Schlagwort: Prostitution

  • Risiken im Escort? Der Fall Jan Ullrich – Ausraster in Frankfurter Luxus-Hotel

    Risiken im Escort? Der Fall Jan Ullrich – Ausraster in Frankfurter Luxus-Hotel

    Risiken im Escort? Der Fall Jan Ullrich - Ausraster in Frankfurter Luxus-HotelRisiken im Escort? Der Fall Jan Ullrich – Ausraster in Frankfurter Luxus-Hotel

    Unter Alkohol und Drogen würgte das Radsport-Idol eine Sexworkerin

    Jan Ullrich, der ehemalige Tour-de-France-Sieger, schafft es in den vergangenen Wochen immer wieder in die Schlagzeilen zu geraten. Erst ein „Angriff“ auf dem Finca-Gelände von Kinostar Til Schweiger auf Mallorca, wo Ullrich vorübergehend im Gefängnis landete, dann die vollmundige Ankündigung sich umgehend einer Entziehungskur zu unterziehen und nun am heutigen Morgen die Verhaftung in der mondänen „Villa Kennedy“, wo Ullrich, so berichtet die „Bild“-Zeitung, unter „massivem Einfluss von Alkohol und Drogen“ eine Escort-Dame attackiert zu haben. Angeblich würgte Ullrich die 31-jährige Lady bis dieser „schwarz vor Augen“ wurde. Die Dame musste ärztlich versorgt werden! Ullrich leistete angeblich auch noch Widerstand bei seiner Festnahme durch die Frankfurter Polizei.

    Schon die Abreise im Privatjet von Mallorca, von der es ein Video gibt, wirkt äußerst bizarr: ein tänzelnder Ullrich, der gleich zwei Zigaretten auf einmal raucht und nicht wirklich zurechnungsfähig wirkt. Seine Begleiter haben offensichtlich nicht gut auf ihn aufgepasst. Wie kann man es zulassen, dass Ullrich in diesem Zustand eine Escort-Dame bucht? Die Lady hatte jedenfalls Glück, dass sie aus dem Zimmer entkam und das Hotel-Personal umgehend Hilfe leistete. Gefährliche Körperverletzung! Versuchter Totschlag?

    Die Staatsanwaltschaft belässt es bei gefährlicher Körperverletzung und Jan Ullrich kommt wieder auf freien Fuß! Kein Haftbefehl und der Radler ist dann heute wieder unterwegs! Auf dem Weg zum nächsten Vollrausch? Prost Mahlzeit! Eventuell hätte man ja einen Amtsarzt anfordern können, um festzustellen, ob nicht eine Einweisung in eine Psychiatrie ein Mittel der Wahl wäre? Aber bei „Promis“ tut man sich da wohl etwas schwer?

    Der heutige Fall zeigt, dass die Arbeit als Escort-Dame durchaus Risiken birgt, wenn man Gäste besucht, die unter Alkohol und Drogen stehen. Unter dem Einfluss „gefährlicher Stoffe“ können Situationen kippen und beim „Hausbesuch“ ist das alles andere als lustig! Ein Hotel ist deutlich sicherer, aber natürlich auch kein Garant für absolute Sicherheit.

    Besonders merkwürdig ist auch der Aufruf der „Bild“ unter der Überschrift: „Wer weiß mehr! Bitte melden!“ – Für die Skandalpresse wäre es toll die Escort-Dame zu identifizieren und mehr über die „Nacht mit Ulle“ zu erfahren! Wie ist Ullrich im Bett? Welche Spezialitäten fordert er ein? Warum kam es zum Streit? Hurra!

    Natürlich sind die privaten Fernsehanstalten längst vor dem Polizei-Präsidium in Frankfurt, Medizin-Journalisten bewerten die Lage und bei n-tv läuft die „Ullrich-Story“ seit Stunden im „Breaking-News-Ticker“. Ja: Ullrich ist krank! OK! Aber ihm muss wohl irgendwie Einhalt geboten werden, bevor womöglich die nächste „Überraschungsmeldung“ ansteht. Die „Villa Kennedy“ kann auf solche Gäste vermutlich gut verzichten und hat wahrscheinlich schon Ullrichs Koffer vor die Tür gestellt! Ein Glück, dass ich diesmal nicht in der „Villa“ eingecheckt habe!

    +++ Update Samstag 11.08.2018 +++

    Jan Ullrich wurde nach diversen Medienberichten noch am Freitagabend in eine psychiatrische Klinik zwangseingewiesen! Ihn weiter in bedenklichem Zustand durch die Gegend laufen zu lassen, erschien wohl doch zu riskant und zwar für ihn selbst wie auch die Öffentlichkeit!

  • Howard Chance – Projekte aktuell – August 2018 – Beratung, Buch, Seminar

    Howard Chance – Projekte aktuell – August 2018 – Beratung, Buch, Seminar

    Howard Chance - Projekte aktuell - August 2018 - Beratung, Buch, SeminarHoward Chance – Projekte aktuell – August 2018 – Beratung, Buch, Seminar

    Prostitution 2018 – Zukunft Rotlicht – Heißer Sommer und heißer Herbst – ProstSchG

    Es war klimatisch heiß und meine Arbeitsleistung hat in den vergangenen 14 Tagen deutlich gelitten! Ohne Klimatisierung ging nichts und ich bin froh, dass es inzwischen ein wenig abgekühlt hat! Die Kundenprojekte sind ja nicht vom Wetter abhängig und wollen fristgemäß erledigt werden! Sonst schimpfen die Kunden und zahlen die Rechnungen am Ende nicht!

