!

  • Prostitution 2017 – Infoseminar neues Prostitutionsgesetz am 8. April 2017 in Herford

    Prostitution 2017 – Infoseminar neues Prostitutionsgesetz am 8. April 2017 in Herford

    Prostitution 2017 - Infoseminar neues Prostitutionsgesetz am 8. April 2017 in Herford
    Bildquelle: Pixabay

    Am Samstag, dem 8. April 2017, findet in Herford (Ostwestfalen) ein Informationsseminar zum neuen deutschen Prostitutionsgesetz statt:

    Das neue Prostitutionsgesetz in Theorie und Praxis

    Informations-Seminar für Sexworkerinnen, Club-Betreiber, Vermieter von Hostessenwohnungen, Escort-Services, Partyveranstalter und Co.

    Am 1. Juli 2017 wird in Deutschland ein neues Prostitutionsgesetz Inkrafttreten, das die Rotlichbranche massgeblich verändern wird:

    • Sexworker(innen) müssen sich bald amtlich registrieren und gesundheitlich beraten lassen, um ihrer Tätigkeit weiter legal nachgehen zu können!
    • Clubs, Bordelle und Terminwohnungen, aber auch erotische Massage-Institute, werden zu „Prostitutionsstätten“, die demnächst eine behördliche Erlaubnis beantragen müssen!
    • Baurechtliche Überprüfungen von „geduldeten Betrieben“ sind nun gesetzlich bindend vorgeschrieben! Kennen Sie den Status Ihres Objekts?
    • Die Vermittlung von sexuellen Dienstleistungen (Escort) ist nur noch mit vorliegender Genehmigung zulässig!
    • Flatrate- und Gangbang-Veranstaltungen werden zukünftig nicht mehr erlaubt sein!
    • Es wird eine generelle Kondompflicht für alle gewerblich üblichen Praktiken eingeführt! Freier und Sexworker können empfindlich bestraft werden!
    • Werbeverbote und weitere Auflagen werden zwangsläufig kommen!


    Es ist an der Zeit, sich zu informieren und sich auf die neue Situation frühzeitig vorzubereiten!

    In Kooperation mit OWL Erotik informiert der Publizist und Unternehmensberater Howard Chance, der mit seiner Beratungsgesellschaft bereits zahlreiche Betriebe in Deutschland bei der Umsetzung des neuen Gesetzes unterstützt, im Rahmen des Branchenseminars über die Inhalte des Gesetzes und erläutert, welche Vorbereitungen zu treffen sind, um nicht Mitte des Jahres in Schwierigkeiten zu geraten. Chance war über viele Jahre in leitenden Funktionen in der Rotlicht-Szene beschäftigt und hat eine umfangreiche Publikation und ein Webportal mit über 150 Artikeln zum neuen Gesetz veröffentlicht:


    Als weiterer Dozent konnte Herr Heiko Bender, Psychologischer Berater und Life-Couch, gewonnen werden, der ebenfalls vielfältige Erfahrungen in der Branche besitzt und mit diversen kommunalen Beratungsstellen in NRW in Kontakt steht. Herr Bender wird zu Fragen des öffentlichen Umgangs mit der Prostitution und den daraus resultierenden Problemen, Stellung nehmen und wichtige Impulse zum Umgang mit Behörden geben:

    Vom Howard-Chance-Team wir zudem ein sehr erfahrener Bauexperte aus Frankfurt/Main anwesend sein, der in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche große Bauprojekte in der Rotlicht-Branche geleitet hat und der die Bauvorschriften und deren Anwendung bis ins Detail kennt! Auch von ihm sind wichtige Informationen zu erwarten.

    Nach den einleitenden Vorträgen, ist eine große Diskussionsrunde vorgesehen, bei der Sie Fragen zu den Themen stellen können. Howard Chance wird dabei vom OWL Erotik-Team unterstützt, also von engagierten Leuten, die örtliche Gepflogenheiten und Tendenzen kennen. Die Veranstaltung hat rein informativen Charakter, stellt keine Rechtsberatung dar, eine solche kann aber auf Wunsch vermittelt werden. Sprechen Sie gerne beim Seminar die Herren Niederkleine und Chance an.

    Veranstaltungsort:

    Hotel Waldesrand****, Zum Forst 4 in 32049 Herford
    https://www.hotel-waldesrand.de/

    Seminarzeit:

    Samstag, 8. April 2017 von 12.00 bis 16.30 Uhr mit einer Raucherpause, danach gibt es die Möglichkeit zum weiteren Austausch oder zum gemeinsamen Abendessen. Herr Chance wird
    bis in den späten Abend vor Ort sein und freut sich auf intensiven Gedankenaustausch!

    Seminargebühr:

    60 € pro Person

    Anmeldung:

    Die Teilnehmerplätze sind begrenzt. Karten gibt es ab sofort im Vorverkauf bei OWL Erotik!
    Kontaktinfo: Herr Dirk Niederkleine – Phone 0176-83025912 –  niederkleine@owlerotik.de
    Wir weisen darauf hin, dass die Plätze limitiert sind und daher eine frühzeitige Anmeldung
    empfohlen wird!

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/04/03/programm-seminar-herford/