Schlagwort: Prostitution

  • Nürnberg: Sexworkerinnen-Morde – Tatverdächtiger festgenommen!

    Nürnberg: Sexworkerinnen-Morde – Tatverdächtiger festgenommen!

    Nürnberg: Sexworkerinnen-Morde - Tatverdächtiger festgenommen!
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    Nürnberg: Sexworkerinnen-Morde – Tatverdächtiger festgenommen!

    Nach Berichten der Bild-Zeitung und weiterer lokaler Medien, wurde am gestrigen Samstag, dem 10. Juni 2017, in Nürnberg ein Tatverdächtiger festgenommen, dem die Tötung von zwei Sexworkerinnen zur Last gelegt wird. Die Polizei hatte mit Hochdruck ermittelt, in fast allen Nürnberger Prostitutionsbetrieben Handzettel verteilt und umfangreichste Nachforschungen angestellt, die nun scheinbar zum Erfolg geführt haben.

    Aus ermittlungstaktischen Gründen, gab es von Seiten der Polizei und der Staatsanwaltschaft keine detailierten Informationen. Für Montag, den 12. Juni 2017, ist eine Pressekonferenz angekündigt, bei der dann die Ermittlungsergebnisse präsentiert werden sollen. Auch zur Nationalität des vermeintlichen Täters, wurden keine Angaben gemacht.

    Da ich gestern zufällig in Nürnberg unterwegs war, erfuhr ich im Taxi von der seit einer Woche brodelnden Gerüchteküche: natürlich hat man in Kneipengesprächen die Asylanten im Blick, die in Nürnberg stark vertreten sind und das Stadtbild beispielsweise am „Plärrer“ durchaus prägen. Allerdings scheint mir dies recht unsinnig zu sein, da das Vorgehen des Täters auf Detailkenntnisse der Szene schließen lässt, die für einen Asylanten sehr ungewöhnlich wären.

    Ich persönlich gehe von einem Triebtäter aus, der eher keinen direkten Migrations-Hintergrund hat, sondern in irgend einer Art und Weise schon länger in der Nürnberger Wohnungsprostitutions-Szene unterwegs ist. Er hat nämlich Wohnungen ausgewählt, in denen Frauen alleine arbeiten und in denen es dementsprechend wenig Schutzfunktionen gibt. So etwas weiß man nur, wenn man Wohnungen regelmässig besucht und um die Hintergründe weiß!

    Weitere Gerüchte, die angeblich aus Polizeikreisen stammen sollen, besagen, dass der Täter ein christlich-geprägter Fanatiker sei. Die Münchener „Abendzeitung“ berichtet davon und weist damit in eine ganz andere Richtung!

    Wir werden dann morgen mehr erfahren, wenn der Staatsanwalt vor die Presse tritt. Den getöteten Frauen nützt das zwar leider nichts mehr, aber da von einer Serie gesprochen wurde, die möglicherweise fortgesetzt werden sollte, ist zumindest die Erleichterung bei den Nürnberger Damen groß, die abends die Türe nicht mehr geöffnet hatten.

    Nürnberg ist mit Wohnungsbordellen geradezu übersäht und es bleibt nun auch abzuwarten, ob die Stadt angesichts der schwerwiegenden Taten, das städtische Prostitutionskonzept, falls es ein solches geben sollte, überdenken wird.

    Sexarbeit in anonymen Wohnblocks und das ohne anwesende Kolleginnen, ist und bleibt risikobehaftet, wie wir leider wieder feststellen mussten!

  • Dienstreise: Franzensbad – Nürnberg – Frankfurt – Baden – Köln

    Dienstreise: Franzensbad – Nürnberg – Frankfurt – Baden – Köln

    Dienstreise: Franzensbad - Nürnberg - Frankfurt - Baden - Köln
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    Dienstreise: Franzensbad – Nürnberg – Frankfurt – Baden – Köln

    Ich habe die vergangene Woche für eine intensive Klausurphase genutzt und mich dabei überwiegend in Franzensbad (Tschechien) aufgehalten, einem historischen Kurort, wo man sowohl kuren wie arbeiten kann und wo die Zeit gemächlich vergeht. Gutes Essen, freundliche Menschen und eine große Anzahl von älteren Bundesbürgern, die es sich hier für relativ kleines Geld gutgehen lassen.

    OK, ich habe den Altersdurchschnitt etwas gesenkt und die hiesigen Kurschatten sind im Alter meiner Eltern und daher für erotische Intermezzi nicht wirklich geeignet! Aber der Grund der Reise, war ja auch ein anderer!

    So wurden Unterlagen sortiert, Verträge vorbereitet und unerledigte Korrespondenz bearbeitet, da ja nun die heiße Phase beginnt und vieles liegengeblieben war. Gestern stand ich vor dem Abgrund, heute bin ich einen entscheidenden Schritt weiter! Hurra!

    Nun ist der große Reisekoffer wieder gepackt: heute geht es zu einem Termin nach Nürnberg, dann morgen kurz in die Heimat, Montag und Dienstag suche ich das Rhein-Main-Gebiet heim, bin dann in Bensheim, Baden-Baden und Offenburg, bevor es am kommenden Freitag zurück nach Köln geht, wo auch schon wieder Arbeit lauert!

