Blog by Howard Chance 2027

  • Prostitution – Aktuelle Lage Juli 2020 – RedlightON und weitere Aktionen

    Prostitution – Aktuelle Lage Juli 2020 – RedlightON und weitere Aktionen

    Prostitution – Aktuelle Lage Juli 2020 – RedlightON und weitere AktionenProstitution – Aktuelle Lage Juli 2020 – RedlightON und weitere Aktionen

    Die vergangenen Wochen waren im Rotlicht-Gewerbe sehr strapaziös! Es gab seit März 2020 bundesweit zahlreiche Klagen im Eilverfahren, mit denen die sofortige Öffnung der Bordell-Betriebe eingefordert wurde. Bis zum heutigen Tag hatte keins dieser Eilverfahren Erfolg, obwohl die Corona-Infektionszahlen immer weiter gefallen sind und wir in einigen Regionen des Landes sogar keine neuen Fälle mehr haben!

    Die Ausübung der Prostitution und hier muss man „drastisch formulieren“: die Ausübung der Prostitution in dafür vorgesehenen Räumen (Prostitutionsstätten) ist unerwünscht, während man die prostitutive Arbeit im Graubereich (Straße, Haus, Hotel) in mindestens 10 von 16 Bundesländern duldet oder sogar indirekt „fördert“ und damit nach meinem Empfinden das Infektionsrisiko erhöht, da Hygienemaßnahmen und Kontakt-Nachverfolgung in der Grauzone kaum möglich erscheinen. Selbst in den Bundesländern, wo es momentan eindeutige Prostitutionsverbote gibt, wird „gearbeitet“, weil es für Sexworker(innen) einfach dringend notwendig ist, Umsätze zu erzielen!

    Klar, es stehen mitunter Bußgelder im Raum, aber die wirtschaftliche Not zwingt zu „flexiblem Handeln“. Wenn man kein Geld zum Leben hat, wird man erfinderisch und geht dabei schon mal ein hohes persönliches Risiko ein! Weil? Ja, weil es nicht anders geht und schlimmer noch: der Staat verursacht dieses Risiko, da er die geprüften und überwachbaren Prostitutionsstätten geschlossen hält, dabei das Prostituiertenschutzgesetz quasi ad absurdum führt und zudem im Blick auf Corona völlig kontraproduktiv agiert! Wie lange soll das so weitergehen? Ich schütze die Bevölkerung vor Corona, indem ich Sexarbeiter(innen) einem deutlich erhöhten Risiko aussetze und die Betriebe der Branche in ihrer Existenz gefährde? Zutiefst unlogisch und womöglich gar nicht durch „Corona“ motiviert?

    Fazit: Ich treibe den Teufel durch Belzebub aus oder fördere das riskante Schwimmen im offenen Meer, weil geschützte Schwimmbäder mit Bademeister zu gefährlich sind? Grotesk!

    Die momentan vorliegenden „Corona-Verordnungen“ der 16 Bundesländer beinhalten nach wie vor bundesweit das Verbot zum Betreiben von Prostitutionsstätten, wobei die Verordnungen sehr unterschiedliche Laufzeiten haben und immer wieder „erneuert“ werden. Im Monat Juli erwarten wir in 7 Bundesländern „neue“ Verordnungen: Bremen (Ablauf alte Verordnung 10.7.), Niedersachsen und Saarland (12.7.), NRW und Thüringen (15.7.), Sachsen (17.7.) und Bayern (19.7.). Im August enden in weiteren 7 Bundesländern die Verordnungen und zwar in Schleswig-Holstein (9.8.), Meck-Pom (10.8.), Hessen und Brandenburg (16.8.) und in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hamburg (31.8.). Dass Schlusslicht machen Sachsen-Anhalt (Ablauf 16.9.) und Berlin, wo die Verordnung tatsächlich bis zum 24.10.2020 gilt!

    Prinzipiell soll in allen Bundesländern eine „ständige Evaluierung“ stattfinden, wobei Lockerungen und die schrittweise Rückkehr zum „Normalzustand“ das Ziel sein müssen, um der Bevölkerung die gewohnte Lebensqualität zurück zu geben. In vielen Bereichen erleben wir das bereits, nicht aber im Bereich der Sexarbeit. Bis jetzt!

    Wenn man bedenkt, dass sowohl die Bundesregierung als auch die Landesregierungen und natürlich auch die Parlamente jetzt in die parlamentarische Sommerpause gehen, dass die Gerichte bis September wegen „Gerichtsferien“ auch nur eingeschränkt arbeiten, so muss man kein Prophet sein, um zu erkennen, dass man sehr wahrscheinlich im Bereich der Prostitution noch Geduld brauchen wird, bis maßgebliche Änderungen eintreten werden! Zwar ist der Umgangston nicht mehr so rau, aber es fehlt an einem „Durchbruch“, der „Steine ins Rollen“ bringen würde. Sobald ein größeres Bundesland „Prostitutionsstätten“ wieder erlaubt, werden die anderen nachziehen müssen; sobald ein Oberverwaltungsgericht die „Verhältnismäßigkeit“ neu bewertet, würden wir uns in einer hoffnungsvolleren Position befinden!

    Kein Bundesland und kein Gericht will „Vorreiter“ sein! Klar zu erkennen, wenn man die vorliegenden Dokumente auswertet. Abwarten bis zum „Sankt-Nimmerleins-Tag“? Anwendung des „Prinzips Helmut Kohl“, wo „Aussitzen“ oft zum Erfolg führte? Nein! Es reicht! Wir müssen aktiv werden und den Druck im Kessel gerade jetzt deutlich erhöhen!

