Blog by Howard Chance 2027

  • Prostitution 2017 – Unklare Lage in einigen Bundesländern – Zugeständnisse?

    Prostitution 2017 – Unklare Lage in einigen Bundesländern – Zugeständnisse?

    Prostitution 2017 - Unklare Lage in einigen Bundesländern - Zugeständnisse?Prostitution 2017 – Unklare Lage in einigen Bundesländern – Zugeständnisse?

    Wie wir alle wissen, haben einige Bundesländer die Landesverordnungen zum neuen Prostitutionsgesetz erst sehr spät beschlossen und dementsprechend klemmt es natürlich oft auch an der termingerechten Umsetzung vor Ort! Ich war in der vergangenen Woche unglaublich oft am Telefon und habe mit Behörden landauf und landab telefoniert, um entstehende Probleme zu diskutierten und um Situationen zu bewerten.

    In fast allen Bundesländern gibt es das ernst zunehmende Problem, dass Anmeldebestätigungen für die Sexworkerinnen nicht „sofort“ ausgestellt werden können!

    Damen, die Anfang Januar 2018 aus dem Ausland anreisen, haben in der Regel (noch) keinen „Huren-Ausweis“, wollen aber nach der üblichen „Weihnachtspause“ arbeiten. Sie haben Hostessen-Appartments gebucht, wollen in FKK-Clubs tätig werden oder sonstwie in der käuflichen Erotik tätig werden.

    Nach den strengen Buchstaben des Gesetzes dürfen Betreiberinnen und Betreiber von „Prostitutionsstätten“ aber ab 01. Januar 2018 keine Vermietungen vornehmen oder selbständige Arbeit in ihren Clubs erlauben, wenn die amtliche „Anmeldebestätigung“ nicht vorliegt! Lässt man hier die 5 gerade sein, läuft man Gefahr schon zu Monatsbeginn ein Bußgeld zu kassieren und zusätzlich ein Negativ-Merkmal für die anstehende Erlaubnis des Gewerbes zu verbuchen.

    In Bundesländern, wo noch überhaupt keine „Huren-Ausweise“ ausgestellt worden sind, werden sich die Behörden wahrscheinlich mit Kontrollen zurückhalten; in Bundesländern, wo aber seit Monaten die unbeliebten Ausweise ausgestellt werden, kann man mit weniger Liberalität rechnen!

    Eine Musterlösung für diese Fälle gibt es leider nicht und da mehrere Behörden Kontrollen durchführen können (Ordnungsämter, Polizei, Zoll, Finanzamt), gibt es auch keine generelle Absolution, da die Behörden untereinander oft nicht vernetzt sind und die eine Behörde oft nicht weiß, was die andere tut!

    In NRW, wo ich die meisten Kunden habe, gibt es Städte, die sich entspannt zeigen und andere, die ab dem 1. Januar 2018 zur Jagd auf Rotlicht-Sünder blasen und die schon eine Reihe von Betrieben auf der Liste haben, die dringend „heimgesucht“ werden sollen! Eine unangenehme Situation, die dem Betreiber das Fest schon vermiesen können.

    Die „reisenden Damen“ nehmen die „Ausweis-Frage“ nicht sonderlich ernst und werden bei konservativen Betreiberinnen und Betreibern keine Wohnung erhalten, dann hektisch auf´s Amt rennen, wo man ihnen dann einen Termin für Februar oder März anbietet! Wenn man nur eine Woche in der Stadt ist, nützt das natürlich gar nichts!

    Wenn man bzw. frau wenigstens eine „Übergangsbescheinigung“ bekommt, die irgendwie am Gesetz vorbei zur vorübergehenden „Tätigkeit“ an einem bestimmten Ort berechtigen soll, hat frau ja noch einigermaßen Glück. Aber wenn dies lokal nicht angeboten wird, ist das dumme Gesicht vorprogrammiert!

    Die Betreiberinnen und Betreiber haben sich in den vergangenen Wochen viel Mühe gegeben, um Damen auf´s Amt zu bekommen, aber ich gehe davon aus, dass nicht mehr als 10% der Damen, die in Deutschland der gewerblichen Sexarbeit nachgehen, im Besitz des wichtigen Dokuments sind und das die bemühten Betreiberinnen und Betreiber im Januar 2018 in Gewissenskonflikte geraten werden: ignoriere ich die gesetzliche Vorgabe oder gebe ich mich streng, um mit keiner Behörde in Konflikt zu geraten?

    Es geht ja konkret um „Einnahme“ oder „Nicht-Einnahme“! Eine Gretchen-Frage, zu der ich aus verständlichen Gründen keine Empfehlung abgeben werde!

    Ein Aufruf zum „Rechtsbruch“ ist strafbar und ich wundere mich immer wieder, wenn Leute solches öffentlich tun. Ich bleibe für meine Kundinnen und Kunden natürlich am Ball und versuche regional Lösungen zu finden, auch wenn die Wahrscheinlichkeit nicht wirklich hoch ist, dass solches kurzfristig noch gelingt!

  • Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance - Erzählungen

    Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Köln 2007: Unser Seniorchef war schon immer ein findiger freier Geist, der das Ungewöhnliche sehr liebte. Nachdem er bereits in den 80ern die Swingerszene in NRW mit seinen innovativen Konzepten quasi reformiert hatte, lagen ihm besondere Veranstaltungen mit dem gewissen erotischen „Kick“  immer am Herzen. Schnöder Partybetrieb, nicht mit ihm! – Langweilig kann ja jeder!

    Wenn man im Showgeschäft tätig ist, muss man jeden Tag eine neue Nummer auf Lager haben“

    Nach einem erotischen Kurzurlaub in Hamburg mit einer seiner lieblichen Gespielinnen (datierend aus Frühjahr 2007), einer romantischen Hafenrundfahrt und einem abendlichen Spaziergang nahe der bekannten St. Pauli-Landungsbrücken, war unser Don auf eine neue wegweisende Idee gekommen: Frivole Swingerparties auf einem Schiff. Swingerboot, Pornoboot, was auch immer. Sicher ein Hammer, etwas Neues für die Gäste und durch unsere geografische Lage nahe am Rhein sicherlich absolut problemlos zu realisieren.

    Also war unsere Verwaltung nun gefragt: Ich hatte die sowohl ehrenvolle wie anspruchsvolle Aufgabe, für die „Erotische Schifffahrt“ (vorsichtig formuliert) den passenden Rheindampfer zu finden. Köln-Düsseldorfer, Weiße Flotte und diverse private Schiffer wurden unter dem Deckmantel eines „Firmenausflugs“ kontaktiert. Es folgten Besichtigungen vor Ort, immer mit dem „Don“ an der Seite, der die Verhandlungen selbst leiten wollte und damit so manchem Rheinkapitän den kalten Schweiß auf die Stirn trieb. Gingen diese per dato von einer der  konventionellen „Kaffee-und-Kuchen-Rundfahrten“ zum Drachenfels oder vom „Senioren-Tanztee“ aus, waren die Visionen des Padre ganz klar andere:

    Massive Umbauten dringend notwendig!

    „Die Bestuhlung muss raus! Der ganze Kahn muss mit schwarzer Lackfolie ausgekleidet werden! Wo können wir unsere Betten aufbauen? – Wohin mit den Maschinen? – Wo können die Leute denn duschen und „vögeln“?

    Betten? – Maschinen? – Vögeln? – Kopfschütteln und der erste vage Verdacht, dass es sich um eine Veranstaltung handeln könnte, die es so auf dem Rhein noch nicht gegeben haben könnte.

    Rheinschiffer sind vorsichtige Menschen und zudem sehr auf ihren guten Ruf bedacht! Fahren doch täglich ganz normale Menschen mit ihnen: Oma, Opa, Familien, Kegelclubs, Kolping-Family und die sehr konservativen Mädels von der evangelischen Frauenhilfe. So war es dann so gar nicht verwunderlich, dass wir mehrmals von Bord gewiesen wurden, nachdem wir unser ausgefeiltes erotisches Konzept präsentiert hatten.

    Ausgelassene Leute im Fetisch-Outfit, Swinger, nackte Haut, Gruppensex auf dem Sonnendeck? – Einfach zu viel für Reeder Heinz und seine netten Kollegen von der Köln-Düsseldorfer… Viel zu viel! „Was? … Auf meinem Schiff soll gevögelt werden? … Gruppensex? So eine Schweinerei! Das hat es ja noch nie gegeben! Und wird es sicher auch nicht geben. Ihr habt ‘se doch nicht alle! Seht zu, dass ihr Land gewinnt!

    Lustig angedacht, entwickelte sich das Vorhaben zu einer echten Herausforderung. Die Rheinschiffer gingen kollektiv auf „Protest“, nahezu die gesamte Branche war alarmiert und verweigerte jegliche Zusammenarbeit mit den „Sex-Ferkeln“ (womit unser lustiges Unternehmen gemeint war). Stillstand! Selbst ausgelobte „Sondertaler“ machten die Schiffer nicht wirklich willig!

    Der Don war nun sehr verärgert, wollte aber keinen Zentimeter von seiner grandiosen Vision abweichen.

    Dann kaufen wir eben so ein blödes Schiff!“, war sein trotziger und entschlossener Kommentar.

    Nun sind solche Schiffe recht rar und natürlich auch ziemlich teuer. Wenn dann auch noch Eile angeordnet ist, wird manches zum sinnlosen Unterfangen. So ein Mist! – Kurz bevor den Don die diesbezügliche Depression ereilte, meldete sich bei uns urplötzlich Paul, ein netter holländischer Partyschiff-Kapitän, der über das passende schwimmende „Objekt der Begierde” verfügte.