    Der ganze Juni wird Reisemonat sein und ich brauche schon eine gewisse Disziplin, um die Arbeit bewältigen zu können. Zum Glück kann ich dabei auf Kolleginnen und Kollegen vertrauen, die mich in wichtigen Bereichen unterstützen! Danke dafür!

    Wann platzen die ersten behördlichen Bomben?

    Das ist eine Frage, die oft gestellt wird und die man einfach nicht beantworten kann! Ich denke, dass sich die Meldungen in den kommenden Wochen überschlagen werden. Wir haben schließlich an die 20.000 Erotikbetriebe im Land und über 200.000 bekannte Sexworker, die alle irgendwie mit dem Thema zu tun haben (werden). Dazu über 11.000 Städte und Gemeinden, die etwas umsetzen müssen. eine Dimension, die man leicht aus dem Blick verliert!

    Angesichts der totalen Zahlen bin ich recht froh, dass nicht alle Beratungsbedarf haben und nicht alle bei mir anrufen! Ich bin auch froh, dass es weitere kompetente Berater gibt, die regional tätig sind und mit mir an einem Strang ziehen. Hier sei zum Beispiel Christoph Rohr erwähnt, der ja in Kürze auch ein Seminar in Süddeutschland anbietet, bei dem ich auch zu Gast sein werde.

    Wenn wir da Thema Konzession, Registrierung und Co. ansatzweise abgeschlossen haben werden, starte ich eine große Steueroffensive, die gemeinsam mit meinem Beratungspartner Herr Deák (Steuerberater / Bachelor of Science) entwickelt wird. Hier gibt es für viele Unternehmen in der Branche ungeahnte Optimierungsmöglichkeiten! Dazu bald mehr!

    Nun frisch ans Werk un zum Bahnhof, wo der Zug nach Nürnberg nicht wartet, sondern vermutlich pünktlich abfährt!

  • Prostitution 2017 – Unsere Taskforce steht – Einsatzbereitschaft garantiert!

    Prostitution 2017 – Unsere Taskforce steht – Einsatzbereitschaft garantiert!

    Prostitution 2017 - Unsere Taskforce steht - Einsatzbereitschaft garantiert!
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    Prostitution 2017 – Unsere Taskforce steht – Einsatzbereitschaft garantiert!

    Wenn es brennt, braucht man die Feuerwehr! Und wenn überraschende Ereignisse eintreten, sollte man Fachleute in der Hinterhand haben, die tatkäftig einschreiten können, wenn es vor Ort zu akuten Problemen kommt!

    Aus diesem Grund haben wir eine schlagkräftige Taskforce eingerichtet, die ab 1. Juli 2017 einsatzbereit ist und von unseren „Stützpunkten“ Frankfurt/Main und Köln aus operiert! Besonders in NRW sind die Behörden ja bereits sehr aktiv und hier ist nicht mit langem amtlichen „Abwarten“ zu rechnen; ganz im Gegenteil: wie der Fall Herford zeigt, sind die Ordnungsbehörden schon vor dem 1. Juli 2017 äusserst aktiv!

    Unangekündigte amtliche Besuche, Brandschauen, verwirrende Korrespondenz, merkwürdige Ansprache und Hinweise von Polizei und Ordnungsämtern sowie ähnliches mehr, gehören hier zu unseren Aufgaben! – In Deutschland hat man ja zum Glück viele Rechte, die man wahrnehmen kann und sollte! – Äussern Sie sich gegenüber Behörden bitte nur, wenn Ihnen die Tragweite Ihres Handels bewußt ist und lösen Sie nicht aus Versehen Verwaltungsakte aus, die Ihnen möglicherweise schaden! Fragen Sie nach und machen Sie von Ihrem Recht Gebrauch, vor Beantwortung von Fragen Rücksprache zu halten!

    Wir können innerhalb weniger Stunden bei Ihnen vor Ort sein und mit unseren Fachanwälten sehr schnell reagieren, wenn es nötig wird oder nötig erscheint. MH-Consulting hat das Team nochmals deutlich erweitert und den Erfordernissen angepasst!

    Unter dem Zentralruf 0177-2727897 sind wir rund um die Uhr erreichbar, sowohl persönlich, wie auch über SMS und WhatsApp.

    Zwar ist die Lage momentan fast überall noch entspannt, aber das kann sich schlagartig ändern, wenn das neue Prostitutionsgesetz erst einmal gilt und vielleicht wurde auf amtlicher Seite auch ein wenig gepokert, um die Branche im Ungewissen zu lassen. Wer sich in Sicherheit wähnt, ist immer etwas schutzlos und wird dann kalt erwischt! Muss nicht sein, kann aber! Wer dies weiß und beachtet, ist weise und vorbereitet! Glück auf!