    Momentan bin ich vielfältig „belastet“, wobei sich dies den ganzen Monat über auf drei völlig unterschiedliche „Geschäftsbereiche“ bezieht:

    1. MH-Consulting / Beratungen / Konzepte / Baurecht und Co.

    Während ich von erholsamen „Klausurwochen“ unter Palmen träumte (Aktion „Dicke Männer in Badehosen“), haben mich aus verschiedenen Regionen der schönen Republik „Hilferufe“ ereilt, die sich zu laufenden Projektierungen gesellten: amtliche Post war eingetroffen und oftmals ging und geht es um die so beliebten „Baugenehmigungen“, die ja zum „Erlaubnisantrag“ gemäß § 12 ProstSchG vorzulegen sind. In den Bauakten finden sich dann „Beschreibungen“, die nicht zu dem passen, was man im „Betriebskonzept“ dargelegt hat. Ein Büro ist keine erotisches Massagestudio und Wohnraum mit eingezeichneten Kinderzimmern eignen sich selten für eine „gewerbliche Zimmervermietung“. Das „Baurecht“ ist sehr unbarmherzig und „Nutzungsänderungen“ sind oft gar nicht möglich! Wir helfen mit unserem „Netzwerk“ natürlich wo wir können, sagen aber auch klar, wenn Dinge einfach nicht funktionieren! Ich rate hier übrigens dazu amtliche Post nicht bin letzten Tag einer Frist unbeachtet zu lassen, denn dies raubt einem einfach Möglichkeiten, die man bei rechtzeitigem Agieren noch hat! MH-Consulting hilft … gerade wenn es brennt!

    2. Buchprojekt Prostitution 2018 – Zukunft Rotlicht – Autorentätigkeit

    Wenn man im Oktober 2018 zur Buchmesse Frankfurt und zur Venus-Erotikmesse in Berlin ein Buch herausbringen möchte, sollte man Mitte August schon das Material sortiert haben und zumindest den groben Rahmen-Entwurf fertiggestellt haben! Meine vergangenen Publikationen entstanden innerhalb weniger Tage und das kreative Chaos führte mir die Feder. Da ich diesmal über 20 Interviews führe, auswerte und dann editiere, werde ich diesmal erheblich mehr Zeit brauchen, um ein ansprechendes „Machwerk“ zu gestalten. Daher sind im August und September jeweils eine Arbeitswoche der Autorentätigkeit vorbehalten. Infos zum aktuellen Buchprojekt gibt es unter „Projektseite Buch by Howard“. So ist jedenfalls jetzt der Plan, der natürlich jederzeit durch „Hilferufe“ aus der Republik unterbrochen werden kann! Hier bin ich natürlich froh, dass mein Kollege Christoph Rohr von der „Rotlicht-Akademie“ ebenfalls auf den Sommerurlaub verzichtet und wir uns hier die „Bälle“ konstruktiv zuspielen können, wenn irgendwo ein amtlicher „Elfmeter“ droht!

    Womit wir dann schon beim 3. und letzten Punkt sind:

    3. Das Seminar „Rotlicht trifft Blaulicht“ 13. Oktober 2018 in Berlin / Messestand Venus

    Auch der Oktober ist schnell da und wir haben uns, wie bereits berichtet, mit der „Veranstaltergemeinschaft Zukunft Rotlicht“ entschlossen, in Berlin ein neuerlich großes Tagesseminar in Kooperation mit BerlinIntim zu veranstalten und außerdem einen Informationsstand auf der Venus-Erotikmesse zu platzieren. Hier laufen die Vorbereitungen auch schon auf Hochtouren: wir gestalten ein ansprechendes Messe-Magazin und die Infoflyer zum Seminar sind bereits in der Verteilung an unsere Werbepartner. Wir werben deutschlandweit und freuen uns viele von Ihnen / Euch in Berlin zu treffen! Informationen gibt es unter nachfolgendem Link:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2018/08/01/berlin-rotlicht-trifft-blaulicht-seminar-prostschg-sa-13-10-2018/

    Herzliche Grüße aus Frankfurt am Main, wo ich in den kommenden Tagen verweile, sendet

    Howard Chance

  • Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht - Seminar ProstSchG - Sa 13.10.2018
    Rotlicht trifft Blaulicht 2018 – Berlin

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Arbeitsgemeinschaft Zukunft Rotlicht mit Seminarangebot und Messestand in Berlin

    Große Ereignisse werfen bereits jetzt ihre umfangreichen Schatten voraus: am Samstag, dem 13. Oktober 2018 (also am diesjährigen Venus-Wochenende) findet in Berlin die 6. Ausgabe von „Rotlicht trifft Blaulicht“ statt! Die Veranstaltungsreihe wurde von BERLINintim erfunden und war in den vergangenen Jahren stets sehr gut besucht. Informationen zum ProstSchG, steuerliche Fragen, ordnungsrechtliche Aspekte und die Sorgen und Nöte von Sexworkern und Betreibern standen und stehen im Mittelpunkt, wobei jeweils Experten aus unterschiedlichen Bereichen informierten und referierten.

    In diesem Jahr, wo die Umsetzung des Gesetzes nun merklich voranschreitet und ordnungsrechtliche Maßnahmen deutlich zunehmen, haben sich die Macher von „Rotlicht trifft Blaulicht“ mit den Erfindern von „Zukunft Rotlicht“ vereinigt, um im Oktober 2018 ein großes bundesweit angelegtes Tagesseminar anzubieten, das vom Kondomhersteller „London“ präsentiert wird.

    Die Veranstaltung findet auch in diesem Jahr im zentral gelegenen Mercure Hotel Berlin City West, Ohmstr. 4-6, 13629 Berlin statt, wobei das Seminar-Raumangebot stark erweitert wurde, um möglichst vielen Betreiberinnen und Betreibern sowie Sexworkerinnen und Sexworkern die Möglichkeit zur Teilnahme ermöglichen zu können.

