Kategorie: Allgemeine Themen

Das neue Prostitutionsgesetz für 2017 – Allgemeine Themen: Das Gesetz und seine Auswirkungen auf die Erotikbranche – Termine – Fakten – News – Herausgeber: Howard Chance

  • Mal ehrlich? – Eine eilige Hatz durch den Wald ohne Tiefgang!

    Mal ehrlich? – Eine eilige Hatz durch den Wald ohne Tiefgang!


    Mal ehrlich? – Eine eilige Hatz durch den Wald ohne Tiefgang!

    SWR-Talkshow: „mal ehrlich … Sex gegen Geld: gehört das verboten?“

    Die Erotikbranche hatte dem gestrigen Abend entgegengefiebert: nach einer langen Zeit der medialen Abstinenz war das Thema „Prostitution in Deutschland“ wieder einmal Thema einer Live-Talkshow im öffentlich-rechtlichen Fernsehen. Der SWR hatte zu einem Bürgertalk in den Alten Schlachthof nach Mannheim geladen, wo Politikerinnen, Protagonistinnen und Protagonisten der Sexarbeits-Branche und weitere Expertinnen und Experten in einen einstündigen Dialog traten.

    Wirklich „Neues“ gab es in der Talkshow nicht zu entdecken, wir hatten es wieder mit einem wenig würzigen „Aufguss“ von alten Thesen und Meinungen der Prostitutionsgegner(innen) zu tun, die gleich mit einer ganzen Quadriga vertreten war: Sandra Norak, das allgegenwärtige und möglicherweise inszenierte Vorzeigeopfer; Leni Breymaier, die SPD-Bundestagsabgeordnete, die keiner kennen würde, wenn sie nicht den „Kampf gegen die Prostitution“ auf ihre Fahne geschrieben hätte; der Sitten-Polizist Kriminalhauptkommisar i.R. Manfred Paulus; der durch die Karpaten reitet und dort Zwangsprostituierte befragt und schlussendlich die „Wissenschaftlerin“ Julia Wege von einer Beratungsstelle des Diakonischen Werks, wo man Sexarbeiterinnen u.a. mit Ausstiegsangeboten auf den „guten Weg“ zurückbringen will.

    Auf der Gegenseite „Pro Prostitution“ die „Lobbyhure“ Salome Balthus aus Berlin, die neben ihrer persönlichen Sexarbeit auch publizistisch tätig ist, nicht dem gängigen „Prostituierten-Bild“ entspricht und die selbstbestimmte Sexarbeit deutlich befürwortet. Dazu John Heer, Immobilien-Unternehmer und Betreiber von Bordellbetrieben in Stuttgart mit dem Ansatz Bordellbetriebe im 21. Jahrhundert nach kaufmännischen Grundsetzen gesetzeskonform und „milieuuntypisch“ zu führen, neben der FPD-Bundestagsabgeordneten Judith Skudelny (FDP), die deutlich liberale Ansätze verfolgt, sich deutlich gegen ein Sexkaufverbot ausspricht und den Staat in der Verantwortung sieht das Erotik-Gewerbe zu kontrollieren und Missstände zu beheben.

    Zur insgesamt „bunten Mischung“ gesellten sich dann noch ein Opfer-Rechtsanwalt aus Baden-Württemberg und der Pfälzer Freier „Karl“, die Kurzstatements erbrachten, aber für die weitere Diskussion nicht zur Verfügung standen. 9 beteiligte Personen plus Moderator. 10 Beteiligte für gerade einmal 60 min Sendezeit! Die doppelte Anzahl von Personen wie bei den ähnlichen Formaten „Anne Will“, „Maischberger“ oder „Maybritt Illner“. Maximal 5 Minuten freie Redezeit pro Person, wenn man Anmoderation, Dialog und Rückfragen einmal abzieht!

    Was nun in den 60 min im „Schlachthof“ serviert wurde, erzeugte bei Zuschauer ein wildes Durcheinander im Kopf. Schon das Eröffnungs-Statement von Frau Balthus, die in der Diskussion um das „Nordische Modell“ abschließend deutliche nervös agierend „Huren-Hass“ witterte, wies in eine fragwürdige Richtung.

    Frau Norak , die auf ihrem Hocker stocksteif verharrte und mit geradezu autistischen Zügen eine sehr persönliche „Story“ erzählte, wirkte, als hätte sie vor der Sendung starke Beruhigungsmittel konsumiert. Ihre „Loverboy-Story“, die sie in den vergangenen Jahren in gleicher Form bereits auf vielen medialen Bühnen dargeboten hat, soll typisch für das Milieu sein, ist es aber nicht! Effekthascherei und Inszenierung, die sodann jegliche sachliche Diskussion verhinderte.

    So mussten die beteiligten Protagonisten zunächst zwangsläufig ihr Mitleid für Frau Norak bekunden, sich klar gegen Zwangsprostitution bekennen und damit rutschte die eigentlich gar nicht stattfindende Diskussion in den Bereich der Mythen ab, die von den versammelten Sexkauf-Gegnern geradezu mantrahaft wiederholt werden: das Prostituiertenschutzgesetz taugt nichts, die Fakten sind andere, alles ist sowieso kriminell! Man muss die Freier bestrafen! Das nordische Modell muss dringend herbei!

    Zahlen und Fakten zählen nicht, wenn man die Tränendrüse drückt und auch eine zur Sendung erstellte Umfrage von infratest-dimap, bei der sich 77 % der Befragten gegen ein Sexkaufverbot aussprachen, war nur Beiwerk zu einem hektischen Durcheinander, bei dem der Moderator seinen roten Faden nicht mehr fand. Ein Schlagabtausch, der nicht in die Tiefe gehen konnte, weil es an Zeit fehlte.

    Was John Heer mit Jürgen Rudloff gemein hat, war nicht zu erkennen und Frau Breymaiers Versuch den honorigen Stuttgarter Betreiber als „Rudloffs Talkshow-Nachfolger“ zu verunglimpfen, war allenfalls peinlich. Das es zuverlässige und bemühte Betreiber gibt, will Frau Breymaier einfach nicht in den Kopf. Das ihre „Sex-and-Crime-Stories“ ständig an der Realität vorbeigehen, begreift sie in diesem Leben sicher nicht mehr. Das würde ja das von ihr gelebte System stören und ihren „Marktwert“ senken. Sie übersieht ja auch, dass ihre eigene Partei am nordischen Modell kein großes Interesse zeigt, hat aber offensichtlich durch die gegen sie noch anhängigen Strafanträge die Strategie verändert.

    Auch die „Wissenschaft“ von Frau Wege ist verwegen: Salome Balthus wies zu recht darauf hin, dass Beratungsstellen für Prostitution nur von Sexarbeiterinnen mit Problemen aufgesucht werden und dass selbstbestimmte Ladies dort sicher nicht aufschlagen. Wenn man es nur mit Kranken zu tun hat, übersieht man die Gesunden; welches Ergebnis sollen Studien dann haben?

    Kommissar Paulus hat mit den Jahren signifikant an Biss verloren und muss in Bezug auf die Stuttgarter Verhältnisse der Vergangenheit sogar einräumen, dass das „Paradise“ eher die Ausnahme war und dass die „Stuttgarter Sitte“ mit den dortigen Betreibern, wie z.B. John Heer, keine Probleme hat. Stuttgart kontrolliert engmaschig und es sind die illegalen Betriebe und Manager, die Sorgen bereiten!