    Er hatte einen stylischen Groß-Dampfer für bis zu 800 Personen mit Musikanlage im Angebot, der in der Saison im Hafen Köln-Niehl ankerte. Ein Kumpel hatte ihm von unseren Schwierigkeiten erzählt, und da er die spießigen KD-Kollegen eh nicht leiden konnte, war es ihm eine besondere Freude, uns aus der Bredouille zu helfen. Freie Fahrt für freie hedonistisch veranlagte Bürger!

    Die „MS Enterprise“: ideal für unsere Zwecke und durch die umfassende Liberalität des Holländers konzeptionell  hervorragend geeignet. Fuhr er bislang Techno-Partys mit DJs durch die Stromschnellen des Rheins, bereiteten ihm nun nackte Menschen mit wohl ausgefallenen bizarren Neigungen nicht wirklich Probleme. Bei einer gemeinsamen King-Size-Zigarre „Cohiba 5“ mit dem Don, wurde das frivole Projekt per Handschlag besiegelt!

    Fronleichnam einfach mal total anders …

    Als Termin legten wir einen hoffentlich sonnigen Feiertag Anfang Juni fest. Fronleichnam. Ein Feiertag, an dem in NRW eben frei ist. Leinen los in Köln! Die Vorbereitungen liefen an, das Lack-Deko-Material wurde geordert, unsere Werbung kam sofort auf die Club-Homepage und in die Online-Portale. Flyer und Plakate kamen sehr schnell in Umlauf. Noch vier Wochen bis zum großen Ereignis!

    Seid Ihr denn völlig bekloppt?“, hallte es mahnend aus dem Telefonhörer.

    Meine Berliner Freundin, in der katholischen Kirche beheimatet und durch ihren öffentlichen Job immer bestens informiert, schlug Alarm. „Wegen Fronleichnam? Die Katholiken fahren doch da eh ihre Schiffsprozession!“

    „Nein. Das ginge ja wohl noch … aber an dem Tag ist Deutscher Evangelischer Kirchentag in Köln mit erwarteten 800.000 Besuchern. Gebets-Kette am Rheinufer usw… usw… !“

    Im Internet überprüfte ich ihre Angaben. „Lebendig und kräftig und schärfer“, war die nun einmal absolut passende Kirchentags-Losung aus dem 4. Hebräer-Brief. Da hatte die Kirche auch für uns ins Schwarze getroffen!

    Donnerwetter! – Ich berichtete dem Don sofort von  meinen Entdeckungen, doch wirklich beeindrucken konnte ich ihn damit nicht! – „Die stören uns nicht!“, war sein lapidarer Kommentar! „Sicher nicht“, war auch meine Meinung, aber umgekehrt befürchtete ich schon jetzt massivste Verwicklungen.

    Die Anmeldeliste für die Schifffahrt füllte sich stetig. Erotik-Freundinnen und –freunde aus der ganzen Republik, gierten geradezu nach den Karten, und ich als verantwortlicher Marketing-Leiter kalauerte in meinem wöchentlichen Online-Newsletter ein wenig herum:

    Während die einen zum Evangelischen Kirchentag in die Domstadt pilgern, wird an Bord unseres Partyschiffs eine besonders intensive Form der christlichen Nächstenliebe praktiziert.“

    Ein echter Kracher! – Die Swingerfreunde fanden es prima und der Kirchentag als Dekoration reizte dazu auch noch ungemein. Wilde Umtriebe, während links und rechts am Rhein brav gefrömmelt wird. Wenn das nicht mal außergewöhnlich ist … Schnell wurde uns aber eine mehr als „böse Absicht“ unterstellt, was aber, abstrakt betrachtet, überhaupt nicht der Fall war.

    Die Realität holte uns dann gerade einmal drei Tage vor dem großen Swinger-Fest wie ein Paukenschlag ein! – Ich weilte gerade auf einer großen Erotikmesse in Madrid, als mein Handy am frühen Morgen die frohe Kunde aus der Firmen-Zentrale brachte.

    „Moin Alter, hier brennt jetzt gerade richtig der Baum!“, berichtete mein Büro-Kollege Klaus ziemlich aufgeregt, „Ordnungsamt, Presse, die rennen uns die Bude ein. Guck Dir mal den Kölner Express an. – Das geht nicht gut! – Der Alte hat sie doch nicht alle! – Das geht schief!“

    Express-Online funktionierte auch in Madrid. Laptop an und mal lesen, was die Medien so über unser Projekt berichten. Mit fetten Lettern fand ich die Story:

    Swingerschiff auf Kirchentag! – Am Donnerstag ist mit sehr viel Verkehr auf dem Rhein zu rechnen!!“

    Ein toller Kalauer, ein gelungenes Wortspiel, wenn es denn nicht unsere Veranstaltung betroffen hätte. In unserer Verwaltung liefen die Telefone heiß. Der Chef des Kölner Ordnungsamtes fragte uns nach einer vorliegenden Genehmigung, drohte dann konkret amtliche Zwangsmaßnahmen an.

    Die Presse gierte natürlich nach konkreten Infos und am Enterprise-Schiffsanleger im Niehler Hafen baute sich ein Kamerateam von RTL auf, um den sündigen Schiffer aus Holland zu interviewen. Die Sendung „18:45“ brachte dann auch einen exklusiven TV-Bericht, bei dem man unsere fleißigen Handwerker im Bild hatte.

    Skandal, Auswüchse … Steckt womöglich die Katholische Kirche dahinter?“, war zu hören.

    Erste Schaulustige tauchten auf und fotografierten das Schiff im Hafen. Eine gelbe Zustellungsurkunde der Stadt Köln landete in unserem Briefkasten und ein Offizieller des Erzbischöflichen Generalvikariats meldete sich im Dom-Radio zu Wort: „Wir haben mit der Veranstaltung wirklich nichts zu tun. Der Erzbischof ist sehr beunruhigt! Im Sinne der Ökumene wünschen wir den evangelischen Christen einen gelungenen Kirchentag in Köln! Gelobt sei Jesus Christus!“ – In Ewigkeit. Amen!

    Was für ein infernaler Unsinn! – Die Katholische Kirche als Veranstalter erotischer Schifffahrten. Und dass, um die Evangelen zu ärgern? Noch blöder kann man ja kaum denken, umso verwunderlicher war, wie ernst die Kölner Kirchenfürsten die „Unterstellung“ dann doch nahmen.

    Wie, zum Teufel, waren unsere „intimen” Infos bloß so schnell an die Presse gelangt?

    Wahrscheinlich hatte einfach jemand meinen Newsletter „unbefugt“ weitergeleitet. Für die Regenbogen-Presse natürlich eine absolute Steilvorlage! – Selbst im Ticker der DPA fuhr unser Schiff schon bundesweit in die gierenden Redaktionsstuben.

    Konnte die Fahrt unter diesen Umständen überhaupt noch stattfinden? – Zeitleiste: 2 Tage bis Ultimo. Das Chaos nahm seinen Lauf und ich war ja noch in Madrid.

    „Alles Quatsch!“, beruhigte mich der Don am Telefon. „Wir fahren trotzdem! – Basta! Vielleicht bringt uns die Berichterstattung ja sogar noch zusätzliche Gäste.

    Auch die Kirchenbrüder vögeln! – Aber wie … !“

    Der Don in seinem Element und im stetigen Kampf für den freien Orgasmus! Seit seiner Messdiener-Zeit und dem Langzeit-Aufenthalt in einem kirchlichen Internat, sah er die Dinge einfach völlig anders.

    „Lebendig und kräftig und schärfer!“ – Die Losung fiel mir wieder ein, während ich ein wenig angespannt zum Madrider Flughafen fuhr, um so schnell wie möglich zurück in die Heimat zu kommen. Jetzt musste gehandelt werden, da sich die Drohgebärden der Behörden inzwischen wie eine große schwarze Wand anfühlten. Während unser Team schon merklich am Rad drehte, hatte der „Cheffe” sichtlich Spaß an dem lustigen wie unterhaltsamen Spektakel.

    Das Amt wird sehr „aktiv“ … Schiff ahoi?

    Bei uns in der Verwaltung war es jetzt „lebendig“, keine Frage. Unsere Jungs packten nun „kräftig“ an, um die erotische Ausstattung auf den Kahn zu schaffen, viel „schärfer“ wurde der Ton der Kölner Behörden, die sogar Unterhändler schickten, um „Schlimmes“ zu verhindern.

    „Wenn Sie hier in Köln boarden sollten, werden wir sofort einschreiten!“, war die klar verständliche Ansage der Ordnungsbehörde. „Keine Diskussion!“ 1 Tag bis Ultimo!

    Das abendliche Krisengespräch in Solingen nahm seinen Lauf! Während im Niehler Hafen die Matten und die Penetrations-Maschinen installiert wurden, Deko-Stoff und Getränke eintrafen, war uns einfach  nur noch flau. Denn parallel gingen immer mehr neue Anmeldungen ein!

    Ein Freund von der Wasserschutz-Polizei in Köln, hatte uns von bevorstehenden Maßnahmen berichtet. Man fuhr bereits verstärkt Schiffs-Streife und hatte die Kapitäne der KD auf die „MS Enterprise“ angesetzt. Im Schiffsfunk wurden anzügliche Späße gemacht, die das Leben auf dem Rhein einfach verschönten!

    Na Klasse, alles, was man etwa 24 Stunden vor einem Großevent so braucht! – So etwas sorgt für ruhigen gesunden Schlaf … zumindest beim Don!

