Schlagwort: Kondome

  • Prostitution 2018: Ich habe noch einen Koffer in Berlin!

    Prostitution 2018: Ich habe noch einen Koffer in Berlin!

    Prostitution 2018: Ich habe noch einen Koffer in Berlin!
    Bildquelle: Bild-Online – Screenshot

    Prostitution 2018: Ich habe noch einen Koffer in Berlin!

    Sexworker-Aufklärung wie Sexualkunde in den 1980-er Jahren?

    Die Bild-Zeitung ist ja durchaus auch für unterhaltsame Beiträge bekannt und ich kam heute morgen bei meiner täglichen Presseschau schon in „schmunzeln“, als ich den „neuen“ Aufklärungskoffer der Berliner Gesundheitsbehörde (siehe Screenshot oben) entdeckte!

    Pflichtberatung in Berlin – Mit diesem Koffer lernen Prostituierte sicheren Verkehr

    Mit einem Koffer gefüllt mit Vaginalringen, Kondomen, Antibabypillen und Cremes gehen die
    Prostituiertenberater(innen) auf Tour oder beraten damit in den Räumen der Behörde! Der große Holzdildo zum testweisen „Überstülpen“ von Kondomen, den ich vor einiger Zeit in einem Auslandsreport zum Thema „AIDS in Afrika“ sah. Ein Großteil der Sexworkerinnen in der Hauptstadt wird sich sicher total „verarscht“ vorkommen, wenn die Berater(innen) in den Zauberkoffer greifen, allerdings gab es kürzlich auch Presseberichte, in denen bezogen auf die bayerische Landeshauptstadt München davon berichtet wurde, dass es dort osteuropäische Sexworkerinnen gibt, die noch nie von „Verhütungsmitteln“ gehört haben und bei denen der Koffer vermutlich Sinn macht! Keine Frage!

    Antibabypillen kann man nun keinesfalls als „Probepackung“ verteilen, da diese natürlich verschreibungspflichtig sind und Vaginalringe kann man selbst auch nur schwerlich „einführen“. Das „Abrollen“ auf dem harten Holz ist natürlich auch viel einfacher, als die sichere „Montage“ auf einer halbweichen und wackelnden Morgenlatte. Egal! Der gute Wille zählt und dementsprechend grinsen die Berater(innen) auf dem Bild-Pressebild auch wie die „Honigkuchenpferde“! Viel Spaß bei der „Basisberatung“! Ein „Hoch“ auf den sicheren gewerblichen Verkehr!

    Dass es in Berlin jetzt endlich diesen oder womöglich sogar mehrere „Prostitutions-Koffer“ gibt, scheint eine echte Sensation zu sein? Die Frage, ob man diesen neu beschafft hat, ob er von der Industrie gesponsort wurde oder ob er aus alten Beständen des Gesundheitsamts stammt, bleibt leider offen! Hier hätten wir uns einfach mehr Details gewünscht, um die Information intensiver bewerten zu können. Ein wenig Spaß muss sein! Sonst wird aus Spaß am Ende noch „Ernst“, der inzwischen 5 Jahre ist und in einen Berliner Kindergarten geht!

    Den Bild-Artikel mit den schönen Bildern können Sie unter folgendem Link nachlesen:

    Bild-Artikel: Mit diesem Koffer lernen Prostituierte sicheren Verkehr

  • Evangelische Kirche, Martin Luther, ein Ständer und Kondome für Heilige & Huren

    Evangelische Kirche, Martin Luther, ein Ständer und Kondome für Heilige & Huren

    Evangelische Kirche, Martin Luther, ein Ständer und Kondome für Heilige & Huren
    Bildquelle (Ausschnitt): Ev. Kirche im Rheinland

    Evangelische Kirche, Martin Luther, ein Ständer und Kondome für Heilige & Huren

    2017 ist Reformationsjahr: die Evangelische Kirche in Deutschland feiert den Reformator Martin Luther und an einigen Stellen treibt das große Event merkwürdige Blüten, mit denen sich die Evangelische Kirche im Rheinland unlängst zwangsläufig beschäftigen musste.

    Die evangelische Jugendkirche Düsseldorf hatte eine ganz tolle Idee gehabt! Man wollte für das Luther-Event werben und hatte daher Motto-Kondome mit einem flotten Luther-Spruch kreiert, der allerdings an Doppeldeutigkeit und Schlüprigkeit kaum zu überbieten ist:

    Hier stehe ich, ich kann nicht anders!

    Ja, ein echter Knaller, wenn die tollen Lümmelschoner nicht gerade von einer Gruppe der Evangelischen Kirche erfunden worden wären! Die Kirchenoberen im Rheinland und darüber hinaus fielen käftig vom Stuhl, als die Aktion medial bekannt wurde. Der Reformator als Synonym für einen Ständer und noch dazu die Zielgruppe „Heilige und Huren“, denen man
    damit evangelikal was Gutes tun will? Da kann man nur biblisch zitierend kontern:

    Sie waren voll des süssen Weines!

    Die Botschaft hat jedenfalls niemand verstanden, weil es wahrscheinlich gar keine Botschaft gibt, sondern einigen jugendlichen Freigeistern einfach die Pferde durchgegangen sind. In der evangelischen Kirche, der ich mich ja durchaus verbunden fühle, sind Kondome kein Tabu, aber diese samt Luther spaßhaft in das Umfeld der „Hurerei“ zu bringen, ist einfach
    eine Eselei und wurde wahrscheinlich auch noch aus Kirchensteuer-Mitteln finanziert?

    Der Präses Oberkirchenrat der Evangelischen Kirche im Rheinland, Klaus Eberl, hat sich zum
    Thema in einer You-Tube-Videobotschaft offiziell geäußert: Die Evangelische Kirche hat nichts gegen einvernehmlichen Sex und nichts gegen Kondome. Einvernehmlicher Sex macht
    Spaß! Ja, stimmt! Wer mag, der sehe das Video selbst und staune.

    Wohin nun mit den feschen Präsern, die sich für den kirchlichen Werbe-Verkehr nun nicht mehr eignen? Schickt man sie als Verhütungsmittel in die dritte Welt, wo man die deutsche
    Sprache nicht versteht oder packt man die Hütelis aus und verkauft sie auf dem freien Markt an die angesprochene Zielgruppe? Am Ende landen sie wohl auf dem Müll und werden als
    Realposse noch lange in Erinnerung bleiben.

    Lassen wir noch einmal den guten Luther sprechen, dem folgende Aussprüche nachgesagt
    werden, die, wenn die denn wirklich vom Reformator ist, sehr eindeutig sind:

    Will die Frau nicht, so komm‘ die Magd!

    oder auch

    Darumb hat das Maidlein ihr Punzlein, daß es dem Manne ein Heilmittel bringe.

    Sollte der Herr Luther gar frivol veranlagt gewesen sein? Ein Reformations-Macho war er wohl eindeutig!