    Verschleppte Damen findet man in der Regel weder in Stuttgart noch sonstwo in Deutschland in offiziell genehmigten und geprüften Bordellbetrieben und die Behörden wären froh, wenn es nur diese geben würde. Die „Unsitten“ im Rotlicht-Gewerbe haben sich dadurch entwickelt, dass die Behörden nicht entschlossen gegen illegale Betreibungen und gegen den Graumarkt vorgehen.

    Man kontrolliert die offiziellen Häuser und duldet oder toleriert gleichzeitig den entstandenen Wildwuchs. Das ist so, als wenn man bei einer Verkehrskontrolle nur die kontrolliert, die garantiert keinen Alkohol getrunken haben, während man die Volltrunkenen vorbeiwinkt!

    Dass auch „Freier Karl“ noch „merkwürdig“ zu Wort kommt, entspricht dem chaotischen Konzept der Sendung. Auch er hat bei seinen Bordellbesuchen schon mal Damen gesehen, denen es nicht so gut geht und die vielleicht einen bösen Zuhälter haben? Vielleicht aber auch nicht? Gefasel der Extraklasse und genauso gewinnbringend wie der Opferanwalt, der staatstragend eine Horror-Geschichte aus dem „Paradise-Prozess“ beisteuert und dann sofort wieder vom Monitor verschwindet.

    Wer will die Schilderungen von „glücklichen Huren“ wie Frau Balthus hören? Ich mache meinen Job und sowohl ich wie auch meine Kunden haben Freude daran? Das klingt nicht dramatisch, es fehlt an Gewalt, es geht nicht um Leben und Tod! Sex and crime bei 0%! Sex und erst recht der gewerbliche muss möglichst schmutzig sein!

    Wenn der Staat seine Pflichten nach dem Prostituiertenschutzgesetz und dem Gesetz gegen Menschenhandel ernst nehmen würde, wäre das nordische Modell kein Thema. Man muss da hinschauen, wo es brennt und nicht dort, wo alles in Ordnung ist. Die Prostitutionsgegner sehen den Feind an der falschen Stelle. Ordentlich arbeitende Bordellbetreiber(innen) und dabei dürfte es sich um die überwältigende Mehrheit handeln, sorgen nämlich primär für Sicherheit und „Überprüfbarkeit“, während der Graumarkt sich bewusst jeder Kontrolle entzieht.

    Neben „Corona“ hat das Prostitutionsgewerbe einen zweiten „Kriegsschauplatz“ und muss sich mehr denn je positionieren: gegen Menschenhandel, für eine saubere Sexarbeit und für klare geordnete Verhältnisse.

    Die „mal-ehrlich-Show“ erwies sich rückblickend als „Format ohne Format“ und hatte für die Öffentlichkeit und für die Fachwelt leider keinen Nährwert! Eine sinnvolle „Verwertung der Aufzeichnung“ erscheint sogar als fragwürdig, da damit weder das eine noch das andere Ziel erreicht werden kann.

    Howard Chance

    https://zukunft-rotlicht.info

  • Newsletter – 07. Mai 2021 – Termine, Themen und News

    Newsletter – 07. Mai 2021 – Termine, Themen und News

    Newsletter - 04. Mai 2021 - Termine, Themen und NewsNewsletter – 07. Mai 2021 – Termine, Themen und News

    Thema – SWR-Talkshow „mal ehrlich“ am Mittwoch, dem 5. Mai 2021 Thema „Sex gegen Geld: gehört das verboten?“ – Eine Hatz durch den Wald!

    Es war chaotisch, was da am Mittwoch über die Mattscheibe flimmerte: 10 Protagonisten für gerade mal eine Stunde Sendezeit. Man hatte sich von der Talkshow viel versprochen, aber das Ergebnis war dann sehr ernüchternd. Meine persönliche Meinung habe ich in einen Artikel gefasst:

    https://zukunft-rotlicht.info/2021/05/07/mal-ehrlich-eine-eilige-hatz-durch-den-wald-ohne-tiefgang/


    Thema – Prostitution 2021 – May Day – Eine Corona-Hochrechnung

    Wie entwickeln sich die Infektionszahlen? Welche Trends sind erkennbar? Ich habe mich am ersten Mai-Wochenende mit diesen Fragen beschäftigt und festgestellt, dass sich die Tendenz langsam aber sicher verändert: die Impfzahlen haben deutlich zugenommen, die Zahl der Neuinfektionen sinkt. Wenn alles gut geht, werden wir die Werte von über 100 wohl Ende des Monats hinter uns lassen und dann besteht die Hoffnung, dass Lockerungen und Öffnungen dauerhaften Charakter haben werden. Meine Gedanken dazu unter:

    https://zukunft-rotlicht.info/2021/05/01/prostitution-2021-may-day-eine-corona-hochrechnung/


    Thema – Prostitution 2021 – Das Aktionsprogramm – Mai/Juni

    Das für Pfingsten vorgesehene Gruppen-Live-Treffen in Düsseldorf kann aus den bekannten Gründen (Kontaktbeschränkungen und geschlossen Gastronomie) leider nicht stattfinden. Daher plane ich jetzt für den 22. Mai 2021 nun eine virtuelle „Online-Konferenz“, wo wir unsere Ansätze nochmals sammeln und präsentieren und auch an die Politik mit einbeziehen. Zuvor, wahrscheinlich schon in der nächsten Woche, sollen „Offene Briefe“ im Rahmen einer Aktion versendet werden. Textbausteine werden hierfür gerade vorbereitet. Infos zum Projekt:

    https://zukunft-rotlicht.info/2021/05/03/prostitution-2021-das-aktionsprogramm-mai-juni/


    Thema – Prostitution 2021 – Thesenpapier – Wo liegt die Zukunft der Prostitution?

    Ich arbeite seit einigen Wochen an einem Thesenpapier zur Zukunft der Prostitution. Durch Corona hat sich die Situation in einer sehr merkwürdigen Art und Weise verändert: illegale Arbeit wird geduldet, legale Arbeit wird konsequent verhindert. Der Infektionsschutz fällt aus, das Risiko wird sogar erhöht, wenn man geeignete Betriebe schließt und dem Graumarkt gleichzeitig den Boden ebnet. Die Politik schaut weg und die Verwaltungen argumentieren mit Überlastung oder fehlender Rechtsgrundlagen. Merkwürdig! Infektionsschutz, der in unserem Bereich nicht stattfindet, korrespondiert mit Moralin und es wird von einigen versucht ein Sexkaufverbot mit dem Argument „Corona“ zu realisieren.

    https://zukunft-rotlicht.info/2021/04/29/prostitution-2021-nichts-ist-so-bestaendig-wie-der-wandel/


    Einige Worte in eigener Sache:

    Auch wenn ich inhaltlich und ideell großen Eifer verspüre, so haben sich die persönlichen Umstände in den vergangenen Wochen bei mir stark verändert. Erst ein unerfreuliches gesundheitliches Ereignis, das zum Glück keine Nachwirkungen hatte, nun durch diverse Zahlungsausfälle der jüngeren Vergangenheit auch temporäre finanzielle Sorgen, denen ich mit einem neuerlichen Unterstützungs-Aufruf begegne:

    https://zukunft-rotlicht.info/2021/05/04/prostitution-2021-howards-private-corona-anleihe/

    Neben der Anleihe-Seite gibt es auch den bekannten Donation-Link https://www.paypal.com/donate/?hosted_button_id=94LDDBFKNPV8N und die ebenfalls bekannte IBAN-Verbindung Marcus Heinbach – Postbank – IBAN: DE46 1001 0010 0487 5641 13 (Verwendungszweck IG Zukunft Rotlicht). Die Firma dankt und der Herausgeber der News ebenfalls.