    Die Fraktion der „Abwartenden“, die in unserer Facebook-Gruppe ja auch vorhanden ist, unterstützt letztendlich unsere Gegner und beim Nachdenken, wie genau man handeln könnte, bleibt die Energie auf der Strecke! Man kann die Art und Weise von Demonstrationen, Kundgebungen und Postings eigentlich nur dann kritisieren, wenn man selbst aktiv ist und Alternativen am Start hat. Meckern um des Meckerns willen, ist eine zutiefst nervige Praktik, mit der man aber keinen Schritt vorankommt! Auch das „Unken“ und die Veröffentlichung von Falschmeldungen, macht keinen Sinn! Dann hält man besser mal die „Klappe“, um sich nicht gänzlich unglaubwürdig zu machen!

    Zeit für „RedlightON“ und viele weitere Aktionen! Es ist Zeit und wir haben viel zu verlieren! Die Branche wir aktiv und diese Aktivitäten müssen wir intensivieren!

    In der vergangenen Woche gab es die Aktion des Liberty Berlin in Zusammenarbeit mit dem UEGD, wobei es die Betreiberin Kerstin sogar mit einem Live-Interview in Bild-TV schaffte, was einem breiten Publikum die Problematik vor Augen führte. Einige Tage später dann die von Stephanie Klee organisierte gemeinsame Aktion von BSD und BesD vor dem Bundesrat in Berlin, eine Aktion, die im DPA-Ticker landete und damit von von allen führenden Medien der Republik veröffentlicht wurde. Im RBB-Fernsehen dann ein Video-Bericht von der Demonstration und ein Interview mit Johanna Weber, dass hohe Aufmerksamkeit erregte!

    Ob man nun einen Stufenplan über Massagen und dann späteren Verkehr propagiert oder ob man mit markanten Sprüchen wie „Der Staat fickt uns, aber zahlt uns nicht“ auftritt und dabei nicht in Kostüm und Anzug auftritt, ist erst einmal völlig egal! Es geht in erster Linie darum aus dem Schatten zu treten und eben Aufmerksamkeit zu erregen! Das Rotlicht ist ein breites Feld und es geht dabei von Armut bis Luxus, von rudimentärer Existenz bis Lifestyle, wobei die gemeinsame Botschaft lautet:

    Wir wollen arbeiten; wir wollen aufmachen! Nicht mehr, aber auch nicht weniger!“

    Die Aktionen werden jetzt über die neue Plattform „RedlightON“ gebündelt, wo als nächste Aktion der bundesweite „Tag der Offenen Türe“ am 16.07.2020 propagiert wird. Bitte nehmt an dieser wichtigen Aktion teil! Die Zeit drängt nun natürlich und die Liste der teilnehmenden Betriebe sollte sich unbedingt noch weiter füllen, um ein deutliches politisches Signal zu setzen!

    https://www.redlight-on.de/

    Zusätzlich wird gerade noch eine „Sternfahrt nach Berlin“ für den 25. Juli 2020 geplant, wo an diesem Tag der reale und virtuelle „CSD“ stattfinden wird. Die Sternfahrt wird in Kooperation mit den Berliner Betreibern und über unsere Facebook-Gruppe organisiert! Wir stehen hier noch am Anfang, aber im Laufe der Woche werde ich hierzu noch intensiv berichten und posten! Den Termin bitte schon einmal vormerken!

    Für heute erst einmal „genug“ … ich wünsche frohes und konstruktiven „Schaffen“!

    Euer Howard Chance

    https://www.facebook.com/groups/zukunftrotlicht/

    https://www.mhconsulting.online

    https://prostitution2017.de

  • Prostitution 2020 – State of the union – Aktueller Lagebericht

    Prostitution 2020 – State of the union – Aktueller Lagebericht

    Prostitution 2020 - State of the union - Aktueller LageberichtProstitution 2020 – State of the union – Aktueller Lagebericht

    Manchmal ist es der Übersicht halber sinnvoll die vorliegenden Fakten in einer kurzen Übersicht zu präsentieren und daraus einen Lagebericht zu formulieren. Nachdem wir gestern vergeblich auf eine erste Öffnung von Prostitutionsstätten im Freistaat Sachsen gewartet haben, ist ein solcher Moment gekommen!

    Hoffnung 1 – Thüringen

    In der ersten Juni-Woche kamen Meldungen aus Thüringen, dass man dort im Rahmen der „Lockerungen“ erwäge auch „Prostitutionsstätten“ wieder öffnen zu lassen. Bodo Ramelow präsentierte sich progressiv, aber das dann folgende Ergebnis war ein anderes: die Puffs bleiben doch zu! Basta!

    Hoffnung 2 – Rheinland-Pfalz

    Vor 14 Tagen, am 10. Juni 2020, sollten in Rheinland-Pfalz die Prostitutionsstätten unter Anwendung eines Hygienekonzepts wieder öffnen! Pustekuchen: zwei Tage vor dem im Verordnungsentwurf angekündigten Termin, wurde der entsprechende Paragraph in einer Sondersitzung „kassiert“. Die Hintergründe konnten nicht genau geklärt werden, aber die „Einwirkung“ aus Berlin und aus anderen Bundesländern wird es vermutlich gegeben haben. Tenor: der Alleingang eines Bundeslandes ist nicht erwünscht!