    Eine besondere Sorge machte uns nun auch der „Steiger“, der geplante Anlegepunkt an der Kölner Hohenzollern-Brücke. Zwar hatten wir vom privaten Betreiber die Nutzungs-Genehmigung, allerdings konnte das Wasser- und Schifffahrts-Amt unter Umständen noch Einfluss darauf nehmen und “Enterer” einsenden.

    Wir gaben Schiffer-Paul vorsorglich die Anweisung, die „Enterprise“ umgehend in Fahrt zu setzen. Im Niehler Hafen hätte man das Schiff trefflich blockieren können. Dies galt es unbedingt zu vermeiden. – Leinen los! Die „MS Enterprise“ lief aus Richtung Leverkusen-Wiesdorf. Schachzug Nummer 1 im maritimen Manöver!

    Köln wurde einfach zu heiß! – Wir entschieden uns spät in der Nacht für eine Rundmail an die angemeldeten Paare:

    Ihr Lieben: Letzte Meldung: Swingerschiff startet morgen an den Rheinterrassen Düsseldorf!“

    Über Nacht bestellten wir zwei Busse, die für den Notfall am Hyatt-Hotel in Köln stationiert wurden, um Gäste, die unsere Emergency-Mail nicht mehr gelesen haben sollten, nach Düsseldorf shutteln zu können. Die „Enterprise“ blieb in Bewegung und fuhr während der Nacht schwach beleuchtet den Rhein auf und ab.

    Wir erwarteten mehr als 500 Gäste an Bord, da durfte einfach nichts mehr anbrennen!

    Eine unruhige Nacht, ein sonniger Morgen! – Das ideale Wetter für unseren Event! Wenn nur mal alles gut geht … noch 10 Stunden bis zum Boarding!

    Das Flaggschiff der KD mit dem „Lamm Christi“ auf Rheinprozession. Tausende von evangelischen Pilgern am Rheinufer und auf den bekannten Plätzen der Stadt. Der „Rheinpark“ prall gefüllt. – Köln-City gegen 13 Uhr! Und die „Enterprise“? „Nahe Niehl“ … so tönte es von einem spionierenden KD-Schiff in den Schiffsfunk.  Am Steiger „Hohenzollern-Brücke“ stand bereits ein Mannschaftsbus der Wuppertaler Bereitschaftspolizei!

    Bingo … die Polizei-Aktion lief! Ein Polizeiboot ankerte Nähe Rheinauhafen, ein zweites lauerte unauffällig am Niehler Hafen. Die Ruhe vor dem kommenden Sturm!

    Wir hatten zwischenzeitlich unser „Headquarter“ in ein Hotel nach Düsseldorf-City verlegt. Presse-Vertretern, die unentwegt anriefen, teilte ich entschlossen mit:

    Die Schifffahrt findet statt, komme, was da wolle!“

    Cooler als Schiffer-Paul kann wohl niemand sein! Mit List und Tücke war es ihm zwischenzeitlich gelungen, der intensiven KD-Bespitzelung zu entgehen. Das bestimmt 60m lange Schiff war einfach vom Rhein verschwunden. In einem Nebenbecken ankerte der Kahn auf halbem Weg nach Düsseldorf. Einsatzbereit!

    17 Uhr in Köln. Highlife, egal wohin man auch schaute. Vorbereitungen für das große „Kerzen-Gebet“, viele, ja für uns viel zu viele feiernde Menschen am Steiger „Hohenzollern-Brücke“. Fromme Christen, Alt-Ökos, lila Feministinnen. Und dazwischen?

    Einige versprengte, sowie verunsicherte Swinger-Paare in teuflischem Outfit. Lack – Leder – Latex, High Heels. Oh Gott! Dazu zahlreiche Polizisten, die eifrig Personalien kontrollierten, nebst emsig-bemühten Mitarbeitern des Kölner Ordnungsamtes, die den auffälligen Gestalten Anzeigen wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ androhten und offenherzige Leute sogar entschlossen vom Hohenzollern-Anleger vertrieben!

    Obendrein unser Mitarbeiter Michael mit dem großen Club-Schild. Ganz unauffällig wurden die unwissenden „Ferkel“ von unseren Leuten zum „Hyatt“ gelotst. Ab in den Bus … auf ging es gen Düsseldorf … und zwar zügig!

    Um 17.30 Uhr folgte dann der nächste Akt der Kölner Behörden: Das Boot der Wasserschupos legte mit kreisendem Blaulicht an unserem Steiger an! Schluss mit lustig! – Die “Macht” griff nun durch und würde es diesen Erotik-Vögeln (also uns) schon zeigen.

    Der Amtsleiter am Rheinufer, geschätzte 20 Journalisten und zwei Fernsehteams mit Kameras live dabei. Absoluter Showdown in Kölle! – Attacke!

    Flöte gepfiffen!“ … Volle Fahrt voraus!“ – Ganz nach dem Motto : „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern! – Und den Don erst recht nicht!”

    Gegen 17:45 Uhr war in Düsseldorf unser „Geisterschiff“ in Sicht: Die „Enterprise“ näherte sich behände den „Rheinterrassen Düsseldorf“. – Time for boarding! Aus strategischen Gründen hatte Kapitän Paul gar keinen Steiger reserviert. So wurde nun nach alter Piraten-Sitte einfach illegal angelegt. Rums!

    Dies bedeutete für uns: Schnelles Boarding, bevor die Düsseldorfer Autoritäten noch Wind von dem Manöver bekamen! Der Holländer hatte damit keine Probleme und der Don war zudem bereit, eventuell anfallende Bußgelder großzügig zu begleichen.

    In Köln schaute man vergebens den Strom hinauf! Keine „Enterprise“, nichts zu tun für die Ordnungshüter. Unsere Mitarbeiter: plötzlich verschwunden! Abermals Bingo! – Missmut bei den Presse-Vertretern, allgemeine Ratlosigkeit. Bis gegen 18:15 Uhr der Schiffsfunk für großes und fast kindliches Erstaunen in Kölle sorgte:

    KD-Schiff Jan van Werth meldet Enterprise an Anleger Rheinterrassen Düsseldorf. Wiederhole: Enterprise in Düsseldorf!!!“

    Schachmatt in Kölle und einige Presse-Kollegen, die bis heute kein Wort mehr mit mir reden! – Verstehen kann ich das sogar … irgendwie. Schachzug 2: Gelungen! Die frivole Schar an Bord, erotische Aktivitäten aller Art, dazu lecker Buffet und die große Cami-Modenschau. Der Don war sichtlich zufrieden, überprüfte seine geliebten Orgasmus-Maschinen nochmals persönlich und steckte sich genüsslich saugend die große Festtags-Zigarre an.

    So macht man das, mein Lieber“, grinste er in den sonnigen Himmel. „Ach ja?“, kommentierte ich.

    Wir sind nun mal die Besten und man darf die Vögel vom Amt nun mal nicht so ernst nehmen!“

    Die Fahrt wurde ein voller Erfolg, der sich bei allen Beteiligten für lange Zeit einprägte. Swingen im Club ist gut, eine echte erotische „Piratenfahrt“ auf dem Rhein aber ein echter Hammer, zumal, wenn richtig viel Adrenalin in der Suppe ist. Die Gäste hatten aufgerüstet: Tolle geile Outfits, gute Laune und natürlich viel Action, wie es sich nun einmal für uns  anspruchsvolle offene Swinger gehört. Nur am Rande ist vielleicht noch zu erwähnen, wohin die Fahrt von Düsseldorf aus dann ging:

    Nach Köln!!! – Wie konnte es auch anders sein!

    Der Chef wollte unbedingt nochmals Flagge zeigen und befahl Schiffer Paul die zu wählende Route! Souverän am Steuerrad der Enterprise stehend, erlebte der Erotik-Patriarch, bei untergehender Abendsonne, die triumphale Einfahrt in seine geliebten Kölner Gefilde.

    Die „MS Enterprise“ glitt tutend am beleuchteten Dom vorbei, in voller Fahrt.

    Tausende funkelnde Gebetskerzen am Ufer, praktische „Nächstenliebe“ an Bord. Blitzende Brüste, SM-Freunde auf dem Sonnendeck, ein bisschen CSD auf dem Rhein. Kontraste, die man so schnell nicht wieder vergisst.

    Aus dem Buch „Howard´s Erzählungen“:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/12/12/prostitution-2017-frivoles-weihnachtsgeschenk-howards-erzaehlungen/

  • Prostitution 2017 – Frivoles Weihnachtsgeschenk – Howard´s Erzählungen

    Prostitution 2017 – Frivoles Weihnachtsgeschenk – Howard´s Erzählungen

    Prostitution 2017 - Frivoles Weihnachtsgeschenk - Howard´s Erzählungen

    Prostitution 2017 – Frivoles Weihnachtsgeschenk – Howard´s Erzählungen

    Vor einigen Jahren, als ich noch als Marketingdirektor einer großen Erotikdiscothek tätig war, entstand das Jugendwerk „Howard´s Erzählungen“ mit frivolen Geschichten und Anekdoten aus dem „Rotlicht-Leben“. Kein Sachbuch, sondern schräge Geschichten, die ich erlebt und aufgezeichnet habe. Für den „Normalbürger“ vielleicht etwas zu „heftig“, werden „Rotlicht-Freundinnen“ und „Rotlicht-Freunde“ sich selbst und / oder Protagonisten erkennen, denen sie in ähnlicher Form sicher schon begegnet sind. Keine große literarische Kunst, sondern Stories zum schmunzeln und erinnern!

