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  • Prostitution 2017 – Eroscenter Krefeld – Pudding, Kulturspende statt Sexsteuer

    Prostitution 2017 – Eroscenter Krefeld – Pudding, Kulturspende statt Sexsteuer

    Prostitution - Eroscenter Krefeld - Pudding, Kulturspende statt Sexsteuer
    Bildquelle: RP-Online / Thomas Lammertz

    Prostitution – Eroscenter Krefeld – Pudding, Kulturspende statt Sexsteuer

    Die Stadt Krefeld und das dort befindliche Eroscenter kommen nicht zur Ruhe! Vor längerer Zeit habe ich ja schon von dem „Dirnenwohnheim“ in der ehemaligen Puddingfabrik berichtet, das die Stadt Krefeld, bzw. deren Amtsdiener, als „Hotel Garni“ eingestuft hat und wo dementprechend „gar nie“ Vergnügungssteuer zu entrichten war. Nun liegt ein sehr umfangreicher Prüfbericht vor, aus dem hervorgeht, wie man zünftigen Pudding anrührt und wie man damit Prozesse in Gang setzt, um ganz besondere Ziele zu erreichen.

    Einblicke in die Welt der „Großpuffer“ anno 1983 und später, wo man Fett in der Mitte noch mit „u“ schrieb und wo die „Barspenden“ noch von leichten Damen oder vermeintlich honorigen Advokaten im Kroko-Koffer durch die Republik speditiert wurden. Die gute alte Zeit mit den ehrwürdigen Protagonisten und „Spendensammlern“, die ihre Stempelgewalt gegen „Geschenke“ und „Zuwendungen“ verkauften.

    Das nun gute 30 Jahre später im „Pudding-Sumpf“ gerührt wird, ist auch dem neuen deutschen Prostitutionsgesetz zu verdanken und unbedingt der Tatsache geschuldet, dass das Eroscenter Krefeld nach den vielen Jahren der Duldung, nun auch auf dem amtlichen Prüfstand stehen wird.

    Die Westdeutsche Zeitung hat nun in den vergangenen Tagen gleich eine ganze Serie von Artikeln zu diesem anrüchigen Thema veröffentlicht und ganz tief im Krefelder Pudding gerührt. Leider sind die Berichte nur für „Abonnenten“ im Detail lesbar und ich fass daher einmal einige grundlegende Informationen zusammen.

    340.000 € sollen die Krefelder Bordellbetreiber aus der Familie S. insgesamt in die Krefelder Kultur gesteckt haben, um im Gegenzug von der Stadt Krefeld die Genehmigung zur Betreibung der damals noch unerotischen Puddingfabrik zu bekommen und um den Duldungstatus regelmäßig zu erhalten. Fleisch statt Pudding war die Devise und in den späten 1980-er Jahren entwickelte sich das Laufhaus prächtig und niemand hatte Fragen, warum und wieso die Genehmigung erteilt wurde. Das Geld floss in mehreren Tranchen und immer wieder. So eine Art Puff-Abo, von dem der Rat der Stadt Krefeld aber nicht informiert wurde. Warum auch? Schlafende Ratsherren sollte man nicht wecken!

    Als im vergangenen Herbst die „Akte Eroscenter“ wieder im Stadtrat landete, entdeckten die Ratsherren die Manipulationen bereits im Ansatz und beauftragten die Verwaltungsleitung mit einer umfangreichen Prüfung der (damaligen) Umstände. Auch die Staatsanwaltschaft wurde aktiv, weil ja von Anfang an Korruption im Raum stand und weil die zuständigen Behördenmitarbeiter (auf Anweisung?) beim „Crazy Sexy“ alle Augen zudrückten. Und dass seit 1985!

    Der Frankfurter Investor namens S. (der Redaktion und mir selbstverständlich bekannt), ist längst verstorben und die damalige Krefelder Verwaltungsspitze ist auch längst nicht mehr in Amt und Würden, aber scheinbar hat die damalige „Spende“, die angeblich die Krefelder Kulturfabrik vor dem Konkurs bewahrt hat, eine Art „Vermächtnis“ ausgelöst, an das sich auch die Amtsnachfolger gehalten haben. Gentlemen´s Agreement (fast) für die Ewigkeit?

    Was nun in Krefeld Presse und Bürger umtreibt, ist ein Vorgang, der weder in der „normalen Wirtschaft“ und schon gar nicht in der Rotlicht-Branche unüblich ist. Von der kostenfreien Massage mit Whirlpool-Nutzung, über Fernreisen in die Sonne, bis hin zu günstigen privaten Darlehen zum Bau eines Eigenheims, gibt es viele Möglichkeiten, um „Gefälligkeiten“ zu kaufen.

    Nun sieht es im Fall Krefeld natürlich nicht nach direkter „privater Bereicherung“ und „Vorteilsnahme“ aus. Eine „Spende für die Kultur“ klingt ja erfreulich! Nur wird niemand glauben, dass diese auch erfolgt wäre, wenn es keine konkrete Gegenleistung gegeben hätte! Dass der Investor S. bei seinem Besuch in Krefeld und beim Anblick des gefährdeten Kulturzentrums urplötzlich ins Schwärmen geriet und sein weites musisches Herz sodann öffnete, glauben nur Leute, die sich jahrelange mit dem Hammer gekämmt haben!