  • Prostitution: NRW startet Gesetzesumsetzung – Beispiel Kreis Herford

    Prostitution: NRW startet Gesetzesumsetzung – Beispiel Kreis Herford

    Prostitution: NRW startet Gesetzesumsetzung - Beispiel Kreis Herford
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    Prostitution: NRW startet Gesetzesumsetzung – Beispiel Kreis Herford

    Wenn man, wie ich, täglich das Internet thematisch durchforstet, finden sich zahlreiche Hinweise auf die abwartende Vorgehensweise der Behörden in diversen Bundesländern. Man gibt sich uninformiert, hat angeblich oder sogar nachweislich keine Informationen, kapituliert vorläufig oder vertröstet sogar auf den Herbst. Der Beispiele gibt es viele und manch einer in der Branche kratzt sich verwundert am Kopf! War etwa nicht genug Zeit oder hat man die Angelegenheit absichtlich vertrödelt?

    Wenn ich nun eine aktuelle Meldung der „Neuen Westfälischen“ betrachte, so zeigt sich in Deutschlands größtem Bundesland Nordrhein-Westfalen ein völlig anderes Bild:

    Der Kreis Herford in Ostwestfalen hat die Betreiberinnen und Betreiber der lokalen Prostitutionsstätten bereits katalogisiert und Anfragen an diese versendet: Stammdaten und Baupläne wurden nach Aussage des zuständigen Kreisdirektors schon angefordert und dies zu einem Zeitpunkt, wo das neue Gesetz noch gar nicht gilt!

    Ostwestfälische Gründlichkeit, die deutlich macht, dass der Kreis Herford den Vorgaben des Landes NRW folgt und das dabei die Meldefrist für Alt-Betreiber, die bis zum 1. Oktober 2017 reicht, scheinbar kein Rolle spielt! Nun ja, baurechtlich gibt es diese Frist ja auch nicht und so kann die Behörde frühzeitig Fakten schaffen!

    Der Kreis Herford rechnet zwar lediglich bei 5 von 30 Betrieben in der Region mit Problemen, doch diese Einschätzung ist natürlich lediglich eine Prognose ohne Aktenprüfung. Rechnerisch sind 5 von 30 fast 20% und da ist dann jeder fünfte Betrieb!

    Es ist also schon Druck im Kessel und ich werde in den kommenden Tagen einmal bei meinem Kooperationspartner von OWL-Erotik nachfragen, ob er die amtlichen Erfassungsbögen bereits gesehen hat und von seinen Werbekunden diesbezüglich informiert wurde. Ich hatte ja im Frühjahr ein Seminar in Herford und kenne dementsprechend die Gesichter zu den Betrieben.

    Den Betroffenen rate ich an dieser Stelle, beim Ausfüllen der Formulare vorsichtig zu sein, da man sich sofort im Verwaltungsakt befindet und es sich nicht um irgendwelche lapidare Zettel handelt. Was man erklärt und meldet, hat womöglich ganz erhebliche Auswirkungen auf die Zukunft des eigenen Betriebes!

    Den Bericht der „Neuen Westfälischen“ finden Sie unter:

    http://www.nw.de/lokal/kreis_herford/herford/herford/21815290_Kreis-kontrolliert-Rotlichtszene.html

  • Prostitution – Auskunft des Bundesministeriums zum ProstSchGesetz

    Prostitution – Auskunft des Bundesministeriums zum ProstSchGesetz

    Prostitution - Auskunft des Bundesministeriums zum ProstSchGesetz aktuell
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    Prostitution – Auskunft des Bundesministeriums zum ProstSchGesetz

    Mein Unternehmensberatungskollege aus Frankfurt am Main hat sich in der vergangenen Woche die Mühe gemacht, beim Bundesfamilienministerium einmal per Mail nachzufragen, wer auf staatlicher Seite Hilfestellung bei Umsetzungsfragen zum neuen Prostitutionsgesetz geben kann und ob hier eine „Clearingstelle“ geplant ist.

    Wenn man im Berliner Service-Center anfragt, bekommt man tatsächlich Antwort und die Auskünfte sind dabei in einem anderen Kontext durchaus aufschlußreich, aber lesen Sie selbst, bevor ich ein wenig bewerte:


    Mein Kommentar: Bei den Städten und Gemeinden hört man, dass die Länder noch nicht ausreichend informiert haben und es daher zu Verzögerungen bei der Umsetzung kommen wird. Die Bundesländer verweisen auf den Bund, dieser erklärt die Umsetzung zur Ländersache und jeder wartet scheinbar darauf, dass eine andere „Ebene“ etwas tut. Das erscheint nun wirklich wenig koordiniert, aber man gibt sich dennoch unaufgeregt, da ja durch Verzögerung wahrscheinlich nur wenig materieller Schaden entsteht. Engagement und zielorientiertes Vorgehen sieht sicher anders aus, aber das deutet bereits an, das unser neues Prostitutionsgesetz kaum zur „Chefsache“ taugt, sondern recht stiefmütterlich behandelt wird. Es ist weder eilig noch wirklich wichtig?

    Sexworker(innen) und Betreiber können so bei der allgemeinen Aufregung vielleicht einen Gang runterschalten, zumindest vorläufig. Solange der See ruht, Formulare fehlen und Mitarbeiter noch nicht geschult sind, herrscht ein relativer Frieden, zumal jetzt bald bundesweit die Schulferien nahen, in denen auch in den Ämtern reduzierte Besetzung herrscht. Landesparlamente und der Deutsche Bundestag machen bis September Pause und so wird auf politischer Ebene und in den Ministerien nur wenig passieren. Also bremst sich die Verwaltung eher automatisch und wird das Thema erst im Herbst wieder in den Fokus nehmen? Vermutlich!

