Schlagwort: Manfred Paulus

  • Prostitution: Beratungsstellen als „verlängerte Arme der Organisierten Kriminalität“?

    Prostitution: Beratungsstellen als „verlängerte Arme der Organisierten Kriminalität“?

    Prostitution: Beratungsstellen als "verlängerte Arme der Organisierten Kriminalität"?Prostitution: Beratungsstellen als „verlängerte Arme der Organisierten Kriminalität“?

    Manfred Paulus – Menschenhandel und Sklaverei an der Donau – Klartext?

    Donau so blau? Eher: Donau so böse! Was soll man sonst denken, wenn man den Titel einer neuen Publikation von Kriminalhauptkommisar a.D. Manfred Paulus (Ulm) liest? „Sex and Crime“ zieht ja thematisch immer und ein wenig „Onkel Tom´s Hütte“ schwingt dabei dann auch mit:

    „Menschenhandel und Sklaverei an der Donau“

    Und damit nicht genug! In einem Pressebericht der „Schwäbischen“ vom 24. Juni 2018 wird Manfred Paulus folgendermaßen zitiert:

    „Manfred Paulus spricht Klartext: Es gibt eine neue Entwicklung von Beratungsstellen für Prostituierte, die verlängerte Arme der Organisierten Kriminalität sind.“

    Manfred Paulus ist ein aufrechter Kämpfer gegen „Gewalt und Ausbeutung“ im Rotlicht! Keine Frage! Seit vielen Jahren ist der inzwischen pensionierte Ulmer Kriminalhauptkommisar ein gern gesehener Gast in Talkshows, er schreibt Fachartikel in Polizei-Fachzeitschriften, war in TV-Dokumentationen zu sehen und trat auch als Buch-Autor in Erscheinung! 30 Jahre in der Kriminalinspektion prägen und haben aus Paulus „den Experten“ für Frauenhandel gemacht, der nach seiner Pensionierung im Auftrag der „EU“ in EU-Ländern recherchiert, die ein massives „Frauenhandels-Problem“ haben!

    Für Manfred Paulus ist Prostitution immer unbedingt mit Menschenhandel in Verbindung zu bringen und für ihn ist in diesem Bereich alles „verbrecherisch organisiert“! 98% der Sexworkerinnen in Deutschland hält er für „fremdbestimmt“ und „freiwillige Prostituierte“ gibt es nur in Talkshows! (vergleiche Artikel bei „Emma“) Sexworker(innen)-Verbände, deren „Freiwillige“ oft im TV zu sehen sind und die regelmäßig Artikel veröffentlichen, in denen die „Freiwilligkeit im deutschen Rotlicht“ als der Normalfall dargestellt wird, und Manfred Paulus, der das absolute Gegenteil behauptet, werden sicher in diesem Leben keinen gemeinsamen Nenner mehr finden. Der Ulmer Kriminalist hat eine sicher ehrenwerte Mission, wenn er Frauen schützen und retten will, aber seine Thesen sind für mich völlig überzogen und ein Stück weit „Marktschreierei“!

    Die Statistiken des BKA beruhen angeblich auf falschen Ansatzpunkten, alle „Experten“ übersehen die vermeintliche „Realität“ und die Politik begünstigt indirekt die kriminellen Machenschaften der internationalen „Rotlicht-Mafia“! Kurze Zusammenfassung! Das klingt für mich schon nach „Manie“ und „Besessenheit“! Sorry!

    Wenn man nun „Beratungsstellen“ mit „Organisierter Kriminalität“ in Verbindung bringt, in dem man „einige“ von ihnen als „verlängerten Arm“ bezeichnet, schießt man sicher über das Ziel hinaus! Werden wirklich in Deutschland Beratungsstellen von Rockern, Albaner-Banden und ähnlichen Gruppen „gefördert“ oder bedroht? Wenn ein „erfahrener Ermittler“ solche Zusammenhänge „orakelt“, hört das Volk sicher hin und die Medien sind begeistert … wenn man es eben nicht zu bunt treibt! Ich persönlich finde das Herr Paulus, bei allem Respekt, Maß und Ziel völlig verloren hat und durch seine extremen Übertreibungen massiv an Glaubwürdigkeit verliert! Für ihn ist alles „schwärzer als schwarz“, grau oder gar weiß hat da keine Chance mehr!

  • Hans Leyendecker – Süddeutsche Zeitung – Den Namen des Zuhälters auf der Haut

    Hans Leyendecker – Süddeutsche Zeitung – Den Namen des Zuhälters auf der Haut

    Hans Leyendecker - Süddeutsche Zeitung - Den Namen des Zuhälters auf der HautHans Leyendecker – Süddeutsche Zeitung – Den Namen des Zuhälters auf der Haut

    Meinungsmache und Verallgemeinerungen! Leider!