    Hoffnung 2 – Sachsen

    Über eine Woche wurde in einem Pressebericht dargestellt, das die Regierung des Freistaates Sachsen über die Öffnung der Bordellbetriebe nachdenke und dies auch war wohl auch in einer Beschlussvorlage enthalten. Am  23.06.2020 wurde getagt. Ergebnis nochmals Pustekuchen: die neue Corona-Verordnung, die ab 30. Juni 2020 gelten wird, verbietet Prostitutionsstätten weiterhin und in der Pressekonferenz erklärte der zuständige Staatssekretär, dass „kein deutsches Bundesland soweit sei … Prostitution wieder zu erlauben!“ Interessant: hier wird der eingeforderte Föderalismus aufgegeben?

    Fazit: Zufälle, die keine sind! In der Bund-Länder-Konferenz von vergangener Woche (17.06.2020) hat es wohl „Verabredungen“ gegeben, die darauf hindeuten, dass es zur „Verhinderung des Betreibens von Prostitutionsstätten“ einen internen „Masterplan“ gibt!


    Meine Gedanken und Anmerkungen zur „Gesamtsituation“:

    Zahlenwerk des Robert-Koch-Instituts

    Das RKI meldet aktuell (23.06.2020 – 0 Uhr) einen R-Wert von 2,02, was nach Aussagen des RKI das Infektionsgeschehen von vor etwa anderthalb Wochen widerspiegelt. Die extremen Hotspot-Entwicklungen (Tönnies und Co.) liegen aber erst eine Woche zurück und schlagen sich so wohl noch nicht in den aktuellen Zahlen nieder? Allerdings wird der bundesweite Wert natürlich von den Hotspots statistisch sehr stark beeinflusst und hat „lokal“ kaum Aussagekraft! Dies wird aber bei den „staatlichen Entscheidungen“ zum Thema „Prostitutionsstätten“ nicht wirklich berücksichtigt!

    Sex ist erlaubt – Prostitution nicht überall explizit verboten, Bordelle schon!

    Sex ist in der Tat immer „körpernah“, bei der Penetration kommt es zu einem Minusabstand von mehreren Zentimetern. Deshalb war in Großbritannien im Rahmen des Lockdowns zeitweise auch der „eheliche Beischlaf“ untersagt. Bei uns hat man so etwas nicht „verordnet“, weil es ja auch reichlich absurd erscheint! Egal!

    Im Rahmen der bundesdeutschen Lockerungen, ist die „private Prostitution“ seit spätestens Ende Mai in 10  von 16 Bundesländern „nicht verboten“, Nymphomaninnen können inzwischen sogar mehrere Personen zu Hause empfangen und mit ihnen verkehren und auch bei „Swingerclubs“ machen die Behörden regional die Augen zu. „Verkehren ist kein Problem“, wenn, ja wenn man es nicht in einer dafür vorgesehenen „Betriebsstätte“ tut!

    Viel absurder geht es wohl kaum! Beim privaten Seitensprung gibt es keinen „Hygieneplan“ und beim Haus-Hotel-Besuch mit Sicherheit keinen Ansatz zur „Kontaktverfolgung“. Die einzigen „Stätten“, die beides leisten können und wollen, werden vom Staat und von den Gerichten als mögliche „Infektions-Hotspots“ angesehen! Das ist in etwa so, als wenn man in Deutschland nur noch dann Autofahren darf, wenn man garantiert und nachweislich nicht im Besitz eines Führerscheins ist! Wozu gibt es noch ein ProstSchG, wenn man den Wildwuchs geradezu fördert oder zumindest billigend in Kauf nimmt?

    Ist nun der Sex im Hinblick auf Corona gefährlich oder sind es „nur“ die Orte, wo geschützter Sex gegen Geld „legal“, weil konzessioniert, angeboten wird? Nach den Gesetzen der Logik hat die „Bezahlung“ keinerlei Auswirkung auf das Infektionsgeschehen! Wenn eine Sexarbeiterin kein Geld nimmt und umsonst „verkehrt“, ist für den Staat womöglich alles OK?

    Vielleicht sind hier die Ansätze für neue „Eilverfahren“ gegeben, bei denen man sich jetzt beeilen muss, da die Gerichte in  wenigen Wochen in die üblichen „Gerichtsferien“ gehen. Ab 15. Juli 2020 haben die Gerichte dann nur noch „Notbesetzungen“ und werden womöglich mit Hunderten von Eilverfahren bemüht. Abgelehnte Eilanträge werden dann wohl erst ab Mitte September 2020 in „Hauptverfahren“ verhandelt.

    Auch die Politik zieht sich ab Anfang Juli „einstweilig“ zurück. Parlamentsferien und nur noch Bearbeitung von Dingen, die absolute Dringlichkeit haben. Unser Thema Prostitutionsstätten gehört mit absoluter Sicherheit nicht dazu!

    Howard Chance

    Facebook-Gruppe „Zukunft Rotlicht in der Corona-Krise“

    Portal Prostitution 2020

    MH-Consulting Unternehmensberatung

  • Eine Aktionsidee – Der Rote Bus – 30 Tage – 30 Städte

    Eine Aktionsidee – Der Rote Bus – 30 Tage – 30 Städte

    Eine Aktionsidee - Der Rote Bus - 30 Tage - 30 StädteEine Aktionsidee – Der Rote Bus – 30 Tage – 30 Städte

    Die Erotikbranche ist durchaus inovativ und so greife ich heute eine Idee auf, die ein mir bekannter Erotikunternehmer in den vergangenen Tagen ergänzend zur Aktion „RedlightON“ entwickelt und mit mir gemeinsam ein wenig „gestormt“ hat:

    Im Grundzug geht es darum in der „Saure-Gurken-Zeit“, also den Sommerferien,ein möglichst auffälliges „rotes Gefährt“ quer durch die Republik zu schicken. Jeden Tag wird ein Bordell-Betrieb besucht, die lokale Presse informiert und ein Livestream vor Ort erstellt, der natürlich dann auch als Video verfügbar ist.