  • Prostitution 2017 – Prostituiertenschutzgesetz? – Ein unpassender Begriff!

    Prostitution 2017 – Prostituiertenschutzgesetz? – Ein unpassender Begriff!

    Prostitution 2017 - Prostituiertenschutzgesetz? - Ein unpassender Begriff!
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    Prostitution 2017 – Prostituiertenschutzgesetz? – Ein unpassender Begriff!

    Ein Begriff sollte immer einen logischen Inhalt transportieren! Mir ist bei diversen Informations-Veranstaltungen in den vergangenen Wochen, aber auch bei Streifzügen durch das Internet aufgefallen, dass beim neuen Gesetz unterschiedliche Begrifflichkeiten verwendet werden, die in völlig unterschiedliche Richtungen weisen:

    Wenn man das (so der korrekte amtliche Titel!)

    „Gesetz zur Regulierung des Prostitutionsgewerbes sowie zum Schutz von in der Prostitution tätigen Personen“ 

    vordergründig als „Prostituiertenschutzgesetz“ bezeichnet, übersieht man, dass der „Schutz“ mit dem schönen Wörtchen „sowie“ angeführt wird. Primäres Ziel ist die Regulierung und der Schutzgedanke folgt dann eindeutig an zweiter Stelle.

    Auch von „Prostitutionsschutzgesetz“ ist schon mal die Rede und ich habe diesen Begriff als angewandte Doppeldeutigkeit bei der Erstausgabe meines Buches verwendet, was mir sachlich richtige Kritik einbrachte, das mit dem neuen Gesetz die Prostitution keineswegs geschützt wird, sondern sogar gänzlich in Frage gestellt wird.

    Selbst die eher neutrale Bezeichnung „Prostitutionsgesetz“, den ich in meinen Artikel häufig verwende, birgt eine Verwechslungsgefahr mit dem alten Gesetz von 2002. Daher füge ich dann „neues“ hinzu und hoffe, dass alle verstehen, wovon ich rede.

    Warum betreibe ich hier diese Haarspalterei? Habe ich nichts besseres zu tun?

    Weil der Gesetzgeber bei der „Titelei“ ganz bewußt den „Schutz“, wie er von vielen verstanden wird, bewußt nicht in den Vordergrund gestellt hat, es sei denn, man versteht es als „Schutz der Gesellschaft vor der Prostitution“! Da wäre man dann wohl nah an der Wahrheit! Der Protest richtet sich aber sprachlich immer gegen das „Schutzgesetz“ und nie gegen das „Regulierungsgesetz“. Einfach falsche Vorzeichen und so argumentiert man schnell mit falschen Begriffen, obwohl man indirekt das gleiche meint oder meinen könnte?

  • Prostitution 2017 – Mordserie an Sexworkerinnen in Nürnberg? – Vorsicht!

    Prostitution 2017 – Mordserie an Sexworkerinnen in Nürnberg? – Vorsicht!

    Prostitution 2017 - Mordserie an Sexworkerinnen in Nürnberg? - Vorsicht!
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    Prostitution 2017 – Mordserie an Sexworkerinnen in Nürnberg? – Vorsicht!

    Ich habe in der vergangenen Woche von dem Tötungsdelikt an der osteuropäischen Dienstleisterin Yenna berichtet, die in einer brennenden Nürnberger Wohnung aufgefunden wurde, aber bereits vor dem Brand brutal traktiert worden war und trotz eingeleiteter Rettungsmaßnahmen verstarb. Der Brand sollte wohl zur Beseitigung von Spuren dienen, was aber nur teilweise gelang. Den Versuch eines Reporter-Portals (ich berichtete), ein brauchbares Motiv in einem AO-Forum zu finden, war mehr als makaber und pietätlos, da man Yenna eine Mitschuld zuschreiben wollte, da sie wohl beim Service nicht tabulos genug war oder falsche Versprechungen gemacht haben soll. Geschmacklos, oder? Suggestivfrage, was sonst? Ein schlimme Sache, die man, wenn man denn etwas „Geschmack“ hat, sicher so mit nicht beschönigen kann und darf. Mord bleibt Mord! Basta!

    Nun gibt es in Nürnberg eine sehr beunruhigende Entwicklung, da in den vergangenen Tagen ein weiteres Verbrechen entdeckt wurde, dass sich gegen eine weitere Sexworkerin richtete: eine 44-jährige Chinesin wurde in einen bekannten „Modellwohnung“ tot aufgefunden!

    Die „Abendzeitung München“ berichtet von „Gewalt gegen den Hals“ als Todesursache in beiden Fällen, wobei die Begrifflichkeit recht schrägt klingt, aber sicher dem Wörterbuch der Gerichtsmedizin entstammt und mit „erwürgen“ übersetzt werden kann.

    Die Polizei sieht aufgrund der Auffindesituation und der Obduktionsergebnisse deutliche Parallelen, die nun sogar auf einen Serientäter hindeuten, der möglicherweise weitere Morde begehen könnte! Dies alarmiert die „Szene“ in Nürnberg, wo es nach den Recherchen des Münchener „Merkur“ rund 180 bordellartige (Klein-Betriebe geben soll, von denen viele eben 1-Personen-Apartements sind, die durch ihre Disposition kaum Schutz bieten.