    Vielleicht das passende wie preiswerte Weihnachtsgeschenk für Leute in und aus der Branche, die „Shades of Grey“ langweilig finden und eher rustikal veranlagt sind!

    Howard’s Erzählungen – Das Werk 

    Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben! Unter diesem Motto war auch der Autor dieses Buches in der „Welt der Erotik“ unterwegs. Er war in Swingerclubs, im Freudenhaus, besuchte skurrile Parties und Messen. Dabei lernte er Menschen und „Gestalten“ kennen, die eben keine „Normalbürger“ sind, sondern mit besonderen Eigenschaften glänzen. Denk- bis fragwürdige Momente, die der Autor in humoresk-frivoler Weise schildert. 

    Dass er im Kapitel „Howard swingt“, auch selbst mal die Hosen runter lässt, ist neu und ungewöhnlich. Dass ihm fast nichts „heilig“ ist, außer seine „Königin“, ist bekannt und spielt auch diesmal eine gewichtige Rolle! – Ulk und Humor sind unverkennbar, wenn es für ein TV-Format auf Sendung geht, und Howard die „Protagonisten“ besucht. 

    Huren, Freier, Luden, Handwerker, Sklaven und Meister: Alle sind im Dienst der Lust versammelt und dabei bereit, ihren literarischen Beitrag zu leisten. Ob nun bewusst oder unbewusst! – Manches ist lustig, anderes böse. Eben ein buntes „Sittengemälde“ unserer Zeit. Ist die „Welt der Erotik“ denn wirklich so „wunderbar“, oder haben wir es mit „Abgründen“ und gelebten „Perversionen“ zu tun? 

    Machen Sie sich selbst ein Bild und erleben Sie Szenen, die wieder Ihre ganze Aufmerksamkeit erfordern. Erleben Sie Howard und seine „Erzählungen“!

    Bestellbar für sagenhafte 9,93 € exklusive bei Amazon (klick-the-pic):

    Eine Beispielgeschichte findet sich unter:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/12/12/swingerschiff-auf-kirchentag-by-howard-chance-erzaehlungen/

  • Prostitution 2017 – Terminlage – Letzte Wochen Dezember 2017

    Prostitution 2017 – Terminlage – Letzte Wochen Dezember 2017

    Prostitution 2017 - Terminlage - Letzte Wochen Dezember 2017

    Prostitution 2017 – Terminlage – Letzte Wochen Dezember 2017

    Updated 19.12.2017 by Howard Chance

    Ein aktueller Hinweis auf meine „restlichen“ Termine in 2017, bei denen der Schwerpunkt eindeutig in den „Büros“ liegt! Ich werde auch noch einmal reisen, um Konzepte abschließend zu erstellen, allerdings ist die Terminlage mehr als schwierig momentan! Wenn wundert es? Durch die sehr späten Verordnungen in den meisten Bundesländern, war das Chaos ja vorprogrammiert und es ist bereits eingetreten!

    Viele Kundinnen und Kunden schimpfen, weil ich momentan nur sehr schwer zu erreichen bin, aber wenn ich an Konzepten arbeite, muss ich mich zwangsläufig konzentrieren, um keinen Mist zu bauen! Ich bitte daher um Nachricht per Mail, da ich diese natürlich stündlich lese und dann auch kurz antworte. Die zu erstellenden Konzepte sind „Terminsachen“ und bis zum 31. Dezember 2017 gibt es viel zu wenig reine Arbeitstage.

    In einigen Bundesländern, vor allem im Osten, gibt es Fristverlängerungen: Betriebskonzepte können dort noch nach dem 31. Dezember 2017 eingereicht werden und ich stelle gerne im Auftrag Anträge auf Fristverlängerung! Dann ist die Erstellung von Konzepten im Januar / Februar ganz entspannt möglich!

    Ich spüre täglich den „Zugzwang“ und die Nervosität der Betreiberinnen und Betreiber, muss in dieser Situation aber einen kühlen Kopf bewahren und meine Termine und Aufgaben wie ein Uhrwerk abarbeiten. Anders geht es nicht! Auch an Weihnachten werde ich das Büro aufsuchen und an den Unterlagen arbeiten. Statt Glühwein und Spekulatius eben ein wenig Word, Acrobat und Excel! Was soll´s!

    Die Termine tagaktuell gelistet:

     

  • Prostitution 2017 – Presseschau aktuell – Deutschland divers

    Prostitution 2017 – Presseschau aktuell – Deutschland divers

    Prostitution 2017 - Presseschau aktuell - Deutschland divers
    Bildquelle: Pixabay

    Prostitution 2017 – Presseschau aktuell – Deutschland divers

    Die Presse überschlägt sich seit einigen Wochen mit Meldungen zum Thema „Prostitution in Deutschland“ und „Prostituiertenschutzgesetz“. Darum nachfolgend mal eine bunte Mischung, was so alles berichtet wird. Einfach ein simpler Zusammentrag ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne die sonst übliche Kommentierung:

    03.12.2017 – Frankfurter Rundschau: Kriminalisierung statt Schutz

    Kurz bevor die Stadt Frankfurt am Montag mit der Registrierung von Sexarbeiterinnen nach dem neuen Prostituiertenschutzgesetz beginnt, fordert die Organisation Doña Carmen die Aussetzung des Gesetzes. Als „Affront“ bezeichnet Doña Carmen die Tatsache, dass die Registrierung in Frankfurt bei der Behörde „Akute Gefahrenabwehr“ angesiedelt sein werde. Damit würden die Prostituierten stigmatisiert. Kritisiert wird auch, dass vom zuständigen Ordnungsamt angeblich keine Dolmetscher für die vorgeschriebenen Informations- und Beratungsgespräche sowie für die Gesundheitsberatung vorgesehen seien – obwohl dies im seit 1. Juli dieses Jahres geltenden Gesetz erwähnt sei.

    http://www.fr.de/rhein-main/kriminalitaet/prostitution-in-frankfurt-kriminalisierung-statt-schutz-a-1399901



    03.12.2017 – Die Zeit: Jeder, der arbeitet, verkauft seinen Körper

    Ich war zwei Jahre lang Prostituierte. Nicht der Verkehr mit Fremden machte mir zu schaffen – sondern wie die Gesellschaft Sexarbeit stigmatisiert. Nach dem ersten Mal, als ich Sex mit einem Freier hatte, schaute ich lange in den Spiegel. Ich dachte: Etwas müsste jetzt doch anders sein. Mein Gesichtsausdruck vielleicht oder etwas in meinem Blick. Aber alles war wie immer. Mein erster Kunde war sehr unauffällig gewesen. Um die 40, weder dick noch dünn, ich sah solche Männer jeden Tag Hunderte Male auf der Straße. Der Sex war okay. Dass dieser Sex Arbeit war, auch.

    http://www.zeit.de/arbeit/2017-11/prostitution-arbeit-sexarbeit-gesellschaft


    04.12.2017 – FNP: Stadt Frankfurt startet mit Anmeldung von Prostituierten

    Seit Montag können sich Prostituierte in Frankfurt registrieren lassen. Das teilte das Ordnungsamt auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Damit setzt die Stadt einen weiteren Teil des neuen Prostituiertenschutzgesetzes um. Bis zum 31. Dezember haben Prostituierte nun Zeit, sich anzumelden – solange gelte die Übergangsfrist, sagt Andrea Brandl vom Ordnungsdezernat Frankfurt. Wer neu in das Geschäft einsteige, müsse sich direkt melden. Neben der Anmeldebescheinigung ist auch eine Alias-Bescheinigung mit Pseudonym möglich.

    http://www.fnp.de/rhein-main/Frankfurt-startet-mit-Anmeldung-von-Prostituierten;art1491,2844093


    05.12.2017 – Wilhelmshavener Zeitung: Prostituierte sollen registriert werden

    Das neue Gesetz ist schwer umzusetzen: Die Prostituierten müssen einen Ausweis beantragen. Wie die Kontrollen bei der hohen Fluktuation im Gewerbe aussehen sollen, ist unklar. Das Ziel ist klar definiert: Durch ein neues Gesetz sollen Sexarbeiter besser geschützt werden. Fraglich ist jedoch, ob das mit den vorgegebenen Instrumenten des so genannten Prostitutionsschutzgesetzes möglich ist. Da wäre beispielsweise die darin enthaltene Kondompflicht für Freier – und die Frage, wie die kontrolliert werden soll.

    http://www.wzonline.de/nachrichten/aktuelles/artikel/prostituierte-sollen-registriert-werden.html


    05.12.2017 – Trierer Volksfreund: Abdrängen von Prostitution in die Illegalität befürchtet

    Mit der Umsetzung des neuen Prostituiertenschutzgesetzes könnten bestimmte Formen von käuflichem Sex künftig in die Illegalität gedrängt werden – diese Befürchtung gibt es auch in Kaiserslautern. Es zeige sich „bereits jetzt, dass versucht wird, die Bestimmungen des Prostituiertenschutzgesetz zu umgehen“, teilte ein Sprecher der Stadtverwaltung am Dienstag mit. „Es muss damit gerechnet werden, dass bestimmte Formen der Prostitution, die nach dem Prostituiertenschutzgesetz verboten sind, im Verborgenen durchgeführt werden.“ Inwieweit diese entdeckt und unterbunden werden könnten, bleibe abzuwarten.

    https://www.volksfreund.de/nachrichten/rheinland-pfalz/abdraengen-von-prostitution-in-die-illegalitaet-befuerchtet_aid-6912181


    05.12.2017 – L´essentiel: Rheinland-Pfalz: Städte setzen Regeln für käuflichen Sex um