    Der Termin wurde bewusst auf das Wochenende gelegt, am dem die „Venus Erotikmesse“ in den Hallen unter dem Funkturm stattfindet! Die Veranstaltergemeinschaft ist dort auch mit einem informativen Messestand vertreten. Auf der Venus gibt es Informationsmaterial zum ProstSchG und zu dessen Umsetzung und auch eine brandaktuelle Berliner „Rotlicht-Fibel“! So lassen sich auch der Messe-Besuch und die Teilnahme am Seminar sinnvoll verbinden, zumal es für den Termin auch attraktive Hotel-Angebote gibt!

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Beim Tagesseminar im Mercure-Hotel Berlin City West werden am 13. Oktober 2018 u.a. folgende Referenten erwartet:

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht - Seminar ProstSchG - Sa 13.10.2018

    • Stephanie Klee (Berlin)
      Diplom-Verwaltungswirtin, Sexarbeiterin, Dozentin ProstSchG / Sexarbeit und 1. Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V.
    • Guntram Knop (Frankfurt/Main)
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Dozent ProstSchG
    • Andreas Ramisch (Forchheim)
      Jurist, Diplom-Verwaltungswirt, Dozent Gewerbe- und Ordnungsrecht
    • Christoph Rohr (Ulm)
      Berater Rotlicht-Akademie, Zustellanschrift.de
    • Howard Chance (Köln)
      Unternehmensberatung ProstSchG / MH-Consulting

    Folgende Themen stehen momentan auf der Agenda:

    • Betriebskonzepte und Nutzungsvereinbarung und deren „Nachbesserung“!
    • Rotlicht & Steuer: Achtung Steuerfallstricke! – Umsatzsteuer-Hinzurechnung
    • Baurecht: Nutzungsänderungen und Baugenehmigungen existenzvernichtend?
    • Aufzeichnungspflichten im laufenden Betrieb / Korrekte Konzeptumsetzung?
    • Bordell-Fachwirt … ein Beruf mit Zukunft?
    • Schutzlos als Sexworker(in)? Anmeldepflichten und deren Auswirkung!
    • Problematiken der Sexarbeit: Datenschutz, Steuern, Stigmatisierung
    • Erotikwerbung ohne negative Folgen! Wie macht man das?

    Natürlich haben wir aktuelle Entwicklungen stets im Blick und werden dazu auch in Berlin berichten, wenn es beispielsweise Neuigkeiten zur anhängigen Verfassungsbeschwerde geben sollte oder wenn neue Landesverordnungen kurzfristig entstehen sollten! Aktualität ist uns wichtig und wir sind immer am Puls der Zeit!

    Teilnahmegebühr: nur 80 € pro Person inkl. Umsatzsteuer, Seminargetränken, Snacks und Unterlagen. Begrenzte Teilnehmerplätze! Frühzeitige Buchung wird empfohlen!

    Den aktuellen Infoflyer können als PDF herunterladen: Info-Flyer Rotlicht trifft Blaulicht 2018

    Das Anmeldeformular kann ebenfalls als PDF geladen werden: Anmeldeformular

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und Informationen zum Kartenerwerb / Anmeldung finden Sie regelmäßig aktualisiert unter www.rotlicht-akademie.de

    Unsere Partner:

  • Wochenend und Sonnenschein … dann Tour de Rohr und Runde Tische!

    Wochenend und Sonnenschein … dann Tour de Rohr und Runde Tische!

    Wochenend und Sonnenschein ... dann Tour de Rohr und Runde Tische!Wochenend und Sonnenschein … dann Tour de Rohr und Runde Tische!

    Meetings, Kundenbesuche und Runder Tisch ProstSchG in Düsseldorf

    Sind wir denn in Afrika? Diese Frage stellt man sich, wenn man sein klimatisiertes Hotel verlässt und direkt vor der Tür von 36 Grad stehender Hitze geradezu erschlagen wird! So ging es mir jedenfalls in den vergangenen Tagen, die ich in der Landeshauptstadt Düsseldorf verbracht habe. Ein Dank an das Hotel Wyndham Garden Königsallee, wo die Klimaanlage zuverlässig funktioniert und wo man entspannt arbeiten kann.

    Der Schreibtisch ist wie immer prall gefüllt und das Wochenende steht mal wieder im Zeichen des „Aktenwälzens“: Nachbesserungen von Betriebskonzepten, Neuanträge und Neugründungen stehen auf der Agenda, ebenso die Vorbereitung von Nutzungsänderungen und Nutzungserweiterungen im Kundenauftrag.

    Nächste Woche beginnt dann die „Tour de Rohr“, bei der ich gemeinsam mit meinem Kollegen von der Rotlicht-Akademie unterwegs sein werde: Kundenbesuche, Präsentationen und ein „Runder Tische ProstSchG“, zu dem ich an dieser Stelle nochmals herzlich einlade:

    Dienstag, 31.07.: Runder Tisch ProstSchG NRW Düsseldorf von 14 – 18 Uhr, Frankenheim Brauereiausschank, Wielandstr. 12-14, 40211 Düsseldorf

    Die Teilnahme an den Veranstaltungen ist kostenfrei! In Düsseldorf zahlt jede und jeder seinen Verzehr selbst! Zur Planung bitten wir unbedingt um eine Anmeldung per Mail oder über die Facebook-Gruppe (Facebook-Mitglieder only).

    Christoph Rohr hat gestern bereits Werbegeschenke eines Sponsoring-Partners geladen und hat natürlich auch Infomaterial der Zustellanschrift.de dabei, die in der jetzigen Zeit immer wichtiger wird! Ich selbst werde von „amtlichen Entwicklungen in NRW und Niedersachsen“ berichten und ich hoffe, dass wir umfangreich ins Gespräch kommen werden.