    Das letzte tödliche Verbrechen im Nürnberger Rotlichtmilieu liegt weit zurück und fand nach Angaben der Polizei im Jahr 2003 statt. Nun sind es 2 Taten in einer Woche und die Ermittlungen laufen nun natürlich auf Hochtouren, damit nicht noch weitere üble Taten hinzukommmen. Den Täter wähnt man in der Freier-Szene; einen Tatverdächtigen, den man vorläufig festgenommen hatte, ist wieder auf freiem Fuß, da sich die Verdachtsmomente nicht erhärteten.

    In Nürnberg muss man nun sehr vorsichtig sein, wenn man alleine in einer Wohnung der Prostitution nachgeht, denn die Gefahr ist momentan überhaupt nicht gebannt! Passen Sie auf sich auf! Die Polizei kann nämlich nicht jederzeit überall sein!

  • Presseschau Prostitution 2017: Orwell´s feuchter (Alb-) Traum

    Presseschau Prostitution 2017: Orwell´s feuchter (Alb-) Traum

    Presseschau Prostitution 2017: Orwell´s feuchter (Alb-) Traum
    Bildquelle: Screenshot bszonline

    Presseschau Prostitution 2017: Orwell´s feuchter (Alb-) Traum

    Ich liebe ja bekanntlich Wortspiele und der Kommentar von Marcus Boxler (bszonline) hat eine Überschrift, die bei mir sofort bunte Bilder erzeugte! Feuchte Träume, sowas kennen Frauen wie Männer, wenn man inspiriert an Erotik denkt und sich in der Phantasie einer gewissen Hemmungslosigkeit hingibt. Das Resultat: ein feuchtes Höschen oder aber ein etwas glibbriger Liebesstachel, der sich, ordnungsgemäße Funktion unterstellt, mal mehr und mal weniger im rechten Winkel reckt. Doch Orwell und Wollust passen dann doch nicht so ganz zusammen, da Orwell für Überwachung, Kontrolle und Reglementierung steht, seit er sein Buch mit dem Titel „1984″ veröffentlichte, was bereits 1949 geschah.

    Marcus Boxler verknüpft die Metapher „Orwell“ nun mit dem neuen Prostitutionsgesetz, das die Branche und deren Protagonistinnen / Protagonisten derzeit beschäftigt!

    Eine Registrierung wie in der NS-Zeit, Einschränkung der Grundrechte und Stigmatisierung: im Gesetz scheint wohl nach Meinung des Autors vieles enthalten zu sein, was da eigentlich nicht rein gehören sollte. Aber wer bestimmt das? Ja, das bestimmen die Volksvertreter in Berlin und die haben halt, genau wie Alice Schwarzer, die Boxler als „Steinzeit-Feministin“ charakterisiert, scheinbar eine ganz andere Sicht der Dinge.

    Ohne Polarisierung geht es nicht, wobei aber wieder einmal festzustellen ist, dass Prostitution eben ein totales Nischenthema ist, das noch nicht einmal ein Sommerloch füllt.

    Auch wenn Dona Carmen quasi zum „Ungehorsam“ aufruft und sogar empfiehlt, den Staat bei der Huren-Registrierung mit List und Tücke lahmzulegen, ist das öffentliche Interesse doch eher gering. Die Ministerien in Bund und Land sind jedenfalls nicht sonderlich beeindruckt und ziehen „ihr Ding“ halt irgendwie durch und zwar gewohnt unemotional!

    Der „durchsichtige Mensch“, den Boxler anführt, gibt es ja schon längst und viele Mitbürgerinnen und Mitbürger würden sich wundern, wenn sie erfahren würden, wer welche Daten hortet und wofür diese so alles verwendet werden können oder könnten!

    Feucht werden da eher die Augen, aber nicht durch Geilheit, sondern durch Wut und Ärger!

    Wie er persönlich die „Feuchtigkeit“ nun einordnet, lässt der Autor offen, schließt sich aber in seinen Ausführungen der neu formierten Protestszene an, die einen Stopp des Gesetzes fordert und nach einer Phase der situativen Lethargie nun wieder in Aktion tritt. Wir werden die Entwicklungen natürlich verfolgen und unterstützen, ohne dabei vor der angeblichen Allmacht des Staates zu kapitulieren! Denn: der Staat sind wir und es ist in vielen Bereichen des öffetnlichen Lebens an der Zeit, dies zu bekunden!

    Den Artikel von Herrn Boxler finden Sie unter:

    Marcus Boxler: Orwell´s feuchter (Alb-)Traum

  • Prostitution 2017 – Sexarbeit ist Arbeit! Respekt! – Veranstaltung Berlin

    Prostitution 2017 – Sexarbeit ist Arbeit! Respekt! – Veranstaltung Berlin

    Prostitution 2017 - Sexarbeit ist Arbeit! Respekt! - Veranstaltung BerlinProstitution 2017 – Sexarbeit ist Arbeit! Respekt! – Veranstaltung Berlin

    Am vergangenen Freitag, dem 2. Juni 2017, fand in Berlin eine Pressekonferenz zum Thema

    „Sexarbeit ist Arbeit! Respekt!“

    statt, zu der eine engagierte Aktionsgruppe rund um die bekannte Berliner Aktivistin Stephanie Klee anläßlich des „Internationalen Hurentags“ eingeladen hatte.