    Schon seit fünf Monaten ist das neue Prostituiertenschutzgesetz in Kraft. Jetzt werden die neuen Regeln vor Ort umgesetzt. Im Zentrum steht die Anmeldepflicht. Straßenstrich, Laufhaus, Tantra-Massagen oder Escort-Service – das Geschäft mit käuflichem Sex hat viele Formen. Seit Juli regelt ein neues Bundesgesetz die Prostitution. Die Anwendung der Bestimmungen hat sich in fast allen Bundesländern verzögert, kommt nun aber auch in Rheinland-Pfalz in Gang, wobei es etliche skeptische Stimmen gibt. «Es bleibt abzuwarten, wie schnell eine reibungslose Umsetzung des Gesetzes zu verwirklichen sein wird», heißt es im rheinland-pfälzischen Frauenministerium.

    http://www.lessentiel.lu/de/news/grossregion/story/Staedte-setzen-neue-Regeln-fuer-kaeuflichen-Sex-um-29501579


    06.12.2017 – Regio News: Schärfere Gesetze: Prostitution in Karlsruhe nur noch mit Gewerbe-Erlaubnis

    Die Stadt Karlsruhe weist alle Betreiber von Prostitutionsstätten eindringlich daraufhin, dass ab dem 1. Januar ein Erlaubnisantrag für ein solches Gewerbe vorliegen muss. Wer die Frist zum Jahresende verpasst, muss sein Bordell zumindest solange schließen, bis die Erlaubnis vorliegt. Schärfere Gesetze in Sachen Prostitution. Seit dem 1. November ist das städtische Ordnungsamt für das Prostitutionsgewerbe in Karlsruhe zuständig. Zuvor regelte dies das baden-württembergische Sozialministerium. „Wir führen die nach den Vorschriften des Prostituiertenschutzgesetzes notwendigen Anmelde- und Erlaubnisverfahren durch und stehen für alle Fragen im Zusammenhang mit diesem neuen Gesetz den Betroffenen zur Verfügung“, fasst Amtsleiter Björn Weiße den Aufgabenbereich des Ordnungsamts zusammen.

    https://www.regio-news.de/ka/nachrichten/regionale-nachrichten-karlsruhe/444167-schaerfere-gesetze-prostitution-in-karlsruhe-nur-noch-mit-gewerbe-erlaubnis.html


    08.12.2017 – Die Welt: Was Dominas gegen den Hurenausweis haben

    Das neue Prostituiertenschutzgesetz verpflichtet nicht nur zu regelmäßigen Untersuchungen, sondern verlangt von Sexarbeiterinnen, sich registrieren zu lassen. Die protestierten gegen Zwangs-Outing. Der Himmel über dem Rathaus-Schöneberg ist knallblau. Rosa Luftballons blinken in der Dezembersonne. Die Hochzeitsgesellschaft vor dem Standesamt guckt nach oben. Strahlende Gesichter. Zwischen den Gästen flattert ein weißer Schleier. Der schönste Tag im Leben. Die Frauen, die sich um die Ecke, ein paar Schritte weiter, vor dem Haupteingang des Rathauses aufgestellt haben, sehen sie nicht. Kein Schleier, kein Rosa. Johanna Weber trägt rote Overknees. Sie machen ihre Beine noch länger und passen perfekt zu dem roten Spitzenbody, den sie über das schwarze langärmelige Top gezogen hat. Der Wind, der um das Rathaus pfeift, ist kühl. Bei der Arbeit zeigt sie mehr Haut.

    https://www.welt.de/vermischtes/article171411572/Was-Dominas-gegen-den-Huren-Ausweis-haben.html


    08.12.2017 – Nordwest Zeitung: Kreis zieht Lovemobile aus dem Verkehr

    Der Landkreis Cloppenburg hatte vor einigen Wochen angekündigt, die vier Lovemobile auf den Parkplätzen an der B 72 und an der B 401 entfernen zu lassen. Bislang stehen die Mobile in Petersfeld in der Gemeinde Garrel und in Sedelsberg in der Gemeinde Saterland aber noch immer auf den Parkplätzen. Am vergangenen Freitag hatte der Landkreis Cloppenburg Verfügungen nach dem Prostituiertenschutzgesetz an die Halterin der vier Lovemobile und den zu vermutenden Eigentümer der Fahrzeuge zugestellt, informierte Kreissprecherin Sabine Uchtmann auf NWZ-Nachfrage.

    https://www.nwzonline.de/garrel/petersfeld-prostitution-kreis-zieht-lovemobile-aus-dem-verkehr_a_50,0,1347741783.html


    08.12.2017 – Rheinische Post: Neues Gesetz schützt Prostituierte nicht

    Ein knappes halbes Jahr nach Inkrafttreten des Bundesgesetzes haben sich nach Angaben der Landesregierung in NRW erst rund 650 Sexarbeiter bei den Behörden angemeldet. Dafür gibt es wohl verschiedene Gründe. Das neue Gesetz zum Schutz von Prostituierten droht seine Wirkung zu verfehlen. Bis Mitte Oktober hatten in Nordrhein-Westfalen nach Angaben der Landesregierung erst 525 Frauen und zwölf Männer eine Tätigkeit als Prostituierte angemeldet. Das geht aus einer Antwort der Landesregierung auf eine kleine Anfrage der Grünen-Abgeordneten Josefine Paul hervor. Gut einen Monat später waren es nach Angaben des NRW-Gleichstellungsministeriums rund 650. Allein die Zahl der weiblichen Prostituierten in NRW wird aber auf 25.000 bis 45.000 geschätzt.

    http://www.rp-online.de/panorama/neues-prostitutionsgesetz-schuetzt-prostituierte-nicht-aid-1.7253017

    Kontext-Artikel:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/12/08/prostitution-2017-mentaler-overkill-chaos-pur-last-minute/

     

     

     

  • Prostitution 2017 – Mentaler Overkill? – Chaos pur – Last minute!

    Prostitution 2017 – Mentaler Overkill? – Chaos pur – Last minute!

    Prostitution 2017 - Mentaler Overkill? - Chaos pur - Last minute!Prostitution 2017 – Mentaler Overkill? – Chaos pur – Last minute!

    Ich hatte mich ja schon in meinem letzten Newsletter mit „weihnachtlicher Romantik“ beschäftigt und der Feststellung, dass diese in diesem Jahr bei mir völlig ausbleibt. Zwar habe ich im Vorbeigehen schon die Weihnachtsmärkte in Speyer, Köln, Düsseldorf, Essen und Frankfurt/Main gesehen und war sogar live vor Ort, als in Baden-Baden die mondäne Weihnachtshütte vor dem „Löwenbräu“ in Baden-Baden errichtet wurde (an dieser Stelle nochmals ein Gruß an den lieben Jürgen, der zum festlichen Braten geladen hatte!).

    Bei den Meldungen, die ich momentan aus vielen Regionen der Republik erhalte, vergeht einem allerdings der kindliche Blick, weil sich das erwartete Chaos bestätigt! Nachfolgend einmal aktuelle „News“ und „Merkwürdigkeiten“, natürlich nur als „Appetitanreger“ ohne jeden Anspruch auf Vollständigkeit:

    Das Land Niedersachsen denkt angeblich darüber nach bei „Handentspannung“ eine Kondompflicht zu verordnen. Begründung: Infektionsgefahr (Bundesinfektionsschutzgesetz)!
    Kann man Dienstleisterinnen und Kunden nicht komplett in Gummi einschweissen?

    Einige Gesundheitsämter in NRW verlangen bei der Beratung die Vorlage von Krankenkassen-Karten. Ohne Mitgliedschaft in einer deutschen Krankenkasse keine Beratung, keine Bescheinigung, kein Ausweis! Und zusätzlich Drohung mit Meldung an die Sozialversicherungsträger! Krankenkassenpflicht!

    Ein Ordnungsamt in NRW schreibt „deutschen Wohnsitz“ vor! Sonst kein Huren-Ausweis! Steht im Gesetz zwar anders, aber scheinbar egal! Das Amt hat immer recht?

    In ländlichen Distrikten von Rheinland-Pfalz will man auf den Ämtern keine „Meldungen“ haben und schickt Leute weg, die alle Unterlagen beisammen haben!

    Mir wurde gestern das Foto eines Huren-Ausweises geschickt, wo die Gültigkeit für Deutschland, Österreich und die Schweiz bescheinigt wird. Diplomatische Verwicklungen? Auch die fiktive Gültigkeit „Wuppertal und Deutschland“ klingt merkwürdig: demnach gehört Wuppertal nicht (mehr) zu Deutschland?

    In einer Landesmetropole „müssen“ alle Konzepte „persönlich“ zur Amtleitung gebracht werden und ausserdem will die Amtsleitung alle „Prostituierten“ kennenlernen und aushorchen, bevor der Antrag bearbeitet wird.

    Eine andere Fachkraft macht Hausbesuche in Bordellbetrieben und rät den Hausdamen sich schnell einen neuen Job zu suchen! Heftig!

    In Baden-Württemberg nimmt man bei ordnungsamtlichen Kontrollen jetzt schon mal ein SEK mit und simuliert eine Terrorübung, in dem man halbnackte Damen mit der Flinte bedroht! Cobra 6 – Die Helden schlagen zu!

    Man wirft dort auch Leute aus Mietwohnungen, die seit Jahren mit Meldeanschrift bewohnt werden und überwiegend dem „Wohnen“ dienen: Koffer packen und raus!