    Die Bordbesatzung kümmert sich um Video/Streaming, die ausgewählten Teilnehmer vor Ort organisieren den entsprechenden „Meeting-Point“. So entsteht eine durchgängige Story, die man natürlich personalisieren kann! Jeden Tag eine Story mit entsprechenden Verteilern.

    Man kann natürlich auch Verbände und Politiker besuchen, bei Karl Lauterbach klingeln oder Leute befragen … eine 30-tägige „Show“? Natürlich „positiv“: offene und freundliche Leute aus dem „Milieu“ … Imageförderung! … Natürlich ohne die üblichen „Knallbohnen“!

    Die Sache kann recht kostengünstig gestaltet werden: das Busteam (2-3 Personen), das natürlich wechseln kann, braucht im Prinzip nur Unterkunft und Verpflegung; das Mobil kann organisiert und gemietet werden. Kosten pro „Betriebstag“ geschätzte 200 €? – Freue mich über Rückmeldungen!

    Unsere Gruppe:

    Euer Howard

  • Prostitution2020 – Informationsupdate – 18.06.2020

    Prostitution2020 – Informationsupdate – 18.06.2020

    Informationsupdate – 18.06.2020 – Anhaltende Bordellschließungen – Gerichtsurteile – Maßnahmen und Offener Brief

    Liebe Kundinnen und Kunden, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freundinnen und Freunde!

    Die Woche hatte es in sich! Die Bund-Länder-Konferenz brachte eine erneute Solidarisierung der Länder und die Erkenntnis, dass die Regierung die Corona-Situation erst einmal „konservieren“ möchte! Es sind ja ohnehin bald Parlamentsferien … und im Herbst kann man dann „weiterschauen“. Als Folge daraus werden wohl Großveranstaltungen und auch das Thema „Prostitutionsstätten“ und deren Öffnung „verschoben“, so zumindest mein Eindruck von gestern, als man Angela Merkel und Co. lächelnd im TV sah.

    Nun, die Länder könnten eigene Wege gehen, ob sie dies tun ist aber ungewiss und das Beispiel „Rheinland-Pfalz“ ist sicher noch allen im Sinn. Sind neue Klagen mit verändertem Sinn jetzt sinnvoll oder muss man sich damit abfinden weiter zu warten? Es sind zwar neue „Überbrückungsgelder“ beschlossen, ob diese aber grundsätzlich helfen, möchte ich bezweifeln!

    Füsse still halten oder kämpfen? Kopf in den Sand oder Flagge zeigen? – Unsere Aktionsgemeinschaft ist weiter aktiv und wir planen vielfältige Aktionen, um auf das Problem aufmerksam zu machen.

    Mein „Offener Brief“, den ich als Link nochmals anfüge, wurde inzwischen deutschlandweit an die Politik versandt. Auch die Medien wurden informiert, zeigten auch Interesse, wenn auch mit sehr gebremsten Schaum. Dank bislang eingegangener Unterstützungsgelder konnte die Aktion „fast“ finanziert werden. Herzlichen Dank an alle Unterstützerinnen und Unterstützer! Wer sich abschließend noch beteiligen möchte, die/der kann diese gerne noch tun:

    M. Heinbach – Postbank – DE46 1001 0010 0487 5641 13 – BIC PBNKDEFF

    Den „Offenen Brief“ online findet sich unter: https://zukunft-rotlicht.info, dort ist auch die Unterstützerliste verlinkt, beides auch als PDF zum Download.

    Gleichzeitig lade ich für morgen, Freitag, den 19.06.2020, 20.00 bis 22.00 Uhr zum nächsten Zoom-Meeting „Zukunft Rotlicht“ ein, wo der Kollege Christoph Rohr und ich folgende Themen auf der Agenda haben:

    – Die Ergebnisse der Bund-Länder-Konferenz vom 17.06.

    – Stern.TV eine „Reportage“ der Sonderklasse?

    – Bericht „Offener Brief“ / PR und Resonanz darauf

    – Machen „neue Klagen“ jetzt überhaupt Sinn?

    – Thema „Datenklau“ bei der Kontaktverfolgung

    – Die neuen „Überbrückungshilfen“ des Bundes

    – Neue Betriebsformen: Puff-Gastronomie, Privat, Escort

    – Aktion „Tag der offenen Bordelltür“

    – Offene Diskussion zum Abschluss

    Der Zugang zu Zoom erfolgt über folgenden Link:

    https://us02web.zoom.us/j/82994839870?pwd=SU8xaUIyTjdiZnVGRi9UTW9FTHMvQT09

    Meeting-ID: 829 9483 9870
    Passwort: 997515

    Die zentrale Kommunikation erfolgt momentan über die Facebook-Gruppe, wo man als Betreiberin oder Betreiber gerne noch Mitglied werden kann:

    Facebook-Gruppe „Zukunft Rotlicht in der Corona-Krise“

    Alle Infos natürlich wie immer auch aktuell unter:
    https://www.prostitution2017.de

    Ihr / Euer

    Howard Chance – Consultant

    Phone: 0151-71885164
    howard.chance@t-online.de

  • Zukunft Rotlicht in der Corona-Krise – Offener Brief – 15.06.2020

    Zukunft Rotlicht in der Corona-Krise – Offener Brief – 15.06.2020

    Offener Brief an die Mandatsträger des Deutschen Bundestages, die Abgeordneten der Landtage, an die Bundes- und Landesregierungen und an die Medienvertreterinnen und -vertreter der Bundesrepublik Deutschland

    Die gegenwärtige Situation der deutschen Prostitutionsbetriebe – Perspektivlos in die Grauzone? – Eine Branche kämpft akut um das Überleben – Gleichbehandlung und Dialog sind erforderlich!