    Gerne nehmen wir für Mittwoch, den 1. August 2018, auch noch Einladungen von Clubs und Betreibern in NRW an, wo wir mit dem „Rotlicht-Akademie-Mobil“ unterwegs sein werden! Vielleicht sieht man sich? Das würde uns freuen!

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  • Prostitution 2018 – Anklage im Fall „Artemis“ Berlin steht – Steuerhinterziehung

    Prostitution 2018 – Anklage im Fall „Artemis“ Berlin steht – Steuerhinterziehung

    Prostitution 2018 - Anklage im Fall "Artemis" Berlin steht - SteuerhinterziehungProstitution 2018 – Anklage im Fall „Artemis“ Berlin steht – Steuerhinterziehung

    Staatsanwaltschaft klagt 5 Personen an: Betreiber und Hausdamen

    Zwei Jahre nach der Großrazzia im „Artemis“ Berlin, hat die zuständige Staatsanwaltschaft Berlin nun Anklage gegen die beiden Bordell-Betreiber und drei Hausdamen erhoben, wie die Bild-Zeitung aktuell berichtet. Wie schon erwartet worden war, geht es nicht etwa um Menschenhandel, Zwangsprostitution oder organisierte Kriminalität, sondern um Steuerhinterziehung und Vorenthaltung von Arbeitsentgelt und Sozialabgaben. Also mal wieder die „Al Capone-Methode“: wenn sonst nichts geht, greift man zur Steuerkeule!

    Die Anklage unterstellt also, dass die Sexworkerinnen im „Artemis“ nicht selbständig tätig waren, sondern „rückwirkend“ wie „Angestellte“ zu behandeln sind! Davon hat man gerade in Süddeutschland schon einmal gehört (vergleiche Fall Hermann Müller)!

    Wenn die Deutsche Rentenversicherung von geschätzten 33 Millionen Schaden für die Sozialversicherungen spricht, klingt das natürlich gewaltig! Interessant ist hingegen, dass die Angeklagten nicht in Haft sind und das es offensichtlich Zweifel gibt, ob das Berliner Kammergericht die Anklage überhaupt zulässt! Es gibt wohl umfangreiche Einlassungen der Anwälte der Beschuldigten.

    Wir werden die Angelegenheit natürlich weiter intensiv beobachten, da es eben umfangreiche Parallelen zu anderen laufenden Verfahren gibt, wobei die „Methode“ nicht nur in den Großbetrieben Verwendung findet, sondern eben auch im „erotischen Mittelstand“!

    Der Link zum Artikel der Bild-Zeitung:
    https://www.bild.de/regional/berlin/bordell/anklage-pruefung-im-fall-artemis-56404374.bild.html

  • Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz: 7 Fragen an Howard Chance

    Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz: 7 Fragen an Howard Chance

    Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz: 7 Fragen an Howard Chance

    Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz: 7 Fragen an Howard Chance

    Neuerliches Interview Redakteurin Susi – Kaufmich-Magazin – 17. Juli 2018

    Kaufmich-Redakteurin Susi und ich betreiben schon seit Jahren einen intensiven Austausch zum Thema Prostituiertenschutzgesetz (ProstSchG) und ich wurde von ihr schon mehrfach zur jeweils „aktuellen Lage“ interviewt. So war jetzt das einjährige „Jubiläum“, bei dem es wenig zu jubeln gab, ein erneuter Anlass für eine umfangreiche „Befragung“, die ich Ihnen/ Euch nicht vorenthalten möchte:

    https://www.kaufmich.com/magazin/ein-jahr-prostituiertenschutzgesetz-7-fragen-an-howard-chance/

     

  • Newsletter Howard Chance / MH-Consulting / 16. Juli 2018

    Newsletter Howard Chance / MH-Consulting / 16. Juli 2018

    Newsletter Howard Chance / MH-Consulting / 16. Juli 2018Newsletter Howard Chance / MH-Consulting / 16. Juli 2018

    Aktuelle Meldungen – News – Informationen – Prostituiertenschutzgesetz

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde, verehrte Kundschaft!

    Zeit für einige aktuelle Informationen aus der „erotischen Republik“ … mein aktueller Newsletter mit Datum 16. Juli 2018:

    Recht aktive Ordnungsämter … und das bei diesen hohen Temperaturen!

    Es ist merklich warm in Deutschland und dennoch müssen sich gerade jetzt einige Zeitgenossinnen und Zeitgenossen im übertragenen Sinn „warm anziehen“, denn die Ordnungsbehörden sind in den Bundesländern, die das ProstSchG wirklich umsetzen, in den vergangenen Tagen sehr aktiv geworden!

    Ich hatte zahlreiche Anrufe aus NRW und Niedersachsen, wo Ordnungsamt, Polizei, Zoll und Steuerfahndung „plötzlich“ einzeln oder auch gemeinschaftlich unterwegs waren. Das extra markierte „plötzlich“ steht für die Überraschung der „Betroffenen“, die in den mir vorliegenden Fällen „einfach“ vergessen hatten, ihren erotischen Betrieb nach den geltenden gesetzlichen Vorschriften zu melden! Keine „Anzeige“ zum 1. Oktober 2017 und dementsprechend auch keine Einreichung des vollständigen Erlaubnisantrags bis zum 31. Dezember 2017! Nun betreibt man also ein „illegales Prostitutionsgewerbe“ und man bekommt ein Bußgeld von bis zu 10.000 € angedroht!

    Zwar kann man ein solch hohes „Knöllchen“ in den meisten Fällen noch verhindern, aber in der Regel ist die Bude erst mal zu, bis man einen ordentlichen Antrag eingereicht hat und dieser genehmigt wurde! Eine Zwangspause, die in jedem Fall durch die „Betriebsunterbrechung“ recht teuer wird!