    Die Frage eines Ordnungsamtsmannes über meine Hotline, ob man unter „Laufhäusern“ die amerikanischen Lovemobile bzw. Mobilhomes versteht, war dann mal ebenso lustig, wie die
    Frage eines Betreibers, der ein Open-Air-Kondom ohne Spitze entwickelt hat und darauf besteht, dass nirgendwo im Gesetz definiert ist, dass ein „intaktes“ Verhüterli verwendet werden muss!

    Was ist überhaupt mit „Schlucken“? Auch nicht verboten! Genau wie „Kondome aussaugen“! Ja, sehr lecker! Such die Lücke und Du findest sie! Garantiert! Applaus!

    Wenn sich die Massage-Fachkraft bei der Massage in den Kunden verliebt, was ja scheinbar täglich vorkommt, und die Beiden „nach“ der gewerblichen Massage Sex ohne Kondom haben, kann das Amt doch nichts sagen? Da spielt dann sicher auch keine Rolle, dass die
    Fachkraft mit Asylpapieren unterwegs ist! Wann kommt schon mal der Zoll? Egal!

    Dass in den großen Anzeigeportalen die „Adressen“ häufig nicht mehr benannt sind und man die Dienstleisterinnen dann an Bushaltestellen vor der Tür kennen lernt, ist auch ein absolutes Erfolgsmodell! Kreativität wird es richten!

    Die Liste könnte noch viel länger werden, aber meine Birne ist mit anderen Sachen gefüllt und ich bin um seriöse wie sichere Lösungen bemüht und habe sicher nicht die Absicht im Kundenauftrag Behörden zu verladen. Mag zwar lustig sein, aber im Ergebnis kassiert man damit als Betreiber irgendwann die rote Karte! In den Abgrund mit Ansage, ist nicht mein Ding!

    Ich werde die kommenden zwei Wochen intensiv für die Erstellung von Betriebskonzepten nutzen und dabei hauptsächlich auf dem Düsseldorfer und Oberhausener Bürostuhl sitzen! Für umfangreiche Reisen bleibt momentan kein Zeit: es gilt Papier zu fressen und Inhalte zu produzieren!

    Natürlich gönne ich allen Glühwein und Naschwerk, kann mich aber in diesem Jahr daran absolut nicht beteiligen! 100% Voll-Last! Ausgebucht sowieso!

    Liebe Grüße heute aus Frankfurt/Main

    Howard

    Kontext-Artikel:

    Prostitution 2017 – Presseschau aktuell – Deutschland divers

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/12/08/prostitution-2017-presseschau-aktuell-deutschland-divers/

  • Prostitution 2017 – Santa Claus ist coming to town – Happy Nikolausi!

    Prostitution 2017 – Santa Claus ist coming to town – Happy Nikolausi!

    Prostitution 2017 - Santa Claus ist coming to town - Happy Nikolausi!
    Prostitution 2017 – Santa Claus ist coming to town – Happy Nikolausi!

    Wir wünschen allen Mandantinnen und Mandanten, allen Freundinnen und Freunden einen schönen Nikolaus-Tag 2017!

    Du guter alter Nikolaus, du Freund der Menschen nah und fern, leer“ Deinen Sack heut“ bei uns aus, wir haben dich so gern.

    Wie klingt denn das? Ohje, ohje … etwas anzüglich!

    Herzliche Grüße aus Düsseldorf!

    Ihr / Euer Howard

  • Prostitution 2017 – Bussgeldvermeidung für Betreiberinnen & Betreiber

    Prostitution 2017 – Bussgeldvermeidung für Betreiberinnen & Betreiber

    Prostitution 2017 - Bussgeldvermeidung für Betreiberinnen & BetreiberProstitution 2017 – Bussgeldvermeidung für Betreiberinnen & Betreiber

    Bei nahezu allen Beratungsterminen der jüngeren Zeit, werde ich von Kundinnen und Kunden gefragt, was passiert, wenn ab dem 1. Januar 2018 in den sogenannten „Prostitutionsstätten“ Sexworker(innen) tätig werden, die (noch) nicht im Besitz einer „Anmeldebestätigung“ (Huren-Ausweis) sind. Wenn man den Gesetzestext liest, ist diese Frage schnell und präzise zu beantworten:

    Sexworker(innen) dürfen ohne vorhandene „Anmeldebestätigung“ ab dem 1. Januar 2018 nicht tätig werden. Betreiberinnen und Betreiber dürfen Sexworker(innen) nicht „beschäftigen“, was sie ohnehin in den seltensten Fällen tun, dürfen aber auch deren selbständige Arbeit in der Prostitutionsstätte nicht gestatten und auch keine Wohnungen zum ausdrücklichen Zweck der Prostitution vermieten oder zur Verfügung stellen.

    Beide Personengruppen begehen hier eine Ordnungswidrigkeit, wenn sie gegen diese Bestimmung verstoßen, wobei man Sexworker(innen) beim „Erstverstoß“ angeblich lediglich ermahnen will. Betreibern wird man aber womöglich sofort eine Bußgeld auferlegen und das macht sich mitten im „amtlichen Erlaubnisprozess“ nicht so gut, da man ja seine „Unzuverlässigkeit“ geradezu markant zu Markte trägt!

    Doch bei allem guten Willen, wird es in vielen deutschen Städten und Kreisen überhaupt nicht möglich sein, bis zum 1. Januar 2018 noch in den Besitz eines Ausweises zu kommen und wir müssen zwischen unterschiedlichen Personengruppen innerhalb der Prostitution unterscheiden, da die Realität nicht immer zur amtlichen Handhabung passt:

    Nicola ist eine sogenannte „reisende Dame“, die oft über Monate von Stadt zu Stadt reist und sich in Bordellen oder bei Wohnobjekten zeitweilig einmietet. Sie hat für Januar Termine in 4 deutschen Großstädten gemacht und hat geplant in jeder Stadt eine Woche zu bleiben. Momentan ist sie in ihrer rumänischen Heimat und hat nun vom „Chef“ in Baden-Württemberg erfahren, dass sie am 3. Januar 2018 bei ihm nur „einchecken“ kann, wenn sie den berüchtigten „Hurenpass“ besitzt.

    Wie soll sie nun in den hinteren Karpaten an das Dokument kommen? Es gibt den Ausweis in keiner deutschen Botschaft im Ausland und da Beratungen stattfinden müssen, ist natürlich kein rein schriftliches Verfahren möglich!

    Anna-Maria wohnt in der Stadt, wo sie auch als Sexworkerin in einem Laufhaus tätig ist, hat vor 14 Tagen ihr Beratungsgespräch in ihrer Heimatstadt absolviert und hat in der Woche vor Weihnachten den Termin beim Ordnungsamt, wo sie ihrer „Prostitutionspapiere“ noch vor dem Jahreswechsel erhalten wird. Der Betreiber des Laufhauses setzt auf „lokales Personal“ und hat alle Damen sogar persönlich zu Amt gefahren.

    Warum bloß? Na, damit sich der Puff nicht am 1. Januar 2018 in ein reines Möbelparadies verwandelt und die Gäste vergeblich nach Damen Ausschau halten!

    Hätte Anna-Maria ihren „Huren-Ausweis“ z.B. in Köln beantragt, hätte sie bis Jahresende zwar keinen realen Ausweis, aber eine „Übergangsbescheinigung“, die quasi die Frist verlängert. Aber eben nur im regionalen Bereich und ganz sicher nicht in anderen Regionen und Bundesländern, wo der Erhalt der Papiere beispielsweise zeitgleich möglich gewesen wäre.

    Wenn ich rein „stationär“ arbeite, habe ich also deutliche Vorteile! Wenn ich hingegen „reise“, lande ich in den meisten Fällen im Chaos und stürze die Betreiberinnnen und Betreiber auch noch in einen „Gewissenkonflikt“?

    Zurück zu Nicola, die ihr Flugticket nach Baden schon vor einem Monat gebucht hat und nach der persönlichen „Auszeit“ ab 1. Januar 2018 wieder dringend Geld verdienen möchte. Wenn sie am 1. Januar 2018 in Baden landet, hat die zuständige Behörde, die den Ausweis theoretisch ausstellen, wegen Feiertag geschlossen. Auch am 2. Januar 2018 wird Nicola bei der Vorsprache nicht viel Glück haben, da man dem „Chef“ telefonisch bereits mitgeteilt hat, dass alle Beratungstermine bis Ende Januar vergeben sind.

    Nicola kann also vor Ort nichts tun, um an den notwendigen „Pass“ zu kommen und der Chef darf ihr die Arbeit in seinem Betrieb nicht erlauben, weil er damit kräftig gegen das neue Gesetz verstoßen würde!

    Muss Nicola jetzt nach Neumünster oder in eine andere „flexible Region“ reisen, um dort möglichst schnell einen Huren-Ausweis zu erhalten oder reicht es die Behörde vor Ort auf die Unmöglichkeit der Umsetzung hinzuweisen?

    Können Behörden Zugeständnisse machen und dies gegenüber den Betreibern schriftlich bestätigen? Oder sollte man es einfach darauf ankommen lassen und in einem möglichen Bußgeld-Verfahren seine Argumente vorbringen?

    Eine Fragestellung, die ich im Moment mit Fachleuten untersuche, und eine Fragestellung, mit der ich mich auch schon an Behörden gewandt habe! Die Antworten stehen noch aus und ich weiß auch warum: weil sich bislang niemand intensive Gedanken dazu gemacht hat! Klar, es bestand ja auch kein Bedarf und manchmal entstehen Probleme halt erst in der Praxis!

    Sobald ich amtliche Post zu meinen Fragen im Kasten habe, werde ich natürlich hier berichten. In einigen konkreten Fällen, bin ich ja bereits im Mandantenauftrag tätig und dabei läuft auch mehr und mehr die Zeit ab. Kann man auf telefonische Auskünfte vertrauen, wo man später den Namen des Sachbearbeiters nicht mehr erinnert?