    Das Dokument wurde jetzt als zentrale Seite neu angelegt. Bitte gehen Sie zu folgender stets aktualisierter URL:

    https://zukunft-rotlicht.info/zukunft-rotlicht-in-der-corona-krise-offener-brief-15-06-2020/

  • Rheinland-Pfalz: Bordelle und Blasorchester wieder erlaubt! – Achtung!

    Rheinland-Pfalz: Bordelle und Blasorchester wieder erlaubt! – Achtung!

    Rheinland-Pfalz: Bordelle und Blasorcheser wieder erlaubt! – Achtung!

    Die Meldung, dass in Rheinland-Pfalz Bordellbetriebe ab Mittwoch, den 10. Juni 2020 wieder öffnen dürfen, verbreitete sich am heutigen Vormittag wie ein Lauffeuer! Betreiber vor Ort waren verblüfft und konnten es kaum glauben!

    In der neuesten Version der Landesverordnung Rheinland-Pfalz, die am 10. Juni 2020 in Kraft treten soll, werden Bordellbetriebe den „körpernahen Dienstleistungen“ vermeintlich gleichgestellt.

    Also ist „Ficken und Blasen“ unter Einhaltung von Hygienevorschriften erlaubt? Dass klang so, entspricht aber leider nicht der Realität, wie Nachfragen bei der Landesregierung inzwischen ergeben haben. Dort hat man „Prostitutionsstätten“ zwar „erlaubt“, aber eben nicht zum Erbringen von „sexuellen Dienstleistungen“! Erlaubt sollen lediglich „Massagen“ sein, wie es ein „Hygienekonzept“ des UEGD in einem „Stufenplan“ vorschlägt!

    Nach den Rückfragen ist das „Hygiene-Dokument“ inzwischen von der Webseite des Landes verschwunden! In den kommenden Tagen wird es zum Thema neue Infos geben.

    Mein Appell an alle Betreiberinnen und Betreiber in Rheinland-Pfalz: achten Sie bitte unbedingt auf die amtlichen Verlautbarungen der kommenden Tage!

  • Regierung hat neue Corona-Hilfe beschlossen – Koalitionsausschuss

    Regierung hat neue Corona-Hilfe beschlossen – Koalitionsausschuss

    Regierung hat neue Corona-Hilfe beschlossen – Koalitionsausschuss

    Der Koalitionsausschuss, der am gestrigen Mittwoch, den 03.06.2020, in Berlin tagte, hat umfangreiche Konjunktur-Programme gestartet, die nun durch Beschluss des Bundestags und des Bundesrats genehmigt werden müssen.

    Für Betriebe, die in Not geraten sind und sich im Juni 2020 immer noch in Not befinden, soll es jetzt eine neue „Corona-Überbrückungshilfe“ geben. Im aktuellen Koalitionspapier lesen wir dazu folgendes:

    Antragsberechtigt sind Unternehmen, deren Umsätze Corona-bedingt in April und Mai 2020 um mindestens 60 % gegenüber April und Mai 2019 rückgängig gewesen sind und deren Umsatzrückgänge in den Monaten Juni bis August 2020 um mindestens 50 % fortdauern. Bei Unternehmen, die nach April 2019 gegründet worden sind, sind die Monate November und Dezember 2019 heranzuziehen.

    Erstattet werden bis zu 50 % der fixen Betriebskosten bei einem Umsatzrückgang von mindestens 50 % gegenüber Vorjahresmonat. Bei einem Umsatzrückgang von mehr als 70 % können bis zu 80 % der fixen Betriebskosten erstattet werden. Der maximale Erstattungsbetrag beträgt 150.000 Euro für drei Monate.

    Bei Unternehmen bis zu fünf Beschäftigten soll der Erstattungsbetrag 9.000 Euro, bei Unternehmen bis 10 Beschäftigten 15.000 Euro nur in begründeten Ausnahmefällen übersteigen. Geltend gemachte Umsatzrückgänge und fixe Betriebskosten sind durch einen Steuerberater oder Wirtschaftsprüfer in geeigneter Weise zu prüfen und zu bestätigen. Überzahlungen sind zu erstatten. Die Antragsfristen enden jeweils spätestens am 31.8.2020 und die Auszahlungsfristen am 30.11.2020.

    Die Vorgaben haben sich also gegenüber der „Corona-Soforthilfe“ deutlich geändert. Die fixen Betriebskosten werden auch bei „0 Umsatz“, der in unserer Branche ja die Regel ist, nur bis zu 80% übernommen. Dies ist dann nicht kostendeckend und man stellt sich die Frage, woher die fehlenden 20% kommen sollen. Außerdem sind ja jetzt Testate von Steuerberater oder Wirtschaftsprüfern erforderlich, was einerseits weiterem Missbrauch vorbeugt, andererseits aber noch mehr Aufwand erfordert!