    Herzliche Grüße von

    Howard Chance / Marcus Heinbach / MH-Consulting

    https://zukunft-rotlicht.info

  • Prostitution 2021 – Das Aktionsprogramm – Mai/Juni

    Prostitution 2021 – Das Aktionsprogramm – Mai/Juni

    Prostitution 2021 - Das Aktionsprogramm - Mai/JuniProstitution 2021 – Das Aktionsprogramm – Mai/Juni

    Aktiv werden: es gibt nichts Gutes, außer man tut es!

    Im aktuellen Zoom-Meeting unserer Aktionsgemeinschaft Zukunft Rotlicht – Die Betreibergruppe – haben wir am vergangenen Freitag intensiv darüber diskutiert, welche Aktionen momentan und zukünftig sinnvoll erscheinen. Sinnvoll ist vornehmlich, was unserer Branche nützt, was die gegenwärtige Position verbessert und was Öffnungen der Betriebe in nicht allzu ferner Zukunft ermöglicht oder unterstützt.

    Leider sind die Betreiberinnen und Betreiber ja gerade in einem staatlich verordneten Dornröschen-Schlaf und auch die persönliche Sexarbeit ist nur mit Improvisation und diversen Risiken möglich. Die Politik sieht nur in sehr wenigen Einzelfällen Handlungsbedarf und zieht es vor zum Thema „Prostitution unter Corona“ mit Ignoranz zu schweigen. Nachfolgend stelle ich einige Gedanken und Ideen vor, die in der Gruppe aufkamen und nun in den kommenden Wochen weiter diskutiert werden:

    Aktion „Offener Brief“ – Schreiben an Städte, Verwaltungen, Politik

    Es ist wichtig immer wieder auf die Situation unserer Betriebe und auf die gefährdete Situation der Sexarbeiterinnen hinzuweisen, um Gehör zu finden. „Arbeiten in einem sicheren Umfeld ist deutlich sicherer, als ungeschützte Arbeit in Graubereichen“, lautet eine wichtige These. Der Hinweis, dass es „um Corona-Schutz und nicht um Moral geht“, darf auch nicht vergessen werden. Die „Duldung von Wildwuchs und illegalen Aktivitäten“ schützt weder die Bevölkerung noch Sexarbeiterinnen oder deren Kunden! Wegschauen erhöht das Risiko für „alle Parteien“! Bordellbetriebe haben Hygienekonzepte entwickelt und können diese umsetzen! Betreiber sind kooperativ und suchen den Dialog zu Ordnungs- und Gesundheitsämtern! Let´s talk together!

    Ich werde in dieser Woche ausfüllbare Briefvorlagen in Word und HTML entwickeln und zur Verfügung stellen, die Betreiberinnen und Betreiber und Sexarbeiterinnen individuell anpassen und per Brief, Fax oder Mail an die Ansprechpartner vor Ort senden können. Ziel dieser Aktion, die von Stephanie Klee und Nadine Maletzki angedacht wurde, soll es sein bundesweit ein Zeichen zu setzen. Adressaten unserer Botschaft sollen die Ordnungsämter, die Gesundheitsämter und die Politiker auf Bundes-, Landes-, Kreis- und Ortsebene sein. Wenn jedes Mitglied der Betreibergruppe nur 5 Messages verschickt, erreichen wir schon mehr als 3.000 Adressaten.

    Wir befinden uns gerade an einem „Wendepunkt“: die Zahlen (siehe meine Hochrechnung vom vergangenen Wochenende) sinken bundesweit, die Impfungen greifen mehr und mehr und ich bin recht zuversichtlich, dass wir Ende des Monats wieder erträgliche Werte haben, die Lockerungen, hoffentlich auch in unserer Branche ermöglichen werden. Verfrüht eine sofortige Öffnung zu fordern, wäre zu kühn, aber sobald es „körpernah“ wieder voran geht, sollten unsere Stimmen zu vernehmen sein. Vielleicht gelingt es uns sogar, ohne „Klagen“ hier und dort unsere Ziele zu erreichen?

    Sollten wir in den kommenden Wochen und Monaten wieder „vergessen“ werden und sich damit die gewohnte „Ungleichbehandlung“ fortsetzen, sind auch wieder Demonstrationen und Kundgebungen denkbar, wo wir uns dann mit anderen betroffenen Gruppen solidarisieren sollten. Unter den noch hohen Zahlen wollen wir dies einstweilen noch vermeiden.

    Virtuell ist auch einiges möglich und ich denke hier beispielweise an einen

    „Online-Aktions-Tag Prostitution“ über Facebook und Zoom
    am Samstag, 22. Mai 2021, 11 bis 18 Uhr

    Zu diesem Termin können wir auch Politikerinnen und Politiker einladen.  Bis Pfingsten ist noch 3 Wochen hin und an Pfingsten wird ja bekanntlich „der Heilige Geist“ ausgeschüttet! Schütten wir mit?

    Eine schöne Woche wünscht derweil

    Ihr / Euer Howard Chance

    https://zukunft-rotlicht.info


    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

  • Prostitution 2021 – May Day – Eine Corona-Hochrechnung

    Prostitution 2021 – May Day – Eine Corona-Hochrechnung

    Prostitution 2021 - May Day - Eine Corona-HochrechnungProstitution 2021 – May Day – Eine Corona-Hochrechnung

    Wie einst im Mai? – Erstmal aus und vorbei!

    In früheren Zeiten nicht allzu fernen Zeiten stimmte die engagierte Arbeiterschaft zum 1. Mai alljährlich „Völker, hört die Signale“ an, rief damit „zum letzten Gefecht“ auf und verlangte damit eine möglichst gerechte Verteilung von erarbeitetem Wirtschaftsertrag. Friede den Hütten, Krieg den Palästen. Sozialistisches und soziales Gedankengut, das such unsere Marktwirtschaft prägte, im allgemeinen Wohlstand aber mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt wurde. Auch ohne Corona sind die Aufmärsche und Kundgebungen zum 1. Mai, dem Tag der Arbeit, schon seit Jahrzehnten rückläufig und haben zunehmend nostalgischen Wert.

    Die unter dem Motto „Mach Dich frei, zum Tanz in den Mai“ durchgeführten „Wonne-Monat-Veranstaltungen“ fallen in diesem Jahr aus. Der Maibaum bleibt weiter unbetanzt, da es ja Versammlungsverbote gibt und Volksfeste selbst im kleineren Rahmen nicht durchgeführt werden können. Der frustrierte Mai-Feierer sitzt also in 2021 mit seiner Bowle oder dem Maibock-Bier diesmal einsam oder maximal mit 3 Personen aus 2 Haushalten in der heimischen Kemenate und sucht in der alkoholischen Gärung das Heil oder die Zerstreuung. Zu allem Überfluss fällt der Feiertag in diesem Jahr auch noch auf einen Samstag und ein sonst so beliebter Brückentag entfaltet keine Wirkung.

    Viele Menschen in unserem Land haben durch notwendige Kurzarbeit oder vorliegende „Arbeitsverbote“ ohnehin zu viel frei und so reicht sich der Tag der Arbeit nun in den Kanon der Feste eine, bei denen es nichts zu feiern gibt! Selbst das zynisch formulierte „Hurra, wir leben noch!“ taugt wenig und wird der Situation nicht gerecht. Der Blick zum grauen Himmel komplettiert das triste Ensemble. Ist einfach so. Basta!