    Das Thema Sexarbeit ist momentan von der anstehende Einführung des neuen Prostitutionsgesetzes zum 1. Juli 2017 geprägt, ein Datum, das für die Erotikbranche und vorallem für die Sexworkerinnen und Sexworker ein „Schlag ins Gesicht“ ist, da Grundrechte eingeschränkt oder sogar ganz aufgehoben werden!

    Ein „Prostitutiertenschutzgesetz“, das nicht schützt, sondern im Gegenteil bevormundet und jeglichen Respekt vermissen lässt! Der vermeintliche Schutz wird als blanker Hohn betrachtet und für die Gruppe der Aktivistinnen ist es an der Zeit (weiter) zu handeln, um die Öffentlichtkeit zu sensibilisieren und einen „Zusammenschluß“ zu organisieren.

    Generelle Ziel der Kampagne ist es, eine Rücknahme des neuen Gesetzes zu erreichen und den politischen Druck zu erhöhen:

    Informieren und aufklären! Aktiv werden! Dies soll u.a. mit einer Wanderausstellung, einem Filmfest und mit vielfältigen politischen Aktionen realisiert werden!

    Stephanie Klee, Sexworkerin, Diplom-Sozialarbeiterni, Beraterin und vieles weitere mehr bezeichnete das neue Gesetz als „Verhinderungs- und Vernichtungsgesetz“ und beschrieb, wie ich die Gesetzgebung in eine völlig falsche Richtung entwickelte. Im Gesetzgebungsverfahren, das viele Jahre dauerte, wurde auf alle gehört, aber eben nicht genug auf die, die in der Praxis mit dem Thema täglich zu tun haben. So entstand ein realitätsfremdes Konstrukt, das nun große Probleme bereitet!

    Fragen an Justizia – Wie blind ist die deutsche Politik?

    Die renommierte Berliner Strafrechtlerin Dr. Margarete von Galen übernahm die juristische Bewertung und verwies auf einen Quantensprung in der Gesetzgebung, da Prostitution in Deutschland seit 1927 legal war und nun ein neue „Kriminalisierung“ eintritt. Zudem werden ab dem 1. Juli 2017 neben den massiven Einschränkungen der freien Berufsausübung, auch die geltenden EU-Dienstleistungsrichtlinien verletzt werden! Rechtliche Beschwerden sind damit vorprogrammiert!

    Die weiteren Podiumsgäste nahmen zu speziellen Aspekten Stellung und beleuchteten auch den Begriff des Feminismus in der Sexarbeit, der ja von vielen Frauenrechtler(innen) als Widerspruch in sich aufgefasst wird.

    Feminismus versus Prostitution oder Feminismus meets Prostitution?

    Stefanie Lohaus (Missy Magazin) stellte ihre feministische Perspektive dar und verwies auf die „bürgerlichen Ansätze“ einer Alice Schwarzer, die Sexarbeit generell verteufelt und klärte über die Verhältnismässigkeit zwischen Zwang und freiwilliger Arbeit hin. In der deutschen Medienlandschaft bringt Zwangsprostitution, Sex & Crime & Milieu eben Quote und niemand interessiert sich für die Normalität, die eben die Norm ist!

    Zurück in Kolonialismus und Nazi-Zeit?

    Prof. Dr. Schrader aus Frankfurt/Main  erklärte ihren generellen Respekt für Gesetze, sprach dann aber auch über „post-kolonialen Rassismus“ und „no respect“ gegenüber der Sexarbeit, einen Aspekt, den auch Ariane (ehemalige Sexworkerin aus Berlin) aufgriff und gleichzeitig auf die zunehmende Stigmatisierung hinwies, die sie an die Nazi-Zeit erinnere, wo Frauen als „Kontrollmädels“ registriert und verfolgt wurden. Zurück in die Zukunft?

    „Wo bleibt das würdevolle Leben für Sexworker(innen)?“

    Astrid Gabb (Madonna e.V. Bochum) berichtete aus der Arbeit ihrer Beratungsstelle und stellte fest, das durch das neue Gesetz ein „würdevolles Leben“ kaum möglich sei und das die Unsicherheit zunimmt. Sie sprach ethische Fragen an und zeigte sich ebenso betroffen wie die Sexworkerin Emy Fem, die eine fehlende Bedarfserhebung anprangerte und sich selbst fast permanent wie eine Straftäterin sieht, weil der Staat den Generalverdacht erhebt!

    Man spricht nicht miteinander, aber gerne übereinander!

    Als „Enfant terrible“ der Branche und angeblicher „Frauenfresser“, unterstütze ich die neue Kampagen ausdrücklich und habe auch entsprechende Handreichungen im Reisegepäck. Feministinnen sind übrigens nicht naturgemäß böse, wie die Berliner „Mädels“ (man entschuldige den Ausdruck!) bewiesen, mit denen ich noch im Café Einstein einkehrte und zu denen ich als Mann ein ganz entspanntes freundschaftliches Verhältnis pflege! Warum auch nicht: alte Vorurteile kann man schnell überwinden und „Feminismus“ ist ja keine Krankheit, sondern eine politische Einstellung, die auch Männer teilen können oder sogar sollten?