    Wie schon am Anfang erwähnt, ist das „Überbrückungsgeld“ noch nicht vom Bundestag und Bundesrat abgesegnet. Das dies geschehen wird, ist aber recht sicher!

    Das Koalitionspapier 03.06.2020 finden Sie als PDF hier:
    Ergebnis Koalitionsausschuss 3 Juni 2020 _bn-208888701

  • Welthurentag 2020 und die Bedeutung der „Roten Laterne“ – Glück Auf!

    Welthurentag 2020 und die Bedeutung der „Roten Laterne“ – Glück Auf!

    Welthurentag 2020 und die Bedeutung der „Roten Laterne“ – Glück Auf!

    Eisenbahn-Experten aus aller Welt kennen sich mit der „Roten Laterne“ bestens aus: signalisiert sie doch, im wahrsten Sinne des Wortes, das Ende eines Zuges. Die Laterne ist also „ganz hinten“ und unterscheidet sich von der vorderen Signalleuchte durch das gedämpfte rote Licht.

    Bei „Corona“ sind Prostitution und Prostitutionsbetriebe sowohl „ganz vorne“ wie auch „ganz hinten“. Der helle „Spot“ wird von den Prostitutionsgegnern auf die gesamte Branche gerichtet, um auf scheinheilige Art und Weise einen gesellschaftlichen „Bewusstseinswandel“ einzuleiten, an dessen Ende ein „Sexkaufverbot“ stehen soll; das rote „Endlicht“ signalisiert, dass Prostitution wohl wegen einer sehr abstrakten „Gefährdungslage“ als „Letztes“ wieder zugelassen werden wird!

    Es gibt Leute, die halten Prostitution in der Tat für „das Letzte“ und dies in jeglicher Hinsicht! Dabei werden Vorurteile verbreitet, krude Thesen veröffentlicht und medienwirksame Aktionen durchgeführt, die Menschen in der Prostitution in die Enge treiben sollen und dies in einer Zeit, wo die erotische Branche mangels Einnahmen um ihre Existenz kämpft. „Kränkelnde zu töten“ ist natürlich einfacher, als es mit einem „starken Gegner zu ringen“!

    Ich rufe am heutigen Welthurentag persönlich zur „Solidarität“ in einer sehr schwierigen Zeit auf!

    Die Verbände der Sexarbeit sollten sich dringend vernetzen und um der Sache willen jetzt und natürlich auch in Zukunft an einem Strang ziehen! Eine zerschrittene „Gemeinde“ nützt nämlich nur einem: dem politischen Gegner, der sich bereits formiert hat und unter der Tarnkappe des „Gutmenschen“ eine unsägliche Kampagne führt!

    Wir halten die „Rote Laterne“ hoch und dies mit einem „Arbeiter-Ruf“ aus dem „Revier“: „Glück Auf!“ – Aus dem Dunkel ins Licht!

    Ihr / Euer

    Howard Chance

  • Prostitution 2020 – State of the union – Pfingstreise – Frankfurt am Main

    Prostitution 2020 – State of the union – Pfingstreise – Frankfurt am Main

    Prostitution 2020 – State of the union – Pfingstreise – Frankfurt am Main

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was „erleben“ und im christlichen Sinne warten wir in unserer speziellen Branche womöglich auf das dringend notwendige „Pfingstwunder“, welches vom Heiligen Geist ausgeht und die Menschen „beseelt“. Doch das „Corona“ dadurch aus den Köpfen verschwindet, halte ich für relativ unwahrscheinlich! Inzwischen hat man sich irgendwie schon an die Masken gewöhnt. Der Mensch ist mehr denn je ein Herdentier!

    In der kommenden „kurzen Woche“ warten wir bundesweit auf Entscheidungen in den angestoßenen „Eilverfahren“ und es wird hoffentlich „Klarheit“ geben … in welcher Richtung auch immer. Mein Dank gilt an dieser Stelle den Betreiberinnen und Betreibern, die jetzt Geld in die Hand genommen haben und mit ihren Klagen im Eilverfahren quasi für alle kämpfen. Der Zusammenschluss der Branche und der Verbände hat hier nicht funktioniert, aber zum Glück gibt es viele „Einzelkämpfer“, die ihr Geld sinnvoll investieren, statt zu „warten“ oder zu „hoffen“. Darum ja: es gibts nichts Gutes, außer man tut es!

    Ich habe an diesem Wochenende einige Termine in der Nähe von Frankfurt HBF und werden dementsprechend auch dorr residieren. Wer in der Nähe ist, kann mich gerne kontaktieren! Frohe Pfingsten wünscht Ihnen / Euch

    Howard Chance

     

  • Prostitution 2020 – Schlupfloch Wellness-Massage zum Überleben?

    Prostitution 2020 – Schlupfloch Wellness-Massage zum Überleben?

    Prostitution 2020 – Schlupfloch Wellness-Massage zum Überleben?

    Obwohl fast niemand die „Corona-Bedrohung“ mehr ernsthaft wahrnimmt, sind sexuelle Dienstleistungen in Prostitutionsstätten nach wie vor bundesweit verboten. Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Klagen im Eilverfahren, die „Gleichbehandlung“ mit anderen körpernahen Dienstleistungen einfordern. Der direkte Bezug wird dabei u.a. auf „Wellness-Massagen“ gelegt, bei denen der Mindestabstand nicht mehr eingehalten werden muss, wobei aber dennoch Hygienevorschriften eingehalten werden müssen.