    Corona-Situation und Prognose zum Stichtag 1. Mai

    Wir befinden uns, was die Corona-Lage anbelangt, momentan immer noch in einer sehr angespannten Situation: die berüchtigten Inzidenz-Werte verharrten zuletzt auf einem zu hohen Plateau, befinden sich jetzt aber im Absinken. Aktueller Wert um die 150 im Bundesdurchschnitt. Der R-Wert liegt seit Tagen unter 1 und die Kurve flacht somit ab. Stand heute wurden in Deutschland um die 29.000.000 Impfungen durchgeführt; ein Viertel unserer deutschen Bevölkerung hat mindestens die Erstimpfung erhalten und an einem Tag in dieser Woche wurden sogar 1.000.000 Impfungen realisiert.

    Wenn die Werte linear absinken und gleichzeitig das Impftempo beibehalten wird, wird der Grenzwert der „Bundes-Notbremse“ von 100 in wenigen Wochen sogar im Bundesschnitt unterschritten werden können. Momentan sind schon Schleswig-Holstein (61,5) und Hamburg (89,9) deutlich unter der 100-er-Marke und Niedersachen mit 101,8 auch kurz vor der Schwelle.

    Die bekannte Physikerin Viola Priesemann hat die Prognose „gewagt“, dass ein Wert von unter 50 „in den nächsten Wochen“ durch den Impffortschritt erreichbar sei und auch andere Experten, die im Bundestag angehört wurden, äußerten sich optimistisch, wie einem aktuellen Artikel von N-TV zu entnehmen ist.

    Zwar haben uns im vergangenen halben Jahr immer wieder „neue Mutanten“, Impfausfälle und ähnliches „ereilt“, doch vielleicht erfüllen sich die Prognosen nun einmal etwas „zuverlässiger“?

    Unsere Prostitutionsbranche wird von den sinkenden Werten und den damit verbundenen Lockerungen zwar nicht direkt profitieren, aber die zumindest „artverwandten körpernahen Dienstleistungen“ (zu denen auch die „Wellness-Massagen“ gehören) sollten ab Anfang Juni 2021 in den meisten Regionen des Landes (mit Auflagen) wieder möglich sein.

    Dann wird sicher irgendwann der Zeitpunkt kommen, wo es wieder um „Gleichbehandlung“ gehen wird und, wenn die Politik wie gewohnt blockiert, erneut die „Stunde der Juristen“ kommen wird, um Öffnungen zu erreichen.

    Wann wird das sein? Reden wir von Juni, Juli oder August? Dies wird sich in den kommenden Wochen zeigen, wenn man mathematische Tendenzen erkennen und berechnen kann. Wir brauchen noch ein wenig Geduld und Hoffnung. Die Entwicklungen sind gar nicht so schlecht, wie sie oft geredet werden. Das Land ist noch außer Rand und Band, aber ein wenig Besserung ist durchaus in Sicht.

    Bleiben wir tapfer und hoffen wir heute, am 1. Mai 2021, auf bessere Zeiten!

    Einen „schönen“ Mai wünscht der im Wonnemonat geborene

    Howard Chance

    https://zukunft-rotlicht.info



    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

  • Prostitution 2021 – Der Mai ist gekommen – Ausblick auf Termine

    Prostitution 2021 – Der Mai ist gekommen – Ausblick auf Termine

    Prostitution 2021 – Der Mai ist gekommen – Ausblick auf Termine

    Nachfolgend meine Hinweise auf aktuell anstehende Termine für die erste Maiwoche 2021 – Kurz notiert


    Freitag, 30.04.2021

    Zoom-Konferenz „Zukunft Rotlicht“ ab 20.30 Uhr

    Wir diskutieren die aktuellen Themen der Woche in der gewohnten kollegialen Runde, aber wegen technischer Veränderungen unter folgendem neuem Link:
    https://zoom.us/j/92903084994?pwd=b0lrOCtlSDBTeTQ4bUhaemNzNURPdz09

    Meeting-ID: 929 0308 4994 – Kenncode: 008048


    Freitag, 30.04.2021

    SWR-Nachtcafé ab 22.00 Uhr

    Die Kollegin Daria Oniér aus Stuttgart zu Gast in der SWR-Talkshow im TV

    https://www.swrfernsehen.de/nachtcafe/nc248-jugendsuenden-was-hab-ich-nur-getan-100.html


    Mittwoch, 05.05.2021

    SWR-Mal ehrlich ab 22 Uhr

    Schon einmal vormerken: Ein sicher spannender Talk u.a. mit John Heer und Leni Breymaier im SWR-Fernsehen.

    https://www.swrfernsehen.de/mal-ehrlich/sex-gegen-geld-gehoert-das-verboten-104.html

    Parallel zur Sendung starten wir einen Live-Chat über Facebook. Infos dazu in den kommenden Tagen.


    Donnerstag, 06.05.2021

    Pressekonferenz Martyra Peng –  11 Uhr live

    „Sexwork 3.0 – und wie wir Zwangsprostitution verhindern“

    Martyra Peng stellt ihr neues Buch vor, das ab 1. Mai im Handel sein wird. Moderation der Presse-Konferenz: Howard Chance

    Link-Info folgt noch …


    Freitag, 07.05.2021

    Zoom-Konferenz „Zukunft Rotlicht“ ab 20.30 Uhr

    Wir diskutieren die aktuellen Themen der Woche in der gewohnten kollegialen Runde, aber wegen technischer Veränderungen unter folgendem neuem Link:
    https://zoom.us/j/92903084994?pwd=b0lrOCtlSDBTeTQ4bUhaemNzNURPdz09

    Meeting-ID: 929 0308 4994 – Kenncode: 008048


     

    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

     

  • Prostitution 2021 – Thesenpapier – Wo liegt die Zukunft der Prostitution?

    Prostitution 2021 – Thesenpapier – Wo liegt die Zukunft der Prostitution?

    Prostitution 2021 - Thesenpapier - Wo liegt die Zukunft der Prostitution?Prostitution 2021 – Thesenpapier – Wo liegt die Zukunft der Prostitution?

    „Wenn der Wind der Veränderung bläst, bauen einige Menschen Mauern und andere bauen Windmühlen.“

    Die Prostitution und deren Ausübung befindet sich „unter Corona“ stark im Wandel; die Betreibung von Prostitutionsstätten ist bundesweit seit Anfang November 2020 untersagt. Unter dem neuen „4. Bevölkerungsschutzgesetz“, dass seit vergangener Woche bundesweit gilt, wurden neue Fakten geschaffen, die die Ausübung des Gewerbes bei den gegenwärtigen Inzidenzen von über 100 massiv behindern und die es Ordnungsbehörden ermöglichen drastische Maßnahmen zu ergreifen, wenn man jetzt „körpernah“ tätig wird.

    Prostitutionsstätten sind geschlossen! – Prostitution findet dennoch bundesweit statt!

    Zur Ausübung der Prostitution benötigt man in den meisten Fällen Räume, die sich in der Regel in sogenannten „Prostitutionsstätten“ befinden, also in geschützten und konzessionierten Betrieben, die über eine Erlaubnis nach dem ProstSchG verfügen, verbindliche Hygienestandards bieten und ständiger behördlicher Kontrolle unterliegen. Die anwesenden Dienstleisterinnen werden dokumentiert, ihre Arbeitserlaubnis (der „Hurenpass“) wird überprüft. Regulierte Verhältnisse, die gerade auch „unter Corona“ Vorteile gegenüber „grauem Handeln“ beinhalten.