    Den ganzen Sommer über steht natürlich der gemeinschaftliche Notdienst von Rotlicht-Akademie und MH-Consulting bereit, wenn irgendwo in der Republik etwas „anbrennt“! Versprochen!


    Howard Chance zu Gast im „Kaufmich-Magazin“ – Ein Jahr Prostituiertenschutzgesetz: 7 Fragen an Howard Chance

    Ich werde von der lieben SUSI (Kaufmich-Redakteurin) regelmäßig zu den Auswirkungen des ProstSchG befragt. Nun war ja gerade das erste „Jubiläum“ und daher gibt es heute ein neues umfangreiches Interview zu 7 aktuellen Fragen. Ich freue mich über den guten Kontakt und gebe immer wieder gerne meinen „Senf“ dazu:

    https://www.kaufmich.com/magazin/ein-jahr-prostituiertenschutzgesetz-7-fragen-an-howard-chance/

     


    Runder Tisch NRW / Runder Tisch Niedersachsen / Tour Rhein-Ruhr bis Hannover

    Vom 30.07. bis 02.08. bin ich mit dem Kollegen Christoph Rohr von der Rotlicht-Akademie auf einer gemeinschaftlichen Rundreise, die uns an Rhein und Ruhr und dann nach Hannover führen wird. Wir besuchen erotische Betriebe, Kundinnen und Kunden und haben gleich zwei
    „Runde Tische“ initiiert, die als „fachliche Gesprächsrunden“ ausgerichtet sind:

    Dienstag, 31.07., 14 bis 18 Uhr – Runder Tisch ProstSchG NRW – Düsseldorf
    Frankenheim Stammhaus, Wielandstr. 12-14, 40211 Düsseldorf
    http://www.frankenheim-ausschank.com/

    Donnerstag, 02.08., 18 bis 22 Uhr – Runder Tisch ProstSchG – Hannover
    Ollie´s Büro, Großer Kolonnenweg 5a, 30163 Hannover
    https://www.massageclub-hannover.de/

    Bei beiden Veranstaltungen ist die Teilnahme kostenlos! Im Brauhaus Düsseldorf müssen lediglich die Speisen und Getränke bezahlt werden und bei Ollie steht ein Sparschwein für die Kaffeespende bereit! Für beide Veranstaltungen bitten wir um frühzeitige Anmeldung, da die Plätze speziell in Hannover begrenzt sind! Meldungen bitte per E-Mail, WhatsApp direkt an mich! Infos zum NRW-Tisch gibt es auch in der diesbezüglichen Facebook-Gruppe.


    Howard´s Projekte Juli / August 2018

    Yes, der Sommer 2018 wird arbeitsreich! Ich werde in der kommenden Woche mal wieder eine „Klausurwoche“ und „Kurwoche“ einlegen, und dabei mein „Fachbuch Prostitution“ updaten, da scheinbar nach wie vor Bedarf daran besteht. Dabei werde ich u.a. die diversen Landesverordnungen „einarbeiten“ und das Buch um einige praktische Arbeitshilfen ergänzen. Zum 1. August 2018 wird die „Neuausgabe“ am Start sein und dann über den Buchhandel erhältlich sein.

    Ein zweites Buchprojekt, nämlich mein Sittengemälde unter dem Arbeitstitel „Zukunft Rotlicht? – Sexarbeit im Jahr 2018“ wird zum 1. Oktober 2018 erscheinen und wird u.a. bei der „Venus Berlin“ Mitte Oktober vorgestellt werden. Das Buch schreibe ich diesmal „unter Palmen“, also in entspannter Urlaubs-Atmosphäre Ende August 2018. Ich freue mich übrigens noch über „Gast-Beiträge“, wie man der „Buch-Projekt-Info-Seite“ entnehmen kann!

    Abschließend wünsche ich wünsche allen eine schöne Ferienzeit und freue mich auf die neuen Projekte und auf die Treffen mit Ihnen / mit Euch

    Howard Chance mit Grüßen aus Düsseldorf

     

  • Ankündigung – Tour Rhein-Ruhr – Christoph Rohr und Howard Chance

    Ankündigung – Tour Rhein-Ruhr – Christoph Rohr und Howard Chance

    Ankündigung - Tour Rhein-Ruhr - Christoph Rohr und Howard ChanceAnkündigung – Tour Rhein-Ruhr – Christoph Rohr und Howard Chance

    Montag 30.7. bis Donnerstag 2.8. in Köln – Düsseldorf – Dortmund – Hannover

    Es geht einfach nichts über eine vernünftige Planung und daher gebe ich heute schon den Termin der gemeinsamen „Tour Rhein-Ruhr“ bekannt, bei dem der geschätzte  Kollege Christoph Rohr (Rotlicht-Akademie.de / Zustellanschrift.de) gemeinsam durch die Region reisen, um altbewährte Produkte und Dienstleistungen vorzustellen und um den ersten „Runden Tisch ProstSchG“ in Düsseldorf durchzuführen!

    Wir besuchen am Montag, dem 30.7. und Mittwoch, dem 1.8. erotische Betriebe in der Region Köln – Düsseldorf – Dortmund – Essen und sind am Dienstag, dem 31.7. von 14 bis 18 Uhr im

    Frankenheim Stammhaus, Wielandstr. 12-14, 40211 Düsseldorf

    http://www.frankenheim-ausschank.com/

    um uns mit Kundinnen und Kunden und Interessenten zum „1.Runden Tisch ProstSchG“ in Nordrhein-Westfalen zu treffen! Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenfrei, jede und jeder zahlt lediglich die vor Ort verzehrten Speisen und Getränke! Bei schönem Wetter steht ein diskreter Biergarten zur Verfügung und in der Nähe des Brauhauses gibt es ein Parkhaus und die Tram / U-Bahn-Stationen am Pempelforter Platz.