    Wie halten Sie es? Gibt es weitere Problemstellungen, zu denen ich noch nicht berichtet habe? Dann freue ich mich über Ihre Rückmeldungen! Ich werde interessante Aspekte natürlich gerne in meinem Blog veröffentlichen! Versprochen!

    Einen frohen ersten Advent wünscht Howard!

  • Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Howard´s Advents-News - Aktenberg versus Adventskalender
    Bildquelle: Pixabay

    Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde!

    Was waren das doch für schöne Zeiten, als man mit kindlicher Freude jeden Dezember auf´s Neue ein mit Schokolade geladenes Fenster im Adventskalender öffnete und das große Stück vom 24.12. bereits vorzeitig von hinten „entfernte“. Doch in diesem Jahr ist die Erotikbranche in Deutschland nicht ganz so romantisch gestimmt, da ja am 31. Dezember 2017 die Übergangsfristen ablaufen und bis zu diesem Datum die „Betriebskonzepte“ eingereicht sein müssen. Wer als Betreiberin oder Betreiber hier zu spät ist, hat im Januar 2018 möglicherweise ein ernstes Problem, zumindest wenn sie oder er in Nordrhein-Westfalen oder Bayern beheimatet ist!

    Während 14 Bundesländer noch am Gesetz „üben“ und nicht alles termingerecht auf die Kette bekommen, ist NRW das Vorzeigeland bei der Umsetzung des Gesetzes. In Düsseldorf und Dortmund sind für Januar bereits Kontrollen angekündigt und ich nehme diese Ankündigungen sehr ernst, da ich die dortigen Protagonistinnen kenne. Null Toleranz!

    In Baden-Württemberg gibt man auch Gas, hat aber das Problem, dass bis Jahresende nicht mehr genug Ausweise ausgestellt werden können! Kontrollen wären daher eine reine Provokation, die aber im Verwaltungsverfahren niedergeschlagen werden dürften! Die Städte und Kreise in Hessen streiten sich nach wie vor mit dem Land und hier ist die Verzögerung greifbar. In Hamburg wiederum hat man den längsten Fragebogen zum notwendigen Konzept entwickelt, kann hingegen noch nicht genügend Ausweise ausstellen. Darum reisen die „Hamburger“ just nach Neumünster in Schleswig-Holstein, wo es die „Happy-Hour-Ausstellung“ gibt!

    Auf Huren-Ausweisen steht „Wuppertal und Deutschland“, obwohl dies eigentlich so nicht eingetragen werden darf und die Frage, was man unter „geeigneten Waschgelegenheiten oder Alarmsystemen“ versteht, können Ämter im Hinblick auf diverse DIN-Normen nicht beantworten. Ich erspare mir an dieser Stelle weitere Ausführungen, da sich hier ein Roman bilden würde, den wohl niemand lesen möchte!

    Gleichzeitig warne ich nochmals vor Nachlässigkeit und rufe dringend dazu auf, den amtlichen Notwendigkeiten zu begegnen und sich entsprechend zu präparieren. Auch wenn alles nach mächtig Chaos klingt, können im Einzelfall dennoch gewaltige Konsequenzen drohen, wenn man Fristen missachtet und stattdessen lieber Weihnachtskekse futtert.

    Ich selbst werde „bis zum letzten Tag“ aktiv sein und meine Kunden auf den „letzten Schritten“ begleiten. Es ist Stress, aber wir sind gemeinsam auf einem guten Weg! Wo ich im Dezember sein werde, ist meinem Terminkalender zu entnehmen und ich gebe mir viel Mühe diesen „Fahrplan“ einzuhalten:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2016/11/27/termine-howard-chance/

    Wer mich allerdings an Heiligabend anruft und fragt, ob wir bis Jahresende noch fix ein Betriebskonzept erstellen können, der oder die wird mit Pfeffernüssen beworfen!

    Einen herzlichen Gruß aus dem vorweihnachtlichen Karlsruhe sendet Ihnen / Euch

    Howard Chance

    http://www.prostitution2017.de

    howard.chance@t-online.de

  • Prostitution 2017 – Seminarrückblick II – Zustellanschrift und Neumünster!

    Prostitution 2017 – Seminarrückblick II – Zustellanschrift und Neumünster!

    Prostitution 2017 – Seminarrückblick II – Zustellanschrift und Neumünster!

    Ich habe am Sonntag im Teil I meines Seminarrückblicks ja ein wenig „geunkt“, wie es so meine Art ist und einige Themen angedeutet, zu denen ich nun im zweiten Teil meiner Zusammenfassung Stellung nehmen möchte.

    1. Warum Christoph Rohr Gerichtsvollzieherinnen zum Kasten führt?

    Zustellanschrift.de – Die intelligente Lösung für Sexworkerinnen

    Schon seit Mitte des Jahres besteht ein intensiver Kontakt mit Christoph Rohr, der im Süden der Republik die Rotlicht-Akademie betreibt und dabei ein ähnliches Programm wie meine Unternehmensberatung MH-Consulting „fährt“. Nun denken viele in der Branche, dass wir um Kunden wetteifern und versuchen uns gegenseitig die Butter vom Brot zu nehmen! Konkurrenz halt! Aber weit gefehlt: wir tauschen uns regelmässig aus und unterstützen uns bei unseren Projekten. Was der eine nicht kann oder schafft, kann vielleicht der andere schneller und besser!

    Während Christoph nicht so gerne reist wie ich, bin ich im Orgabereich viel schlechter und gerade was das neue Produkt „Zustellanschrift.de“ anbelangt, muss ich passen und freue mich auf Christoph zu verweisen, der die intelligente digitale „Postfach-Lösung“ auch bei seinem Besuch am Samstag in Essen präsentiert hat.

    Vielen Sexworkerinnen fehlt es an einer Zustellanschrift für Behördenpost und Erotikbetriebe sollten sehr vorsichtig sein, wenn sie einfach Namensschilder an den Briefkasten kleben! Wenn die jeweilige Dame abreist oder sonstwie „verschwindet“, suchen die Behörden gerne an Ort und Stelle nach Zustellungsbevollmächtigten oder unterstellen düstere Machenschaften. Ich selbst hatte auch schon die Freude in den Fokus von Strafverfolgern zu geraten, weil ich unter meiner Kanzleianschrift Post für „Damen“ angenommen habe. Meine Vollmacht dazu wurde einfach angezweifelt!

    Mit der Zustellanschrift sind „alle“ auf der sicheren Seite und Christoph Rohr hat das System aufwendig durchdacht. Einfach, funktionell und rechtskonform und das ganze jetzt mit Übersetzungstool und zum Pauschalpreis von 99 € pro Jahr! Ich empfehle allen Betreiberinnen und Betreibern die Webseite zu besuchen und meine Empfehlungen an die Damen vor Ort weiter zu geben.

    Übrigens werden wir unsere Zusammenarbeit in den „letzten Wochen“ weiter intensivieren. Zwar ist Christoph ähnlich ausgebucht wie ich, aber wir werden versuchen weiteren Fach- und Sachverstand auch kurzfristig zu organisieren, wenn es denn plötzlich brennt. Unser Netzwerk wird täglich größer und im Januar wird es sicher an vielen Orten der Republik krachen, wenn die Behörden „endlich“ in die Pötte kommen! Man gebe obacht!

    2. Warum Neumünster in Schleswig-Holstein die Pilgerstätte für Sexworkerinnen ist

    Huren-Ausweise in Rekordzeit – Im hohen Norden geht was ab!

    Während in Köln, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Hamburg die grünen Huren-Ausweis mehr oder weniger im Keller verschimmeln, gibt es das amtliche Dokument inklusiv Gesundheitsberatung und Beratungsgespräch im „Happy-Hour-Verfahren“. Innerhalb einer knappen Stunde ist angeblich alles erledigt und man fragt in der schleswig-holsteinischen Zentralstelle für das neue Prostitutionsgesetz auch nicht weiter nach, wo denn die Damen wirklich arbeiten. Wurde am Samstag jedenfalls so von Seminarteilnehmern berichtet!

    Kein Wunder, dass inzwischen Autokolonnen aus Hamburg gen Neumünster reisen und das die Deutsche Bahn überlegt zwischen Weihnachten und Neujahr Sonderzüge einzusetzen!

    Geht doch! Wenn man will und den Gesetzestext etwas „freizügig“ interpretiert, kommt Lulu auch noch kurzfristig an den unbeliebten Pass und die Clubbetreiber schlafen etwas ruhiger! Ich verlinke die Anschrift der Behörde in Neumünster hier nicht, um nicht wieder irgend eine böse Absicht unterstellt zu bekommen, bin mir aber sicher, dass Google stets hilft, wenn man etwas bestimmtes sucht! Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen sie bitte nicht mich!

    Übrigens bin ich gerade im vorweihnachtlichen Karlsruhe und nein: ich bin nicht zum Verfassungsgericht gereist, um mich nach dem Verfahrensstand der Verfassungsbeschwerde von Dona Carmen e.V. zu erkundigen! Ich habe hier vielmehr Termine und bin am heutigen Abend im „Aposto“ eingekehrt, wo es lecker Food and Wine gibt. Und „Tannenzäpfle“ …

    Vom Seminar berichtete auch Kaufmich.com:

    https://www.kaufmich.com/magazin/mit-einem-bein-im-knast/

     

  • Prostitution 2017 – Steuerseminar in Essen – Der Rückblick

    Prostitution 2017 – Steuerseminar in Essen – Der Rückblick

    Prostitution 2017 - Steuerseminar in Essen - Der RückblickProstitution 2017 – Steuerseminar in Essen – Der Rückblick

    Kennen Sie die Herren mit den fleischfarbenen Bademützen, die da so brav am Tisch sitzen und sich betont geschäftig geben? Während der bebrillte Herr auf der rechten Seite seine Nächte bisweilen in seiner Oberhausener Steuerkanzlei verbringt und zu Hause oft auf der Vermisstenliste steht, genießt  der Herr auf der linken Seite sein Leben „in vollen Zügen“ und in den Hotels der Republik.