    Sexualität ist ein menschliches Grundbedürfnis und die Nachfrage war und ist auch in der Pandemie vorhanden, vielleicht etwas weniger ausgeprägt als zu normalen Zeiten, aber durchaus intensiv genug, um auf der Seite der Kunden den Trieb auch im gewerblichen Bereich ausleben zu wollen. Einige „Angsthasen“ sind vermutlich erotisch vorübergehend „in Rente“ gegangen, doch die überzeugten „Fick-Sportler“ kann man nicht bremsen und man musste kein Prophet sein, um festzustellen, was daraus resultiert:

    Sexarbeiterinnen und Kunden passen sich den Verhältnissen an

    Viele Sexarbeiterinnen pflegen ihre Stammkunden und man steht über Telefon, WhatsApp und Mail im stetigen Kontakt. Wenn der Bordellbetrieb nun geschlossen ist, ist man dennoch in der Lage zu kommunizieren und Termine außerhalb des Betriebs zu organisieren. Man besucht den Kunden, man mietet ein AirBnB-Appartement oder trifft sich an sonstigen ungewöhnlichen Orten, um den bezahlten Akt zu vollziehen. Im Bereich der Wohnungsprostitution gibt es vielfältige Möglichkeiten, da die Zugriffsmöglichkeiten der Ordnungsbehörden hier sehr eingeschränkt sind und eine gewisse „Duldung“ eher der Normalzustand war.

    Da man die Sexarbeitenden nicht mit Überbrückungshilfen und ähnlichem unterstützt und Hartz-4 in den überwiegenden Fällen nicht zum gewohnten Lebenswandel passt, ist das „Weiterarbeiten“ für viele Anbieterinnen einfach notwendig. Man tut es wohl mit einem mulmigen Gefühl, man hat aber vermeintlich keine andere Wahl. Moralisch bewerten wollen wir dies nicht. Festzustellen bleibt jedoch, dass Prostitution auch ohne offizielle Betriebe und ohne offizielle Vermittlung stetig stattfindet und damit die gesamte Branche bereits stark verändert hat.

    Eine Branche im Wandel – Welche Auswirkungen sind möglich?

    Durch Corona hat sich die Sexarbeit in den „privaten“ Bereich verlagert. Von den diskret vereinbarten Treffs bis hin zur plakativen unerlaubten Straßenprostitution in Brennpunkten reicht die Bandbreite der Möglichkeiten. Der Reiz des Verbotenen spielt ein Rolle; das geringe Risiko der Entdeckung tut ein Übriges. Man kann ein Stück weit von der „Emanzipierung“ vieler Sexarbeiterinnen sprechen. Diese entstand durch die Notwendigkeit des Geldverdienens und wenn man geschäftstüchtig und innovativ ist, kann man gerade unter Corona gutes Geld verdienen. Wenn das Angebot geringer wird, die Nachfrage aber etwa gleich hoch bleibt, steigen in der Marktwirtschaft die Preise. Ein angenehmer Nebeneffekt der „privaten Arbeit“ ist auch die temporäre „Steuerfreiheit“, die dadurch begünstigt wird, dass die Arbeitsaufzeichnung in den dazu verpflichteten Betrieben nicht stattfindet.

    Ähnlich wie beim boomenden Online-Direkt-Handel, fällt der „Zwischenhandel“ im Bereich der Prostitution (momentan) aus. Bordelle ziehen in normalen Zeiten automatisch Kunden an. Selbst wenn man keine individuelle Werbung schaltet, kann man auf Lauf- und Stammkundschaft hoffen, gegenwärtig ist aber die „Direktvermarktung“ Pflicht, wenn man seine Taler verdienen will. Das Bordell fällt ähnlich wie der „Einzelhandel“ gerade aus und man muss sich als Betreiberin oder Betreiber die Frage stellen, wie es nach der Pandemie weiter gehen wird.

    Kommen die früheren Mieterinnen nach Corona zurück oder haben diese bereits neue Betätigungs-Möglichkeiten aufgetan? – Ist das Geschäftsmodell nach Corona noch tauglich oder muss man sich neu aufstellen? – Wie hoch ist die Ausstiegquote? – Bleibt Deutschland zahlenmäßig „das Bordell Europas“?

    Alle diese Fragen kann man an dieser Stelle noch nicht schlüssig beantworten. Vieles wird sich vermutlich wieder „halbwegs einspielen“, wobei sich aber die Frage stellt, auf welchem betriebswirtschaftlichen Niveau. Vom unbeschwerten Arbeiten ist man momentan jedenfalls kilometerweit entfernt. Betreiberinnen und Betreiber werden mit „Überbrückungshilfen“ beruhigt, haben aber trotzdem bisweilen Existenzängste, da die Zukunft der Rotlicht-Betriebe unsicher erscheint.

    Nach neuesten Prognosen von Experten, wird Deutschland im Juli / August 2021 durch die jetzt zügiger laufenden Impfungen eine Herdenimmunität entwickeln und man rechnet bereits in den kommenden 4 Wochen mit einem spürbaren Absinken der Neuinfektionen. Ende Mai erscheint eine dauerhafte Inzidenz von unter 100 als realistisch und dann bleibt abzuwarten, wann und mit welchen Auflagen die erotischen Betriebe wieder öffnen dürfen.

    Wird Prostitution in den dafür vorgesehenen Betrieben mit einer vereinfachten Test-Strategie wieder möglich sein? – Ist die Vorlage eines Impfnachweises hilfreich oder macht man der Branche weiter das Leben schwer? – Wie verhalten sich die Landesregierungen?

    Klagen, die im vergangenen Jahr Erfolge brachten, sind momentan (noch) nicht angebracht. Sollte es im Rahmen der Öffnungen aber zu „Ungleichbehandlungen“ kommen, sind die Juristen wieder gefragt. Aktuell muss die politische Arbeit intensiviert werden, wobei Sexarbeiterinnen und Betreiber, trotz teil unterschiedlicher Interessen, an einem Strang ziehen sollten.

    BSD e.V., BesD e.V., aber auch neue Zusammenschlüsse und nicht zuletzt unsere Interessengemeinschaft Zukunft Rotlicht, sollten hier die Interessen bündeln und den stetigen Dialog nach innen und außen führen. Die Grundsteine hierfür sind gelegt und ich hoffe, dass wir auf diesem Fundament „unser Haus“ im Mai weiter ausbauen. Lasst uns Allianzen schmieden und gemeinsam am Ball bleiben!

    Ich arbeite in diesen Tagen an einem Thesenpapier, dass sich mit dem Thema weiter befassen wird und freue mich dann auf einen zielführenden Dialog!

    Ihr / Euer

    Howard Chance

    https://zukunft-rotlicht.info


    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

  • Prostitution 2021 – News by Howard Chance – 25.04.2021

    Prostitution 2021 – News by Howard Chance – 25.04.2021

    Prostitution 2021 - News by Howard Chance - 25.04.2021Prostitution 2021 – News by Howard Chance – 25.04.2021

    Allgemeine Situationsbeschreibung / Die Lage der Republik

    Seit dem gestrigen Samstag, 24.04.2021, haben wir die von der Bundesregierung verordnete „Bundesnotbremse“ als „4. Bevölkerungsschutzgesetz“ und die Kritik an den darin enthaltenen Vorschriften ist massiv! Ausgangsbeschränkungen fern jeder gelebten Realität, theoretische Erwägungen, die der Praxis vermutlich nicht standhalten und bereits über 20 Eilanträge beim Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, wo die Einschränkung von Grundrechten nun auf dem Prüfstand steht.

    Per „Bundesdekret“ will man nun durchsetzen, was die Bundesländer mit Landesverordnungen längst hätten umsetzen können, aber seit Wochen nicht umsetzen wollten? Die nun vorgenommene Gesetzesänderung entlastet die Verwaltungs- und Oberverwaltungsgerichte der Länder, da sich Zuständigkeiten verändern. Man kann vor den Landesgerichten nämlich nur noch sehr eingeschränkt klagen, da man ein Bundesgesetz und dessen Vorschriften auf Landesebene schwerlich angreifen kann! Die Bundesländer können nun den „schwarzen Peter“ an den Bund abgeben und dies entlastet natürlich ungemein; Landesgerichte können die Zuständigkeit verneinen; das Bundesverfassungsgericht wird mit diversen Eilanträgen stark belastet werden.