    Wir bitten um Voranmeldung per Mail, WhatsApp, telefonisch etc. oder aber über die Themenseite bei Facebook, da es sich ja um eine diskrete geschlossen Veranstaltung handelt. Es sind bereits über 10 Personen angemeldet und wir möchten den Kreis klein halten, um sinnvoll ins Gespräch kommen zu können.

    Themen werden die aktuelle Situation bei der Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes in Nordrhein-Westfalen sein, aber auch Fragen zu Anmeldeverfahren bei Sexworkern und das leidige Problem „Zustelladresse“ und „Steuerliche Erfassung“. Dementsprechend ist die Teilnahme sowohl für Betreiberinnen und Betreiber sowie für Sexarbeiter(innen) sinnvoll!

    Es handelt sich bei der Veranstaltung um kein Seminar und um keine Rechts- oder Steuerberatung, sondern um einen offenen Erfahrungsaustausch. Selbstverständlich haben wir Informationsmaterial dabei und wir werden aus dem Beratungsalltag berichten, wobei mein derzeitiger Schwerpunkt ohnehin auf NRW liegt, wo viele „meiner“ Akten gerade in der amtlichen Bearbeitung sind und wo ich auch einige „Neugründungen“ betreue, bei denen die Situation gerade in den Großstädten nicht gerade unkompliziert ist!

    Grüße heute aus Düsseldorf von Howard Chance

  • Weitere Verfassungsbeschwerde gegen das Prostituiertenschutzgesetz?

    Weitere Verfassungsbeschwerde gegen das Prostituiertenschutzgesetz?

    Weitere Verfassungsbeschwerde gegen das Prostituiertenschutzgesetz?Weitere Verfassungsbeschwerde gegen das Prostituiertenschutzgesetz?

    Rotlicht-Weblog.de – ProstSchG: NRWs Städte reichen Verfassungsbeschwerde ein

    Der Begriff „Verfassungsbeschwerde“ ist im Bereich der Prostitution in diesem Jahr ein wichtiges „Schlagwort“ und auch in den Suchmaschinen stark nachgefragt! Schließlich ruhen die Hoffnungen von vielen Sexworkern und Betreibern auf dem von Dona Carmen e.V. initiierten „außerordentlichen Rechtsbehelf“, der beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe anhängig ist und wo laut Gerichtsagenda noch in diesem Jahr verhandelt werden soll!

    Nun sorgt ein Bericht des Rotlicht-Weblog.de für weitere „Hoffnung“, da mehrere Städte in Nordrhein-Westfalen eine weitere „Verfassungsbeschwerde“ gegen das neue Gesetz eingereicht haben! Also gehen jetzt sogar Städte und Gemeinden auf das Gesetz los? Dann kommt ja wohl richtig Schwung in die Sache!

    Zu diesem Ergebnis kann man kommen, wenn man den Artikel des verehrten Kollegen Thomas Schiller, nicht gründlich liest, sondern nur die Überschrift „speichert“!

    Die jetzt eingereichte Verfassungsbeschwerde wurde nämlich gar nicht beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe erhoben, sondern beim „Verfassungsgerichtshof für das Land Nordrhein-Westfalen“ in Münster. Dieser Gerichtshof ist für sogenannte „Organstreitigkeiten“ zuständig, also beispielsweise für Auseinandersetzungen zwischen der Landesregierung auf der einen und Städten und Gemeinde in NRW auf der anderen Seite.

    Ziel der Beschwerde ist nicht etwa die „Abschaffung“ oder „Abänderung“ des geltenden Bundesgesetzes! Hierfür wäre nämlich das Bundesverfassungsgericht zuständig!

    Es geht um den „Belastungsausgleich“, der in einer Landesverordnung zum ProstSchG festgeschrieben wurde. Im Belastungsausgleich ist geregelt, welche finanziellen Mittel den Städten und Gemeinden vom Land für die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes zur Verfügung gestellt werden.

    Hier beginnt nun der gerichtliche Streit, da die beschwerdeführenden Städte mit den gewährten „Mitteln“ nicht einverstanden sind! Nach Berechnungen der Städte, die auch vom „Städtetag NRW “ unterstützt werden, sind die geplanten „Zuwendungen“ des Landes NRW viel zu niedrig und z.B. in Köln noch nicht einmal zur Hälfte kostendeckend! Ergebnis: die Städte und Gemeinden bleiben bei ohnehin angespannten „Haushalten“ auf den Kosten sitzen!

    Der Verfassungsgerichtshof NRW soll nun im Verfahren feststellen, ob die Landesverordnung gegen das „Recht zur gemeindlichen Selbstverwaltung“ verstößt! Im Ergebnis geht es dann wohl darum mehr „Zuwendungen“ für die Gesetzesumsetzung zu erlangen oder, aber hier bin ich mir nicht sicher, um die Möglichkeit zu erhalten „kommunale Zusatzgebühren“ zu erheben?

    Leider hat die „Verfassungsbeschwerde auf Landesebene“ keinerlei Auswirkungen auf das Verfahren in Karlsruhe, sondern ist lediglich eine „interne Organstreitigkeit“, die keine direkte öffentliche Wirkung hat!

    Zu den Informationen von Thomas Schiller gelangen Sie über nachfolgenden Link:

    05.07.2018 – Rotlicht-Weblog.de – ProstSchG: NRWs Städte reichen Verfassungsbeschwerde ein 

     

     

     

  • Rotlicht-App statt Hurenpass? – Plemplem 2.0 – Niedersächsische Visionen!

    Rotlicht-App statt Hurenpass? – Plemplem 2.0 – Niedersächsische Visionen!