    Christian Deák meets Howard Chance – an diesem Wochenende beim Steuerseminar für die Rotlicht-Branche, bei dem am vergangenen Samstag alle Plätze im Seminarraum besetzt waren. Rotlicht-Betreiberinnen und -Betreiber aus ganz Deutschland waren nach Essen gekommen um sich die Grundzüge der betrieblichen Buchführung in Rotlicht-Betrieben ins Gedächtnis rufen zu lassen und dies insbesondere unter dem Aspekt der „Zurechnung der Umsatzsteuer“.

    Wer haftet für entstehende Umsatzsteuer in Bordellbetrieben? Warum können Betreiberinnen und Betreiber überhaupt in eine Haftung geraten, wie gehen die Finanzbehörden vor und wie kann man sich aufstellen um finanziellen Katastrophen zu entgehen?

    Steuermeister Deák, der durch die Übernahme einer Steuerkanzlei eine nicht unbeachtliche Anzahl von Rotlicht-Betrieben „erbte“ und dabei quasi jungfräulich zum sündigen Kind kam, hat sich intensiv mit der komplizierten Thematik beschäftigt und bei Steuerprüfungen festgestellt, wie ruppig mit der „strapsigen Mandantschaft“ umgegangen wird und welche Vorurteile nach wie vor existieren.

    Steuerfahnder suchen, oftmals wieder besseren Wissens, immer noch die goldenen Schubkarren, mit denen Tonnen von Schwarzgeld transportiert werden und man geht, obwohl die Zeiten stetig schlechter geworden sind, immer noch von erotischen „Goldgruben“ aus, in denen „beschissen“ wird, dass die Schwarte kracht!

    Die Finanzbehörden ärgern sich schon seit Jahren, dass Sexworkerinnen keine Umsatzsteuer abführen, sondern lediglich Kleckerbeträge im Rahmen des „Düsseldorfer Verfahrenes“ zahlen, die aber lediglich eine Vorauszahlung darstellt und eigentlich der Einkommensteuer zugerechnet werden soll.

    Die Umsatzsteuer als Haupteinnahmequelle des Staates geht im Rotlicht zumindest teilweise flöten und so hat man sich überlegt diese den Betreibern anzulasten, wenn die Damen nicht zahlen! Und die Rechtssprechung hat diese Möglichkeit sogar bestätigt!

    Christian Deák erläuterte die Vorgehensweise im Detail und beantwortete diverse Fragen aus dem Publikum. Er regte an, im Zweifelsfall das Gespräch mit den Behörden zu suchen und unbedingt auch den eigenen Steuerberater zu befragen! Denn die Erfahrung zeigt, dass Rotlicht-Betriebe bei Steuerberatern den Premium-Tarif bezahlen, aber dafür oft nur minimale Leistung erhalten, weil man sich ja nicht „die Finger schmutzig machen will“!

    Und wenn wir da an einen gemeinsamen Bekannten denken, der seine Mandatsgebühren im Whirlpool abfeierte und dabei immer eine pralle Titte in der Hand hatte, wundern wir uns nicht, dass die Beratung nur begrenzt stattfand, da der geile Senior eher nacktes Fleisch im Blick hatte!

    Seine vermeintlich guten Taten bestanden im begatten statt im beraten und die  daraus resultierende Ergebnisse können sich im negativen Sinne absolut sehen lassen!

    Das Seminar machte deutlich, dass es im Moment Gefahren gibt, die noch nicht alle hinreichend auf dem Schirm haben: wenn demnächst Betriebskonzepte eingereicht werden und diese in Kopie bei den Steuerbehörden landen, kann bei „Abweichungen“ von der bisherigen Praxis schnell eine Sonderprüfung entstehen.

    Und wenn der Prüfung dann Möglichkeiten sieht, entgangene Umsatzsteuer nachträglich (also rückwirkend) für den Staat zu retten, sind schnell Summen auf dem Zettel, die den ungläubigen Betrachter dann schocken!

    Alles Infos, die nicht wirklich neu sind, die man aber nicht oft genug weitergeben kann! Denn die Finanzbehörden schlafen nicht und arbeiten mit modernsten Mitteln, um „Umsätze“ für den Staat zu generieren!

    Dass unser neues „Prostituiertenschutzgesetz“ statt Schutz eher eine Erweiterung der „Abgabenordnung“ ist, übersehen immer noch viele Zeitgenossen. Aber spätestens wenn zur Jagd auf langjährige „Steuersünderinnen“ geblasen wird (Fellatio venandi), dürfte hier Klarheit bestehen!

    Soviel für heute zum „steuerlichen Teil“ des Essener Seminars. Aus Zeitgründen muss ich Teil II meines Berichts später erstellen und veröffentlichen. Wenn Sie wissen möchten

    1. warum Neumünster in Schleswig-Holstein die Pilgerstätte für Sexworkerinnen ist

    2. warum Christoph Rohr Gerichtsvollzieherinnen zum Kasten führt und

    3. warum sich die Verwaltungen möglicherweise im Januar selbst abschiessen,

    die oder der möge in den kommenden Tagen noch einmal in meinem Blog vorbeischauen! Ich gehe zurück an die Arbeit mit recht komplexen Konzeptentwürfen und verbleibe mit einem intensiven voradventlichen

    „Glück auf“ aus dem Ruhrgebiet!

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/11/28/prostitution-2017-seminarrueckblick-ii-zustellanschrift-und-neumuenster/

  • Sexworker-Anmeldung – Nichtigkeit des Verwaltungsaktes – Wichtig!

    Sexworker-Anmeldung – Nichtigkeit des Verwaltungsaktes – Wichtig!

    Sexworker-Anmeldung - Nichtigkeit des Verwaltungsaktes - Wichtig!
    Bildquelle: Pixabay

    Sexworker-Anmeldung – Nichtigkeit des Verwaltungsaktes – Wichtig!

    Wenn eine Verwaltung oder eine Behörde etwas fordert, was faktisch nicht einhaltbar oder umsetzbar ist, führt dies unter Umständen zur „Nichtigkeit des Verwaltungsaktes“! Schwere juristische Kost, die ich heute am aktuellen Beispiel erläutern möchte.

    Wie wir alle wissen, müssen Sexworkerinnen in Deutschland ab dem 1. Januar 2018 den berüchtigten „Huren-Ausweis“ besitzen, um weiter legal arbeiten zu dürfen! Die Betreiberinnen und Betreiber von Prostitutionsstätten dürfen ab 1. Januar 2018 nur Personen „arbeiten lassen“, die den Huren-Ausweis besitzen und vorlegen!

    Nun haben wir aber die unerfreuliche Situation, dass es vielerorts viel zu wenig Beratungstermine bei den Gesundheitsämtern gibt und dass man in einigen Landstrichen erst vor wenigen Tagen überhaupt mit Beratung und Anmeldung von Sexworkern begonnen hat.

    Wenn nun innerhalb von gerade einmal 6 Wochen etwa 200 Sexworkerinnen ihre zuständige  Behörde aufsuchen und nur noch 50 Beratungstermine angeboten werden, steht fest, dass 150 Personen am 1. Januar 2018 nicht im Besitz des notwendigen Dokuments sein können!

    Wer ist nun daran schuld? Welche Konsequenzen ergeben sich daraus? Es kann ja nicht sein, dass Sexworkerinnen bereit sind, den gesetzlichen Pflichten nachzukommen und dann am schlecht geplanten Terminplan der Behörden scheitern! Oder etwa doch?

    Landkreise und kreisfreie Städte müssten nach meiner Auffassung die Kontrollen der ortsansässigen Ordnungsämter so lange aussetzen, bis eine Ausstattung der Sexworker mit den Dokumenten überhaupt gewährleistet ist! Gleichzeitig müssten die Behörden den Prostitutionsbetrieben vor Ort schriftlich mitteilen, dass gesetzliche Regelungen einstweilig „ruhen“ und dass es nicht verpflichtend sein kann Papiere einzufordern, die es nicht gibt!

    Wir haben es hier mit einem schwerwiegenden Rechtsmangel zu tun, der landauf und landab für große Aufregung sorgt! Zwar haben in NRW einige Städte und Kreise „Übergangsbescheinigungen“ für Sexworkerinnen ausgestellt, die aber eben nur lokal gelten und „reisenden Damen“ wenig bringen!

    MH-Consulting arbeitet gerade an „rechtlichen Dokumenten“, mit denen wir Behörden im Kundenauftrag auffordern, gangbare Wege aufzuzeigen. Wenn man dabei die mögliche Nichtigkeit von „kommenden“ Verwaltungsakten vorab dokumentiert, sollte man auf der sicheren Seite sein. Unsere Anwälte machen sich in dieser Richtung gerade intensive Gedanken und bereiten entsprechende „Munition“ vor!

    Wer von Ihnen nun wissen möchte, wie das Verfahren in Ihrem Fall funktionieren könnte, der möge uns bitte ansprechen:heinbach@mhconsulting.online