    Alle Informationen zur Kampagne finden Sie auf der neuen Webpage der Kampagne:

    Wir über uns

     



    Nachfolgend eine aktuelle Presseschau zum Thema Prostitution 2017 – Sexarbeit ist Arbeit! Respekt! – Veranstaltung Berlin:

    Bericht der Berliner Zeitung zum Thema

    Bericht der Siegessäule zum Thema

    Bericht der BSZ Bochum zum Thema

  • ProstSchG – Achtung Gefahr – Gute Ratschläge und die möglichen Folgen!

    ProstSchG – Achtung Gefahr – Gute Ratschläge und die möglichen Folgen!

    ProstSchG - Achtung Gefahr - Gute Ratschläge und die möglichen Folgen!
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    ProstSchG – Achtung Gefahr – Gute Ratschläge und die möglichen Folgen!

    Momentan ist das Internet voll mit guten Ratschlägen und Einschätzungen zum neuen Prostitutionsgesetz. Erotikportale raten ihren Kunden erst einmal abzuwarten und wecken damit die Hoffnung, dass alles nicht so schlimm werden wird. In der Tat ist die Wahrscheinlichkeit sehr gering, dass die Behörden pünktlich zum 1. Juli 2017 mit intensiven Kontrollen beginnen werden. Jedenfalls nicht von Amts wegen, also aus eigenem Antrieb.

    Aber auch in Ländern wie NRW, wo nach Aussage der Landesregierung erst ab Januar 2018 intensiv kontrolliert werden soll, gibt es einen anderen Umstand, der bei den Ratschlägen einfach ignoriert wird, denn:

    Das Gesetz gilt natürlich ab dem 1. Juli 2017 und wenn Anzeigen von außen (beispielsweise von Mitbewerbern oder sittenstrenegen Bürgern) eingehen, können die Behörden nicht anders, als zu reagieren.

    Meldet jemand beipielweise baurechtliche oder sonstige ordnungsrechtliche Verstöße, müssen die Damen und Herren vom Amt tätig werden. Anonyme Anzeigen sind in der Branche durchaus „beliebt“, sei es nun beim Finanzamt oder bei Polizei oder Ordnungsamt! Gerade wenn die Konkurrenz den rechtlichen Rahmen weit ausschöpft und unkonventionell arbeitet, ist „Whistleblowing“ nicht ungefährlich!

    Des weiteren sind ab 01.07. natürlich auch wieder besondere Abmahnungen möglich, wenn
    gegen die Werbeverbote des neuen Gesetzes verstoßen wird. Jeder Mitbewerber kann seinen Anwalt beauftragen und dabei auch das Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb anführen. Da kommen schnell Anwaltsrechnungen ins Haus, die unerfreulich sind! Stellt man den Mißstand dann nicht ab, sind natürlich auch Bußgelder zu erwarten, mit denen man dann für weitere Genehmigungsverfahren schon „angezählt“ ist. Übertreibt man dies merklich, folgt irgendwann das amtliche K.O.

    Auch wenn amtliche Hausbesuche in den kommenden Monaten eher unwahrscheinlich sind, darf man diese wichtigen Dinge nicht vergessen und man muß dem Stichtag schon die Bedeutung beimessen, die er nun einmal zwangsläufig hat! Dies soll jetzt kein Bangemachen sein, sondern der Aufruf, diese Umstände unbedingt im Blick zu behalten! Der kluge Mann, bzw. die kluge Frau baut einfach vor!

  • Howard in Berlin und Dresden – Konferenz, TV-Dreh und Einkehr!

    Howard in Berlin und Dresden – Konferenz, TV-Dreh und Einkehr!

    Howard in Berlin und Dresden - Konferenz, TV-Dreh und Einkehr!
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    Berlin, Berlin! Wir fahren nach Berlin! So lautet der alljährliche Schlachtruf der Fußballfreunde, wenn es zum wichtigen DFB-Pokalfinale in die Hauptstadt geht. Da mich mit Berlin vielfältige familiäre, freundschaftliche und geschäftliche Kontakte verbinden, ist die Freude immer auf meiner Seite, wenn es an die Spree geht und das erst recht, wenn die Sonne dabei lacht! Es sieht heute zumindest ganz danach aus!


    Ich besuche heute um 11.00 Uhr in Berlin die Pressekonferenz zum Start des neuen Projekts „Sexarbeit ist Arbeit! Repekt!“, an der ausgewiesene und prominente Aktivistinnen wie Stephanie Klee, Dr. Margarete von Galen und Prof. Dr. Kathrin Schrader teilnehmen und referieren werden. Das der Termin auf den 2. Juni und damit auf den Internationalen Hurentag fällt, ist natürlich kein Zufall, sondern sehr symbolhaft!