    „Schutz“ mit fragwürdigen Methoden

    Der Gesetzgeber will mit dem „4. Bevölkerungsschutzgesetz“ die „Regierbarkeit des Landes“ sichern und greift dabei zu Methoden, die man eher im kommunistischen Osten vermutet. Man agiert wie in China oder Russland, wo totalitär angeordnet wird und setzt die Bürgerrechte halt außer Kraft, zumindest temporär. So nimmt man die Bürger natürlich nicht mit, sondern erzeugt einen breiten Protest, den man sich dann aber „verbittet“. Das Vertrauen in die Politik wird mehr und mehr zerstört und man fühlt sich nicht mehr wohl im Land der Dichter und Denker. So geht es mir gerade jedenfalls.

    Statt „Solidarität“ in der Pandemie-Bekämpfung forciert man den „Ordnungsstaat“ und hofft darauf, dass es die kontrollierenden Behörden richten. Bußgelder gegen Uneinsichtigkeit, während es im Untergrund gärt und viele Bürgerinnen und Bürger längst im Status des zivilen Ungehorsams angelangt sind. Die Masken hängen irgendwie im Gesicht, aber spätestens im öffentlichen Nahverkehr wird sichtbar, wie lapidar Abstände und ordnungsgemäßer Sitz des Mund-Nasen-Schutzes gehandhabt werden. Restaurants öffnen heimlich über die Hintertür und ethnische Versammlungen in dunklen Kellern sind ebenso normal wie Haus-Besuche der Erotik-Anbieterinnen. Was solls?

    Die Bundeskanzlerin sitzt in ihrem hohen Turm und hat ja nichts mehr zu verlieren! Sie ist bereits im Abschiedsmodus und interessiert sich noch nicht einmal mehr dafür, wer ihre politische Nachfolge antreten soll. Sie stimmte in der vergangenen Woche nicht für Armin Laschet als Kanzlerkandidat der CDU, sondern enthielt sich gänzlich. Auch Markus Söder, der Merkel vor Jahren brüskierte, ist nicht ihr Kronprinz und so bekommen andere politische Kräfte jetzt merklichen Aufwind. Man spricht bereits von einer grünen Kanzlerin und auch die SPD macht mit dem blassen Olaf Scholz wieder Punkte gut.

    Bundesnotbremse kommt in den Regionen, wo die Inzidenz über 100 liegt, einem temporären Sexverkaufs- und Sexkaufverbot gleich

    Über Monate haben wir uns mit dem unlogischen „Infektionsschutz“ bezogen auf Prostitution beschäftigt: die offiziellen Betriebe sind geschlossen, aber im Graubereich ging es „überall“ weiter zur Sache. An legalen Betrieben fährt das Ordnungsamt täglich vorbei und schaut, ob die Lichter wirklich aus sind. Stehen Damen im Sperrbezirk „auf der Gasse“, so toleriert man das oder argumentiert mit „Überlastung“. Dass sich da den konzessionierten Betreiberinnen und Betreibern die Fußnägel wellen, ist kein Wunder! Diese Bigotterie ist unerträglich und man kann einfach keinen entspannten Blick entwickeln. Gleiches Recht und gleiche Pflicht für alle? Fehlanzeige! Je länger diese Zustände anhalten, desto schwieriger wird es werden irgendwann wieder „normale Zustände“ zu erhalten.

    Sagen wir es offen: wer gewerblich ficken will und eine gewisse Intelligenz besitzt, der sollte auch unter Corona „Ersatz“ gefunden haben. Wer eine „Stamm-Dame“ hatte oder hat, der wurde vermutlich die ganze Zeit über irgendwie „bedient“, ohne dafür in offizielle Betriebe gehen zu müssen. Haus- und Hotelbesuche sind seit Beginn der Krise explodiert und der Lehrsatz „wo ein Wille ist, da ist auch ein Gebüsch“ dürfte fortwährend gelten. Vermutlich ist die Anzahl der Besuche deutlich zurückgegangen, die Anzahl der Anbieterinnen wird auch abgenommen haben, doch das „Sexgeschäft“ als solches findet nach wie vor statt. Neben den Damen, denen die „Selbstvermarktung“ nicht gegeben ist und die teilweise auch am Hungertuch nagen, gibt es auch Profiteure, die ihre Umsätze unter Corona steigern konnten.

    Im Ergebnis wird es der Staat unter Corona geschafft haben, die offizielle Branche deutlich zu schwächen und ihr eine gewisse Bedeutungslosigkeit zu implizieren. Diesen und weitere Gedanken, werde ich Ende dieser Woche in einem „Thesenpapier“ veröffentlichen, das sich mit dem Thema „Prostitution vor, während und nach Corona“ befassen wird. Die Branche hat sich bereits vor Corona stark verändert, während Corona wurden Schwächen sichtbar und für die Zukunft der Bordellbranche gilt es die Weichen völlig neu zu stellen. Das Geld wird deutlich schwerer zu verdienen sein und eine Neuausrichtung ist dabei aus meiner Sicht unvermeidlich.

    Was die Perspektive der Sexarbeitenden anbelangt, verweise ich schon heute auf eine Buch-Neuerscheinung zum 1. Mai, die den Titel „Sexwork 3.0 – und wie wir Zwangsprostitution verhindern“ trägt und von Matyra Peng (einer uns wohlbekannten Autorin) bei BoD unter der ISBN 9783753480305 bestellbar sein wird. Hierzu im nächsten Newsletter auch weitere Informationen. Am Freitag werde ich in der Zoom-Konferenz dazu berichten.

    Einige Worte in eigener Sache

    Mitte der Woche hatte ich einen medizinischen Zwischenfall, der mir eine Fahrt im Rettungswagen bescherte. Ich fiel in der Wohnung schlagartig um und krampfte einige Minuten. Im Krankenhaus war ich dann aber schnell wieder bei mir und die eingeleiteten Untersuchungen waren ergebnislos. CT OK, Blutwerte auch im Rahmen, lediglich ein erhöhter Zuckerwert, den ich aber schnell wieder in den Griff bekam. Eine Nacht zur Beobachtung im Krankenhaus, jetzt aber wieder im Lot und zum Glück absolut arbeitsfähig. So müssen sich alle aktuell betreuten Kundinnen und Kunden keine Sorgen machen. Vereinbarte Termine nehme ich natürlich wahr und laufende Projekte sind nicht gefährdet. Ich danke für die vielen Genesungswünsche der vergangenen Tage und bin wieder „am Ball“! Mehr zu meinen „Plänen“ dann im nächsten Newsletter im Lauf der kommenden Woche!

    Herzliche Grüße von

    Howard Chance / Marcus Heinbach / MH-Consulting

    Rückfragen gerne per WhatsApp unter 0151-71885164

    https://zukunft-rotlicht.info


    Prostitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung


    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

  • Prostitution 2021 – Die Notbremse als temporäres Sexkaufverbot

    Prostitution 2021 – Die Notbremse als temporäres Sexkaufverbot

    Prostitution 2021 – Die Notbremse als temporäres Sexkaufverbot

    Durch das „Vierte Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, das vom Deutschen Bundestag am 21. April 2021 beschlossen wurde und den Bundesrat am 22. April 2021 ohne nennenswerten Widerspruch „passiert“ hat, haben wir jetzt in allen Städten und Landkreisen, bei denen die Inzidenz 3 Tage über dem Richtwert von 100 liegt, neben dem ohnehin schon vorliegenden Verbot Prostitutionsstätten zu betreiben, nun auch ein generelles Sexverkaufs- und Sexkaufverbot.