    Rotlicht-App statt Hurenpass? - Plemplem 2.0 - Niedersächsische Visionen!Rotlicht-App statt Hurenpass? – Plemplem 2.0 – Niedersächsische Visionen!

    Digitalisierung im Rotlicht-Gewerbe auf Teufel komm raus? – Prostituiertenschutzgesetz

    Die „Digitalisierung“ ist in aller Munde, die „öffentliche Verwaltung 2.0“ ist ein erklärtes politisches Ziel. Die sich selbst bearbeitende Steuererklärung über „Elster“ ist bereits Realität und viele amtliche Dienstleistungen können bereits „online“ bestellt und auch abgewickelt werden. Wenig Mensch, viel Maschine und die Erledigung lästiger Aufgaben über das Smartphone. Gut, schön und praktisch, aber natürlich nicht ohne Gefahren und Grenzen!

    Der aktuelle Vorstoß des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes (NSGB) den sogenannten „Hurenpass“ nach dem neuen Prostituiertenschutzgesetz durch eine digitale „App“ zu ersetzen, erscheint selbst in der so modernen Welt mehr als sonderbar!

    Der Verband beruft sich auf eine interessante Statistik des statistischen Bundesamtes von Juli 2018, wonach sich im Jahr 2017 bundesweit nur 6959 Sexworkerinnen amtlich registriert haben. Dies bezieht sich also auf die ersten 6 Monate nach Inkrafttreten des neuen ProstSchG und ist zum jetzigen Zeitpunkt sicherlich nicht mehr repräsentativ, da die Ausweise in vielen Bundesländern überhaupt erst Ende 2017 verfügbar waren. Dennoch gehe ich persönlich davon aus, dass bundesweit nur etwa 20% der Sexworker(innen) mit dem unbeliebten „Ausweis“ ausgerüstet sind.

    Doch ist eine „Rotlicht-App“ mit einer geforderten „vereinfachten Anmeldung“ nun die Lösung? Als Kommunikationsmittel sehe ich da keine Probleme, wenn eine solche App beispielsweise den Kontakt zur jeweils zuständigen Behörde automatisch herstellen würde! So könnten Termine vereinbart und Übersetzungsfunktionen geboten werden. Doch die alles was „danach“ kommt, ist eine sehr sensible und schutzbedürftige Angelegenheit!

    Sexworkerinnen-Daten müssen vertraulich bleiben und zum anderen müssen die antragstellenden Personen natürlich eindeutig identifizierbar sein. Wie soll man wissen, wer eine solche App verwendet? Wie sollen Manipulationen ausgeschlossen werden? Wie will man den Datenschutz (Stichwort DSGVO) gewährleisten und wer soll eine solche App anbieten?

    Eine zentrale Aufgabe der Behörden nach dem neuen Prostituiertenschutzgesetz ist es, Personen „in Augenschein“ zu nehmen, um eventuelle „Fremdbestimmungen“ zu erkennen und um kriminelle Machenschaften wie „Menschenhandel“ zu ermitteln. Man muss mit den Menschen „face-to-face“ sprechen, denn es geht ja nicht um die Anmeldung eines Kraftfahrzeugs oder um eine Umzugs-Meldung! Der Gesetzgeber hat für die Gesundheitsberatung und für die Anmeldung jeweils eine Stunde als zeitlichen Rahmen vorgegeben und zahlreiche Aufklärungs- und Beratungspflichten im Verfahren verankert! Diese Pflichten kann eine App unmöglich erfüllen!

    Der Vorschlag des NSGB klingt total innovativ, ist im Ergebnis aber ein kompletter Unsinn! Wenn ich mich nicht irre … eine „Ente“ für die Sommerzeit!

    Die Berichterstattung zum Thema finden Sie in folgenden Artikeln der „Neuen Osnabrücker Zeitung“:

    07.07.2018 – Neue Osnabrücker Zeitung – Kommunen fordern Rotlicht-App für Prostituierte

    07.07.2018 – Neue Osnabrücker Zeitung – Rotlicht-App löst das Problem nicht!

  • Frankfurter Erfolge beim Huren-Pass? – Positive Rückmeldungen der Sexworkerinnen?

    Frankfurter Erfolge beim Huren-Pass? – Positive Rückmeldungen der Sexworkerinnen?

    Frankfurter Erfolge beim Huren-Pass? - Positive Rückmeldungen der Sexworkerinnen?Frankfurter Erfolge beim Huren-Pass? – Positive Rückmeldungen der Sexworkerinnen?

    Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes in Frankfurt am Main – Eine amtliche Bilanz

    Gleich mehrere Medienberichte befassen sich aktuell mit der „Umsetzung des neuen Prostituiertenschutzgesetzes“ in Frankfurt am Main. Gesundheitsdezernent Stefan Majer und Sicherheitsdezernent Markus Frank als Vertreter der Stadt Frankfurt am Main zogen eine „positive Jahresbilanz“:

    Obwohl man in Frankfurt lange auf eine Umsetzungsverordnung des Landes wartete und diese auch anmahnte, konnten nach einem Bericht von „Frankfurt Live“ im abgelaufene ersten „Umsetzungsjahrs“ (1. Juli 2017 bis 1. Juli 2018) 1.620 Gesundheitsberatungen und 1.531 „Registrierungstermine“ für Sexworker(innen) durchgeführt werden. Nach  den Informationen der „Frankfurter Rundschau“ wurden damit etwa 2/3 der Frankfurter Sexarbeiterinnen erfasst.