    Am Nachmittag bin ich als Interview-Gast mit einem TV-Team unterwegs, das für das öffentlich rechtliche Fernsehen eine Kurzdokumentation zum neuen Prostitutionsgesetz produziert und mich um meine Mitwirkung gebeten hat. Wir drehen im Kiez und die Frisur habe ich bereits in den frühen Morgenstunden gerichtet und konserviert. 4-Wetter-Taft? Das Projekt als solches ist mal wieder interessant und erfordert meine Kreativität!

    Morgen geht es dann zu Beratungsgesprächen nach Dresden, bevor ich eine einwöchige Klausur-Phase einlege, um Kundenakten zu bearbeiten und diverse Materialien für den Alltag im Prostitutionsbetrieb zu erstellen. Es wird eine sehr intensive Arbeitsphase werden und ich bitte schon jetzt um Verständnis, das ich dabei öfter offline und temporär „unerreichbar“ sein werde.

    Ich wünsche allen ein schönes und erleuchtendes Pfingstfest, bei dem bekanntlich der Heilige Geist vom Himmel braust und verweise mal wieder auf den stetig und emsig laufenden Countdown, der mit dem heutigen Tag unter 30 steht. Bedenklich? Es wird ein ganz heisser Monat und ich denke, dass alle Betroffenen jetzt automatisch wach werden und erkennen, was die Stunde geschlagen hat. Der Fatalist oder Existentialist könnte anmerken:

    „Heute wollen wir feiern, denn morgen sind wir tot!“

  • Dona Carmen – Alle Huren heissen demnächst Alice Schwarzer?

    Dona Carmen – Alle Huren heissen demnächst Alice Schwarzer?

    Dona Carmen - Alle Huren heissen demnächst "Alice Schwarzer"?
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    Dona Carmen – Alle Huren heissen demnächst Alice Schwarzer?

    Gestern erreichte mich über undurchsichtige Kanäle ein sehr spezieller „Aufruf“ aus der Frankfurter Elbestrasse, mit dem sich der Verein Dona Carmen e.V. an die Sexworkerinnen und Sexworker richtet. Thema ist dabei die amtliche Registrierung (Huren-Ausweis) und die Frankfurter Aktivisten haben „glorreiche Vorschläge“, wie man hierbei trickreich verfahren kann, um dem Staat möglichst viel Umstände zu bereiten!

    So sollen Sexworker(innen) 11.000 deutsche Tätigkeitorte auf den Ausweis schreiben lassen, was natürlich ein Ding der Unmöglichkeit ist, worauf es aber nach jetziger Gesetzeslage einen Rechtsanspruch gibt. Das Ministerium hat es unwissentlich „so“ vorgeschrieben, nachdem die pauschale Formulierung wie „bundesweit“ nicht mehr möglich sind. Nun gut, das riecht dann nach jeder Menge Theater mit dem Amt, wenn man die 11.000 Eintragungen zu Recht verlangt. Einen Ausweis hat man dadurch allerdings auch noch nicht!

    Viel problematischer ist der Aufruf, dass sich alle Sexworker(innen) einen Alias-Ausweis mit dem gleichen Pseudonym besorgen sollen, um Datenbanken zum kollabieren zu bringen! Allerdings muß an bedenken, dass durch die vorhandene Nummerierung auch mit Tausenden gleichen Namen eine eindeutige Identifizierung zum Realnamen kein Problem ist! Wir leben im Digital-Zeitalter 4.0 und solche Verwirrungen erledigt Kollege Computer in Sekunden! Da denkt man in Frankfurt nicht unbedingt zeitgemäß!

    Eine wirkliche Frechheit ist es, einen gemeinsamen Alias-Namen für alle vorzuschlagen und hier „Alice Schwarzer“ zu empfehlen! Das ist dann die bekannte Geschmacklosigkeit, die man
    aus der Elbestrasse schon kennt: das ist kein banaler Seitenhieb, sondern ein Wortspiel, dass für mich absolut keins ist! Ich betrachte es als einen indirekten Angriff auf eine Person des öffentlichen Lebens, die in der Szene bekannt ist. Dona Carmen lehnt sich (zu) weit aus dem Fenster. Meine Meinung, die ich ja zum Glück haben darf! Wir werden sehen, was daraus resultiert! Hier wird das Persönlichkeitsrecht der Kölner Frauenrechtlerin angegriffen und es ist einfach nicht lustig, was hier fabriziert wurde.

    Man kann es jetzt Satire nennen oder auch nicht, aber den Namen einer Frauenrechtlerin zu empfehlen, die eine ausgewiesene Prostitutionsgegnerin ist, ist für mich ein Fauxpas erster Kategorie. ob es strafbar ist, wird Alice sicher klären lassen! Die Menschenrechte sollten auch für eine hartnäckige Widersacherin gelten und hier sei auch an Rosa Luxemburg erinnert, die treffend formulierte:

    Freiheit ist immer Freiheit der Andersdenkenden

    Auch der Slogan „Fünf Finger sind eine Faust!“ klingt schon sehr nach Klassenkampf! Haben wir den oder schießt da jemand deutlich über das Ziel hinaus?

    Der Link zum fragwürdigen Aufruf:

    Aufruf an alle Sexarbeiter/innen

     

    Der Kölner Express berichtet aktuell auch zum Thema:

    http://www.express.de/news/panorama/was-ist-denn-da-los–huren-gehen-auf-alice-schwarzer-los-27017972