    Informationsstand: 19. April 2018 – Autor: Howard Chance – www.rotlicht-berater.de

    Hans Leyendecker ist ohne Frage zweifelsohne ein journalistisches Schwergewicht: bis 2016 leitete er das investigative Ressort der „Süddeutschen Zeitung“ und war an der Aufdeckung zahlloser Skandale beteiligt. Auch im „Unruhestand“ ist er aktiv und hat in diesem Jahr sogar die Präsidentschaft beim Evangelischen Kirchentag übernommen, was für einen gewissen „Konservatismus“ sprechen mag? Leyendecker hat sich jedenfalls jetzt in der Süddeutschen Zeitung mit einer markanten Schlagzeile zu Wort gemeldet:

    „Prostitution – Den Namen des Zuhälters auf der Haut“

    Es folgt eine „Bestandsaufnahme“, die den bekannten Klischees folgt und dabei mal wieder den Eindruck erweckt, dass die gesamte deutsche Rotlicht-Branche aus Kriminellen bestehen würde! Das wird zwar so nicht geschrieben, aber unterschwellig kann man es so wahrnehmen und das reicht dem „Normalbürger“ zur Meinungsbildung dann aus!

    Leyendecker berichtet leider oberflächlich vom derzeitigen Stuttgarter „Paradise-Prozess“ und stellt das Saubermann-Image des Jürgen Rudloff in Frage, obwohl der Prozess gerade erst begonnen hat und die Unschuldsvermutung gelten muss. Von gefährlichen Clans ist die Rede, gegen die es aber selten zum „Prozess“ kommt. Der bekannte Kriminalist Manfred Paulus aus Ulm wird zitiert: ein Mann der Jahrzehnte an der Front war und der nahezu jede öffentlich rechtliche Prostitutions-Dokumentation schmückte. Er hat wohl neuerlich einen bemerkenswerten Fachaufsatz veröffentlicht, der aber merkwürdigerweise nicht verlinkt wurde! Dafür wird der Bericht von der gestrigen „Thai-Razzia“ auf der Webseite der „Süddeutschen“ direkt in den Kontext gebracht, um die vorgebrachten Thesen anschaulich zu unterstützen! Auch der Zeitpunkt der Erscheinung ist auffällig und sicher kein Zufall!

    Nun soll an dieser Stelle nicht der Eindruck entstehen, dass ich Leyendecker und Paulus für unglaubwürdig halte! Natürlich gibt es im deutschen Rotlicht auch schlimme Entgleisungen, Menschenhandel, Ausbeutung und Gewalt. Keine Frage! Diese Verbrechen müssen bekämpft werden! Aber durch eine spezielle Berichterstattung eine ganze Branche unterschwellig generalisiert anzugreifen, geht für mein Empfinden zu weit! Ich entnehme Leyendeckers Artikel die Nachricht „Menschenhandel ist überall!“ und auch „Die vermeintlichen Saubermänner entpuppen sich doch als Verbrecher!“ Die bemühten anständigen Betreiber haben dann doch (fast alle) Dreck am Stecken?  Vermutlich, wahrscheinlich, überhaupt?

    Obwohl Leyendeckers Artikel nur ein „kurzer Anriss“ ist, könnte die Schlussfolgerung der Ruf nach einem generellen Verbot von Prostitution in Deutschland sein, da die Kriminalität ja allgegenwärtig und damit die Regel ist? Generalverdacht!

    Die „Solidarität der Anständigen“ ist jetzt gefordert und die Veranstaltergemeinschaft des Kongresses „Zukunft Rotlicht“ wird hierzu auch zeitnah eine „Frankfurter Erklärung gegen Menschenhandel und Ausbeutung“ formulieren, die dem generellen Klischee entgegenwirken soll. Spiel über Bande … ist nämlich nicht unser Geschäft! Den „Dreckspatzen im Rotlicht-Gewerbe muss ganz klar das Handwerk gelegt werden, aber es darf nicht sein, dass für eine ganze Branche ein „Generalverdacht“ erzeugt wird!

    Oder könnte das „Credo“ am Ende lauten: „Man kann es zwar nicht beweisen, aber es ist so!“ Was man nicht beweisen kann, taugt aber nicht zum Beweis und auch nicht zur Behauptung! Aber bei der Meinungsmache gelten scheinbar „andere Gesetze“?

    Hans Leyendeckers Artikel finden Siie unter:
    http://www.sueddeutsche.de/panorama/prostitution-den-namen-des-zuhaelters-auf-der-haut-1.3949456