    In § 28b Punkt 8 lesen wir nämlich diesbezüglich folgendes: „die Ausübung und Inanspruchnahme von Dienstleistungen, bei denen eine körperliche Nähe zum Kunden unabdingbar ist, ist untersagt.“

    Da Prostitution ohne körperliche Nähe nun einmal nicht stattfinden kann, kann diese unter der „Notbremse“ nun ab der 100er-Inzidenz nicht mehr ausgeübt werden und hier haben wir nun erstmals einen „Gleichstand“ zwischen Sexworkerinnen und Betreibern. Da mit einem Bußgeld von bis zu 25.000 € gedroht wird, sollte man „die Sache“ ernst nehmen. Auch Wohnungsprostitution und Escort kann über der 100-er-Inzidenz nun nicht mehr stattfinden.

    Wie sich die Situation in der Praxis gestalten wird, bleibt abzuwarten. Die Situation hat sich nun für die Sexarbeiterinnen deutlich verschärft, aber wenn es um das wirtschaftliche Überleben geht, ist es unwahrscheinlich, dass der „Graumarkt“ das Geschäft einstellen wird.

    Das „Körpernah-Prinzip“ gilt natürlich auch für „Wellness-Massagen“ etc., die als „Ausweich-Gewerbe“ errichtet wurden.

    Das Gesetz findet man zum PDF-Download übrigens unter:
    https://www.bundesgesundheitsministerium.de/fileadmin/Dateien/3_Downloads/Gesetze_und_Verordnungen/GuV/B/4_BevSchG_BGBL.pdf


     

    Prostitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung


    Die IG Zukunft Rotlicht unterstützen:

    [wpedon id=21318]

  • Prostitution 2021 – Howard Chance in eigener Sache – Klarstellung

    Prostitution 2021 – Howard Chance in eigener Sache – Klarstellung


    Prostitution 2021 – Howard Chance in eigener Sache – Klarstellung

    Um der allgemeinen Gerüchteküche vorzubeugen: ich befand mich nach einem neurologischen Zwischenfall in dieser Woche eine Nacht zur Beobachtung in einem Düsseldorfer Krankenhaus und habe „einschlägige Diagnostik“ über mich ergehen lassen, um mögliche Risiken abklären zu lassen. Es ging um einen überraschenden Krampfanfall, der aus heiterem Himmel eingetreten ist und der natürlich ein wenig verunsichert.

    Inzwischen bin ich wieder „im Dienst“ und habe bislang keine Nachwirkungen, außer ein wenig Müdigkeit. die sich aber sicher bald geben wird.

    Glück auf! Ihr / Euer Howard


    Prostitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung

  • Prostitution 2021 – 23.04. – Ab heute Mutti Merkels Notbremse am Start

    Prostitution 2021 – 23.04. – Ab heute Mutti Merkels Notbremse am Start


    Prostitution 2021 – 23.04. – Ab heute Mutti Merkels Notbremse am Start

    Bundestag, Bundesrat und Bundespräsident machten den Weg frei. Die enthaltenen Ausgangssperren sind umstritten und womöglich auch nicht verfassungskonform. Diverse Verfahren bereits anhängig.

    Seit heute, Freitag, den 23. April 2021, gilt in Deutschland die bundeseinheitliche Notbremse, die es ermöglichen soll bundesweit einheitlich zu verfahren. Dabei gelten laut Gesetz ab einer Inzidenz von über 100 an 3 aufeinander folgenden Tagen diese Regeln:

    • Private Treffen sind auf die Angehörigen eines Hausstandes und maximal eine weitere Person begrenzt. Ausgenommen sind Kinder unter 14 Jahren – bislang werden in NRW auch 14-jährige Kinder nicht mitgezählt. Neu ist außerdem: Diese Kontaktbeschränkungen gelten auch für den privaten Raum, sprich die eigene Wohnung.
    • Zwischen 22 und 5 Uhr gelten Ausgangsbeschränkungen und man darf die Wohnung oder das eigene Grundstück nicht verlassen. Es gibt aber Ausnahmen, unter anderem für Notfälle, die Berufsausübung oder das Gassi gehen mit dem Hund. Joggen und Spaziergänge bleiben bis Mitternacht erlaubt, allerdings nur allein.
    • Für Einkaufen jenseits des Lebensmittel-, Drogerie-, Buch- oder Blumenhandels gilt: Geschäfte können Kunden nur einlassen, wenn diese einen negativen Corona-Test vorlegen und einen Termin gebucht haben. Steigt der Inzidenzwert über 150, ist nur noch das Abholen bestellter Waren erlaubt.
    • Nicht-medizinische körpernahe Dienstleistungen sind untersagt. Eine Ausnahme gibt es für Friseurdienstleistungen und Fußpflege. Kundinnen und Kunden müssen allerdings ein negatives Corona-Test-Ergebnis vorweisen, das nicht älter als 24 Stunden sein darf.
    • Kontaktloser Sport im Freien ist nur allein, zu zweit oder dem eigenen Haushalt erlaubt. Kinder unter 14 Jahren dürfen kontaktlosen Sport maximal zu fünft machen.
    • Arbeitgeber müssen Homeoffice anbieten, wo das möglich ist. Die „Notbremse“ tritt erst dann wieder außer Kraft, wenn die Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen unter 100 liegt.

    Gegen die „Ausgangsbeschränkungen“ wurden bereits Verfassungsbeschwerden angekündigt und wohl auch schon beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Nicht wenige Rechtsexperten sind der Meinung, dass diesbezüglich die Grundrechte in zulässiger Art und Weise eingeschränkt werden. Abwarten!

  • Prostitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung

    Prostitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung

    Prostitution 2021 - Paradigmenwechsel wegen VollbremsungProstitution 2021 – Paradigmenwechsel wegen Vollbremsung

    Untersagte Branchen haben weitere Durststrecke vor sich – Öffnung der Bordellbestriebe rückt nun in weite Ferne – Niemandszeit

    Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde,

    ich beginne meinen heutigen Beitrag mit einer Bildbetrachtung. Auf dem Titelbild dieses Blog-Beitrags sehen wir eine junge Dame, die mental abwesend wirkend auf dem Sofa liegt und der Dinge harrt, die nicht zu ändern sind. Dazu ein Glas mit einem vermutlich alkoholischen Getränk, das in die Höhe spritzt. Der Konsum von häuslichem Alkohol hat unter Corona merklich zugenommen. Das „Homing“, ob nun beruflich oder privat, führt bei vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zu wachsender Frustration, zu einer Frustration, die in zu viel essen und trinken eskaliert. Nach Corona, sofern wir dies noch erleben, werden die „Weight Watchers“ Hochkonjunktur haben und die anonymen oder bekennenden Alkoholiker werden auch deutlich zugenommen haben. Den Alkohol habe ich persönlich gut im Griff, aber die Waage zeigt eine neuerliche Zusatzbelegung von 10 kg, was mangels Bewegung nicht wirklich verwundert. Ob man dies nun als „Spaß am Leben“ hinstellen kann, wage ich stark zu bezweifeln.