    Beide Medien berichten von „positiven Rückmeldungen“ der Sexarbeiter(innen) und ich selbst habe bei Gesprächen in der Main-Metropole auch schon vernommen, dass Gesundheitsamt und Ordnungsamt in Frankfurt am Main einen freundlichen Umgang pflegen und mit großem personellen Aufwand tätig sind, ohne dabei übermäßig zu kontrollieren und zu reglementieren. Die Umsetzung erfolgt in stetiger Kooperation der Ämter und „im Fluss“! So sollte es sein! Eine gute Planung zahlt sich hier halt aus!

    Der Stadt Frankfurt war es wichtig, zunächst die „Huren-Ausweise“ in Umlauf zu bringen, was bei einem vorliegenden ständigen „Sexarbeiter(innen)-Wechsel“ nicht unproblematisch ist und natürlich eine „Dauerbaustelle“ bleiben wird! Parallel wurde aber auch bereits mit der Prüfung von eingereichten „Betriebskonzepten“ begonnen, wobei aber bislang noch keine Genehmigungen erteilt werden konnten, da es in Hessen leider noch keine gültige „Gebührenordnung“ gibt! Die Stadt Frankfurt ist also dem Land Hessen (wieder einmal) deutlich voraus und wartet nun auf die Verabschiedung einer Gebührensatzung, um bei den Genehmigungen zum letzten Schritt zu kommen! Es geht also „irgendwie“ und „irgendwann“ voran. Ganz sicher!

    Ein so „heißes Pflaster“ wie Frankfurt am Main mit seinem „Bahnhofsviertel“ bedarf der ständigen „Betreuung“ durch die amtlichen „Gewalten“, denn sonst würde hier schnell eine „Selbstverwaltung“ entstehen, die politisch nicht gewünscht sein kann!

    Die Presseberichte findet Ihr / finden Sie unter nachfolgenden Links:

    http://www.frankfurt-live.com/neues-prostituiertenschutzgesetz-erfolgreich-umgesetzt-104714.html

    http://www.fr.de/rhein-main/prostituiertenschutzgesetz-in-hessen-prostituierte-lassen-sich-fuer-hurenpass-registrieren-a-1540196

  • Prostitution 2018 – Runder Tisch Düsseldorf – Dienstag 31. Juli 2018

    Prostitution 2018 – Runder Tisch Düsseldorf – Dienstag 31. Juli 2018

    Prostitution 2018 - Runder Tisch Düsseldorf - Dienstag 31. Juli 2018Prostitution 2018 – Runder Tisch Düsseldorf – Dienstag 31. Juli 2018

    1. Treffen für Betreiberinnen / Betreiber und Sexworkerinnen / Sexworker in NRW

    Ich habe ja vor einem Monat von der geplanten bundesweiten Einrichtung sogenannter „Runder Tische“ berichtet, bei denen sich Betreiber(innen) von „Prostitutionsbetrieben“ und selbständige Sexworker(innen) zum gemeinschaftlichen unverbindlichen Gedankenaustausch treffen können. Dabei erachte ich es für sinnvoll dies zu „regionalisieren“, also auf die Ebene der Bundesländer herunter zu brechen, da die Handhabung ja bekanntlich Ländersache ist und es hier erhebliche Unterschiede im Umsetzungswillen und Umsetzungsverhalten gibt!

    Nordrhein-Westfalen ist zum einen das größte deutsche Bundesland und zum anderen sind hier die „amtlichen Maßnahmen“ bereits umfangreich angelaufen! Die frühe Vorbereitung der emsigen Westfalen war schon Mitte 2017 erkennbar und fast alle anderen Länder haben Formularwerk und Verwaltungsabläufe übernommen. Durch meine beraterliche Tätigkeit und meine besondere „regionale Verbundenheit“, habe ich tiefe Einblicke in die aktuelle Situation an Rhein und Ruhr und fast „Genehmigungen“, an denen ich aktiv mitgewirkt habe, stammen aus NRW.

    Daher organisiere ich den ersten Tisch nun auch in der Landeshauptstadt Düsseldorf, wo die „Taskforce“ des städtischen Ordnungsamtes als besonders gut geschult gilt und wo im Landesministerium viele Drähte zusammen laufen! Der 1. Runde Tisch soll am

    Dienstag, 31. Juli 2018, von 14 bis 18 Uhr als geschlossene Gesellschaft im

    Frankenheim Stammhaus, Wielandstr. 12-14, 40211 Düsseldorf

    http://www.frankenheim-ausschank.com/

    wobei sich die Veranstaltung durch den Verzehr von Speisen und Getränken finanzieren soll. Um miteinander ins Gespräch kommen zu  können, wird die Teilnehmerzahl begrenzt sein. Es handelt sich nicht um Seminar, sondern um einen offenen moderierten Gesprächskreis, wobei die Moderation von Christoph Rohr (Rotlicht-Akademie) und mir, Howard Chance (MH-Consulting)übernommen wird! Wir werden natürlich auch lokale Vertreterinnen und Vertreter von Sexworker-Verbänden einladen, die über „lokale Erfahrungen“ berichten können.

    Der Gedanke der „geschlossenen Gesellschaft“ ist uns dabei wichtig: Medienvertreter und „amtliche Spione“ sind natürlich nicht erwünscht, wenn durchaus brisante Themen besprochen werden! Daher wird der genaue Veranstaltungsort auch nur angemeldeten Teilnehmerinnen und Teilnehmern persönlich mitgeteilt! Wir hoffen, dass sich die „Runden Tische“ etablieren und damit die „Zukunft (im) Rotlicht“ neue Gedanken-Impulse bekommt!

    Anmeldungen zu „Runden Tisch NRW“ gerne frühzeitig per E-Mail oder aber über den „Gruppenkontakt“ bei Facebook.

    Ein weiterer „Runder Tisch“ wird momentan für August 2018 in Hannover geplant, wo uns zwei lokale Betreiber unterstützen! Der Termin ist aber heute noch nicht spruchreif!