    Als „Zwischenschritt“ haben nun diverse Betriebe bundesweit angedacht in ihren „Prostitutionsstätten“ vorübergehend „Wellness-Massagen“ anzubieten, um so zumindest irgendwie Einnahmen zu generieren. Deutschland wäre nicht Deutschland, wenn dies so einfach möglich wäre! So betonen Ordnungsämter auf Anfrage immer wieder, dass „Wellness-Massage“ in Räumen, die der Prostitution „gewidmet“ sind, „eigentlich“ nicht zulässig sind. Klingt merkwürdig, ist aber bei strenger Betrachtung so.

    Die Aufforderung das erlaubte Prostitutionsgewerbe abzumelden, um dann ein neues Gewerbe mit „Wellness-Massage“ anzumelden, ist natürlich ein Akt, der wenig freundlichen Charakter hat. Wenn ich die Erlaubnis quasi „zurückgebe“, müsste ich sie nach Corona womöglich neu beantragen!

    Viel sinnvoller ist es mit dem zuständigen Ordnungsamt ein „vorübergehendes Ruhen“ des erlaubnispflichtigen Gewerbes zu vereinbaren und dann parallel ein Gewerbe für „Wellness-Massagen“ anzumelden. Achtung: wenn selbständige Damen Wellness-Massagen anbieten, nützt der „Huren-Pass“ nichts! Die Damen müssen ein Gewerbe anmelden oder sich anstellen lassen. Massage ist zwangsläufig „Gewerbe“, Prostitution hingegen nicht!

    Ich werde heute in NRW im Kundenauftrag an einige Ordnungsämter herantreten und versuchen „vorübergehende Lösungen“ zu erwirken. Wer Interesse daran hat, kann mir gerne dazu schreiben oder mich per Phone/WhatsApp unter 0151-71885164 kontaktieren.

  • Prostitution 2020 – Nachgedacht – Öffnungsklagen – Logik und Co.

    Prostitution 2020 – Nachgedacht – Öffnungsklagen – Logik und Co.

    Prostitution 2020 - Nachgedacht - Öffnungsklagen - Intensionen und Co.Prostitution 2020 – Nachgedacht – Öffnungsklagen – Intensionen und Co.

    In den offenen Diskussionen der vergangenen Tage, die mit einer neu etablierten Arbeitsgruppe in Trier, aber auch „privat“ mit einigen Betreiberinnen und Betreibern intensiv geführt wurden, kamen interessante Denkanstösse heraus, die an dieser Stelle einmal als „Gedanken-Kette“ verarbeitet habe und nun zur Diskussion stellen möchte

    Step 1: Sex ist in Deutschland generell nicht verboten und war es im weit übertragenen Sinn auch nur, wenn man mit mehr als einer Person aus einem anderen Haushalt verkehrte! In der Regel findet Sex zwischen 2 Personen statt.

    Step 2: Das Risiko einer Infektion mit Corona ist bei privatem und gewerblichem Sex gleich groß! Womöglich ist das Risiko im gewerblichen Bereich sogar geringer, da Kondomverwendung häufiger stattfindet?

    Step 3: Prostitution ist in den meisten Bundesländern nicht explizit verboten! In den meisten Landesverordnungen sind Prostitutionsstätten untersagt und „ähnliches“! Was ist ähnlich? Nicht genau definiert!

    Step 4: An den Orten, wo Prostitution als solches nicht verboten ist, können Sexdienstleisterinnen Gäste in der ihrer privaten Wohnung „einzeln“ empfangen oder aber auch außer Haus besuchen. Das dies passiert, dürfte außer Frage stehen.

    Step 5: Prostitution in dafür speziell vorgesehenen Räumen, die dafür sogar ein Hygienekonzept haben und Schutz bieten, ist nicht zulässig!

    Meine Schlussfolgerung: der gewerbliche Sex in hygienisch geeigneten Räumen ist bezogen auf eine Infektion mit Corona „gefährlicher“ als die Ausübung „in freier Wildbahn“? Und es geht ja nicht um die „Moral“, sondern um eine Gefährdung!

    In der Praxis befinden wir uns seit einigen Tagen in einer „Welle“, aber nicht in der ausgebliebenen „Corona-Welle“, sondern in einer „Klagewelle“, bei der einige wenige Betreiberinnen und Betreiber inzwischen gegen eine Ungleichbehandlung vorgehen: Wellness-Massage, Tattoo und Piercing sind als körpernahe Dienstleistungen erlaubt und hier kann auch auf die 1,5 m Körperabstand verzichtet werden, wenn andere Hygiene-Maßnahmen eingehalten werden.

    Die meisten „Klagekonzepte“, die mir bekannt sind, arbeiten mit einem Stufenplan: man klagt „zunächst“ auf eine eingeschränkte Nutzung, etwa auf  „Wellness-Massage“mit Hygienekonzept oder auf „Escort ohne erotische Handlungen“, um „den Laden“ irgendwie erst einmal „auf“ zu bekommen. Die „Gleichstellung“ mag vor Gericht durchgehen, ist aber nur ein Teil-Erfolg! Über Risiko und Nebenwirkungen informiert ihr Arzt oder der zugelassene Rechtsanwalt!

    Warum fehlt momentan noch das „offene Visier“, bei dem man konkret auf die überfällige Öffnung der „Prostitutionsstätten“ klagt oder das Recht zur „Prostitutionsvermittlung“ klar einfordert? 