    Viel wahrscheinlicher ist doch, dass der damalige Bürgermeister oder ein sonstiger „Führer“ das Augenmerk des S. auf das „Konkurs-Problem“ gerichtet hat. Do you agree, Mr. S.?

    Man hat der Stadt und deren Bürgern also doch etwa Gutes getan und lediglich ein wenig die
    „5 gerade sein lassen“! Dabei ist doch auch kein Schaden entstanden. Alles win-win? Wenn es in der Textilstadt Krefeld ein bisschen „halbseiden“ zugeht, wird der Bürger das schon verstehen?

    Dumm nur, dass die „Krefelder Bordellanlage“ nun durch das neue Prostitutionsgesetz amtlich intensiv geprüft werden muss und das sich dabei durchaus ein ablehnender Bescheid ergeben könnte, der dann Schadensersatzforderungen der Betreiberfamilie S. in Millionenhöhe auslösen könnte. Doch kann man einen Umstand, der auf Korruption beruht, zum Anlass einer Schadensersatzforderung machen? Juristisch sehr fragwürdig!

    Strafrechtlich wird in der Sache nichts zu machen sein, da es ja für das Delikt Verjährung gibt und die damaligen Akteure nicht mehr auf de Platz stehen, aber die Angelegenheit wird das Krefelder Rathaus sicher noch lange beschäftigen. Ob in der Krefelder Mevissenstrasse in 2018 die roten Licht amtlich bedingt ausgehen, wofür viele Indizien sprechen, kann man noch nicht abschätzen.

    Aber ich bin mir sicher, dass die verantwortlichen Politiker und Beamten, die nun durch die Berichterstattung im öffentlichen Fokus stehen, keine neuerliche „Rechtsbeugung“ vornehmen werden.

  • Presseschau – Politik und Rotlicht in Bayern – CSU-Ex-Stadtrat zahlt Bordellschulden

    Presseschau – Politik und Rotlicht in Bayern – CSU-Ex-Stadtrat zahlt Bordellschulden

    Politik und Rotlicht in Bayern - CSU-Ex-Stadtrat zahlt Bordellschulden
    Bildquelle: Bild Online

    Politik und Rotlicht in Bayern – CSU-Ex-Stadtrat zahlt Bordellschulden

    Haben wir es nicht schon immer gewußt: Politik und Prostitution haben gemeinsame Nenner oder eben manchmal verhängnisvolle Verknüpfungen, die dann, wenn etwas schiefläuft, sehr
    plakativ in der gierenden Presse landen. Spitzen-Politiker, die Escort-Damen ins Hotel bestellen, Bürgermeister, die nach der Ratsitzung im Whirlpool des Clubs Lamour gesichtet werden und Ex-Senatoren, die sich als SM-Sklaven verdingen und am Halsband kriechen! Es menschelt halt und zum fetten Skandal taugt es nur selten!

    In einem Bundesland, das besonders für Recht und Ordnung steht, dem Freistaat Bayern, schaut man allerding stets etwas genauer hin, wenn Amtspersonen oder Ex-Amtspersonen in markanten Rotlicht-Schwierigkeiten versinken.

    Georg Schlagbauer, von Beruf Metzger, galt als Hoffnungsträger der CSU und war in 2016 im Sumpf versunken. Gegen ihn wurde wegen Drogenerwerbs ermittelt und in diesem Zusammenhang wurde der Club Extasia durchsucht, bei dem Schlagbauer 14.700 € Schulden haben soll. So berichtet es die Bild-Zeitung in der heutigen Online-Version (22.05.2017).

    Nun sollte ein Zivilprozess vor dem Münchener Landgericht öffentlicht stattfinden, um die Schuld zu titulieren, was aber nun, nach der vorliegenden Einigung der Parteien, vermieden wird. Schließlich hat der Beklagte sicherlich keinerlei Interesse, dass die Öffentlichkeit und die Parteifreunde erfahren, welche „Leistungen“ erbracht wurden und wie sich das Miteinander im Puff gestaltete. Die „Bild“ lag ja schon auf der Lauer und die „Zeuginnen“ hatten sicher auch nur wenig Interesse in der „Abendschau“ zu landen!

    Wer Metzger ist, der mag Fleisch und das im vorliegenden Fall wohl auch im übertragenen Sinne. Dass ist ja auch in Bayern nicht verboten, wenn man die Fleischeslust nicht mit Nasen-Füllungen kombiniert und auch noch „anschreiben“ lässt! Da wird man als Stadtrat und Fleischhandels-Funktionär einfach erpressbar und untragbar! Selber schuld, wenn man es dann doch etwas zu weit „treibt“ und sich selbst in Schwierigkeiten bringt!

    Den ursprünglichen Bericht von Bild Online finden Sie unter:

    http://www.bild.de/regional/muenchen/ruecktritt/wiesn-stadtrat-schlagbauer-tritt-zuerueck-46207306.bild.html