    Radikaler Paradigmenwechsel durch staatliche Vollbremsung

    Wir haben es in Deutschland leider nicht geschafft, die Corona-Pandemie unter Kontrolle zu bekommen! Die staatlichen Maßnahmen waren entweder nicht zielgerichtet genug, zu lasch oder versagten durch mangelhafte Logik. Seit über einem Jahr drehen wir uns im Kreis und hangeln uns von Lockdown zu Lockdown. Es wird geimpft was geht, aber wenn Impfstoffe plötzlich ausfallen oder als unsicher erscheinen, stagniert es auf dem Weg zur Herdenimmunität. Dem Volk fehlt inzwischen die Geduld und das zunehmende Brechen der Corona-Regeln ist da kein Wunder. Man trifft sich im Keller oder Tiefgaragen, in Restaurants mit Hintereingang zum privaten „Spachteln“ oder verlegt die Eckkneipe ins heimische Wohnzimmer. Angela Merkel verbreitet „Endzeit-Stimmung“, die Fernsehsender senden „Corona“ ohne Ende und Herr Lauterbach ist omnipräsent, um dem Volk massiv ins Gewissen zu reden. Statt Grundrechten gibt es jetzt Grundpflichten und man träumt nachts schon von den Maskengesichtern, die einem täglich begegnen.

    Die Rotlicht-Branche muss leider weiter abwarten

    Unsere Rotlicht-Branche war im vergangenen Jahr 2020 sehr solidarisch und kämpferisch, was die „damaligen“ erklagten und erreichten Öffnungen anbelangte. Nicht überall gingen die Betriebe auf, in Hessen und Mecklenburg-Vorpommern wurde leider umsonst gewartet. Seit einem Jahr gehen die „Corona-Maßnahmen“ primär gegen die Bordelle und die Escort-Vermittlungen und alle Hinweise der Betreiberinnen und Betreiber darauf, dass die fast flächendeckend stattfindende vermeintlich „private Sexarbeit“ nach wie vor ein deutlich höheres Corona-Infektionsrisiko birgt als die „überwachte“ Arbeit in den Betrieben, verhallten bei der Politik und auch in den Gerichtssälen.

    Absurd, aber vermutlich der politische Wille oder aber ein erwünschter oder zufälliger Nebeneffekt. Diverse Ordnungsbehörden dulden völlig illegale Prostitutionsstätten, man argumentiert mit Überlastung und die durchaus stattfindende „prostitutive Arbeit“ wird selbst da gerne übersehen, wo Prostitution durch gültige Verordnungen verboten ist. Dieses Thema wird aber überhaupt nicht aufgegriffen und nicht diskutiert und Strafanzeigen gegen Behörden versinken in den Aktenablagen der Staatsanwaltschaften. Der Rechtsstaat ist mitunter in Gefahr und dass erst nicht seit gestern!

    Aufgabe Nr. 1 – Überbrückungshilfen jetzt gestalten!

    Wenn es im „aktiven Geschäft“ nun gar nicht läuft, ist es wichtig die versprochenen staatlichen Hilfsleistungen wie „Überbrückungshilfen“ in Anspruch zu nehmen. Man hat jetzt ja die Zeit sich zu informieren und Rücksprache mit dem Steuerberater zu nehmen und zusätzlich auch die Informationsangebote im Internet zu nutzen. Hier ist aber zu erwähnen, dass sich die Überbrückungshilfe III ständig wandelt und die FAQs auch ständig mit „Novitäten“ glänzen. Ich wollte hierzu eine Publikation erstellen, was mir aber wegen den ständigen Änderungen noch nicht ratsam erschien. Nichts ist schlimmer als wenn veröffentliche „Fakten“ nicht stimmen. Ich bitte daher noch um etwas Geduld für den Prozess der Informationsanalyse.

    Vorlegen kann ich allerdings bereits heute eine Liste mit Informationen zu den Förderprogrammen „Hygienemaßnahmen“ und „Digitalisierung“. Diese Programme der Regierung wurden ergänzend zur Überbrückungshilfe III aufgelegt und sind für viele Betriebe sehr interessant. Ein erstes Zoom-Seminar hat dazu ja bereits stattgefunden, ein weiteres wird in den kommenden Wochen folgen. Die von mir adaptierte und ergänzte Liste steht unter folgendem Link bereits zur Verfügung: Förderprogramme Hygiene und Digitalisierung

    Aufgabe Nr. 2 – Politische Analyse und Acting?

    Mit dem Wunsch nach sofortiger Öffnung werden wir momentan krachend scheitern! Bremsen ist gerade angesagt! Dennoch dürfen wir nicht aus dem Blick verlieren, dass den Betreiberinnen und Betreibern fortlaufend Unrecht geschieht. Prostitution selbst, also deren Ausübung, ist unter Corona scheinbar nicht gefährlich. Nur der „Verkehr“ in Prostitutionsstätten scheint das Problem zu sein. Das Virus unterscheidet also an welchem Ort es zuschlägt. Unlogisch! Zum Thema „Ausschaltung des Zwischenhandels – Prostitution unter Corona!“ werde ich Ende der Woche eine Streitschrift vorlegen und aus dieser Streitschrift soll dann später auch ein politischer Appell von Betreiberinnen und Betreibern entstehen. Ende der Woche werden wir dann auch sehen, ob Merkels „Notgesetz“ verabschiedet wurde und welche Inhalte darin besonders glänzen.

    Ich wünsche allen eine gute Woche! Von „schön“ kann man nicht sprechen!

    Ihr / Euer Howard Chance

    https://zukunft-rotlicht.info

  • Prostitution 2021 – Hygiene und Digitalisierung – Überbrückungshilfe III

    Prostitution 2021 – Hygiene und Digitalisierung – Überbrückungshilfe III

    Prostitution 2021 - Hygiene und Digitalisierung - Überbrückungshilfe IIIProstitution 2021 – Hygiene und Digitalisierung – Überbrückungshilfe III

    Überbrückungshilfe III – Ein Chaos ohne Ende

    Nach wie vor sind die „Regeln“ der erweiterten „Überbrückungshilfe III“ mehr als schwammig und selbst gewiefte Steuerberater sind momentan oft „überfragt“, welche Bestimmungen für welche Gruppen gedacht sind und was die EU-Beihilfen-Regelungen bewirken oder verhindern. Dazu gibt es das Problem mit sich ständig änderten FAQs auf den Seiten des Bundeswirtschaftsministeriums. Transparenz?  Fehlanzeige: schlecht kanalisierte Information, die das Gegenteil von dem bewirkt, was man eigentlich erwarteten kann. Meisterleistung!

    100% statt 90% Fixkosten-Erstattung? Kapitalzuschuss? Nach allem was ich jetzt oberflächlich gelesen habe, gibt es dies nur im Ausnahmefall. EU-Deckelungen verhindern Erweiterungen. 1 Schritt vor, 2 zurück? Für ein Großteil unserer Betriebe sehe ich diese Mittel gerade nicht, werde dies aber in dieser Woche in „Klausur“ noch ausarbeiten. Ende der Woche dazu mehr.

    Erfreulich: Liste Hygienemaßnahmen und Digitalisierung liegt vor

    Schon seit einigen Wochen haben wir uns gefragt, welche Maßnahmen und Investitionen bei den Hygienemaßnahmen und bei der Digitalisierung berücksichtigt werden können. Hierzu habe ich nun über Umwege eine Auflistung erhalten, die dies näher erläutert und die weitestgehend von der DEHOGA ermittelt wurden. Ich habe die Auflistung für unsere Branche adaptiert und hoffe damit eine Hilfestellung leisten zu können:

    https://usercontent.one/wp/zukunft-rotlicht.info/wp-content/uploads/2021/04/Foerderprogramme.pdf?media=1787225536

    Ich bleibe natürlich am Thema und stehe für Rückfragen gerne jederzeit zur Verfügung! Ständige „Weiterbildung“ ist unbedingt notwendig!

    Grüße von Howard Chance

    https://www.mhconsulting.online