    Prädestiniert für eine möglichst kollektive Klage, womöglich vor dem Oberverwaltungsgericht, Landes- bzw. Bundesverfassungsgericht, je nach Art des Rechtsbegehrens, wären m.E. die Sexarbeiterinnen, die in ihrer Berufsausübung stark behindert und sogar gefährdet werden, da sie nicht in geschützter Umgebung, sondern eben, wie schon geschildert, „in der freien Wildbahn“ arbeiten müssen, um das notwendige Brot zu verdienen. Die Sexarbeiterinnen müssen, quasi durch den Staat gezwungen, hohes Risiko gehen und Betreiberinnen und Betreiber müssen zusehen, wie illegale Strassenstriche vor dem geschlossenen Bordell entstehen, die auch noch „geduldet“ werden, weil es den Ordnungsbehörden an Personal fehlt! Eine absurde Situation, die ich am vergangenen Wochenende im Frankfurter Bahnhofsviertel persönlich beobachten konnte! Über 50 zwinkernde „Damen mit Gucci-Imitaten“, die auf Kundenfang waren und an deren „Intensionen“ kein Zweifel bestand!

    Was kann man tun? – Mein Aufruf an die „Experten“ in meiner Facebook-Gruppe und an die „begleitenden Juristen“:

    Lasst uns darüber nachdenken eine Strategie in dieser Richtung parallel zu entwickeln!

    Diskussion dazu gerne in der Facebook-Gruppe Zukunft Rotlicht

    Kontakt natürlich gerne auch immer unter:

  • Prostitution 2020 – Chaos im Land – Tumult versus Logik – Radi-Karl!

    Prostitution 2020 – Chaos im Land – Tumult versus Logik – Radi-Karl!

    Prostitution 2020 – Chaos im Land – Tumult versus Logik – Radi-Karl!

    Es gab meines Wissens noch nie soviel „Tumult“ in der Branche, wie in den vergangenen 14 Tagen. Die Foren sind voll und die Medien berichten von den diversen Aktionsplänen der Branche; die Verbände der Sexarbeit veröffentlichen nahezu pausenlos „Konzepte“, die zumindest eine „Teilöffnung“ mit eingeschränktem Angebot ermöglichen sollen, „Puff-Home-Stories“ verwirren im Netz, während „Sexarbeitsgegner“ die Gunst der Stunde nutzen, um ein „Sexkaufverbot“ zu fordern. Dazu das „Ballett der Landesfürsten“, die klar stellen, dass „Corona-Maßnahmen“ nun Ländersache ist, dass man die Argumente der Bundesregierung zwar zur Kenntnis nimmt, aber die eigenen Ideen mitunter für deutlich sinnvoller hält. Deutschland, einig Vaterland? Nicht mehr erkennbar!

    Während es für fast alle anderen Branchen „Lockerungen“ gibt, hat man den Bereich „Prostitution“ bislang völlig ausgespart! Kein konkretes Öffnungsdatum, sondern die Vertröstung auf „irgendwann“ und die Unterstellung einer abstrakten allgegenwärtigen Gefahr durch die aktive Sexarbeit!

    Derweil Friseure bereits seit Wochen mit Maske und Handschuhen bewaffnet wieder Kamm und Schere schwingen, die Wellness-Massagen nun bundesweit mit diversen Hygieneauflagen wieder kräftig hier und da kneten, schaut die dienstleistende Erotikbranche in die Röhre und muss es sich dabei noch gefallen lassen, vermeintlicher „Corona-Super-Spreader“ zu sein, zumindest wenn man der Logik und Expertise des Prof. Dr. Karl Lauterbach (SPD) folgt, der scheinbar mit der Branche ein Hühnchen rupfen möchte und zuletzt auch noch zum „Huren-Retter“ mutiert, in dem er finanzielle Hilfen für den Ausstieg aus der Prostitution einfordert. Dummerweise wollen die Sexarbeiterinnen aber gar nicht gerettet werden … und schon gar nicht von „SPD-Radi-Karl“ und seiner „wilden Bande“ von 16 MdBs, die mit einem eiligen Aktionspapier an die 16 Ministerpräsidenten das sofortige „Rotlicht-Aus“ fordern und dies mit „Corona“ begründen!

    Ja, Corona! Die Infektionszahlen sinken und die „Verordnungsgeber“ haben Mühe mit der „rasanten Sinkgeschwindigkeit“ Schritt zu halten! Auch wenn hier und da „Infektionsnester“ vermeldet werden, scheint die „Gefahr“ einer „2. Welle“ doch nicht sonderlich groß zu sein! Momentan habe ich den Eindruck, dass selbst bei 0 Neuinfektionen immer noch keine Entwarnung gegeben werden soll?

    Politik, Wissenschaft und Medien befinden sich gerade in einem „Dauer-Ping-Pong“, bei dem die wahrgenommene „Realität“, falls es eine solche überhaupt gibt, auf der Strecke zu bleiben scheint. Wer hat das Sagen? Wie kommt man aus einem unglücklichen Zustand heraus, den man leider selbst verursacht hat? Wer führt Deutschland aus dem „Corona-Wahnsinn“ und wer übernimmt die Verantwortung für die angerichteten Schäden?

    Es gibt aber nun Möglichkeiten für unsere Branche das „Heft des Handelns“ in die Hand zu nehmen … dazu werde ich später noch posten … von der Betrachtung hin zum Handeln … es ist „5 vor 12“ oder eben schon „5 nach 12“.

    Euer Howard