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  • Express Köln berichtet: Hermann Pascha Müller immer noch in Haft!

    Express Köln berichtet: Hermann Pascha Müller immer noch in Haft!

    Express Köln berichtet: Hermann Pascha Müller immer noch in Haft!
    Bildquelle: Screenshot Express.de

    Express Köln berichtet: Hermann Pascha Müller immer noch in Haft!

    Haftbeschwerde liegt beim Oberlandesgericht München – Absprachen im Hintergrund?

    Das Thema „Hermann Pascha Müller“ beschäftigt noch immer die Gerichte, die Medien und erzürnt Freunde und Familie, wie der „Express“ heute berichtet:

    Anfang Juni wurden „Steuerbescheide“, die Grundlage der Verurteilung im Strafverfahren waren, vom zuständigen Finanzgericht gerügt und die Finanzverwaltung angewiesen, diese aufzuheben. Wenn die „Beweismittel“ unwirksam werden, sollte einer Freilassung nichts im Wege stehen! Denkt zumindest der Laie!

    In Wirklichkeit ist es nicht so einfach mit den Gesetzen der Logik zu argumentieren, denn die
    Jurisprudenz hat so ihre Tücken und das erst recht, wenn es verschiedene Gerichte sind, die
    sich mit einem Fall befassen bzw. befassen müssen. Die „Strafkammer“ hat die Akte erst mal geschlossen  und muss diese erst wieder öffnen? Die Haftbeschwerde wird aktuell vom Oberlandesgericht München geprüft. Die Mühlen mahlen langsam und zudem gibt es ja unter Umständen auch noch ein Ermittlungsverfahren in ähnlicher Sache in Köln, von dem man bislang auch nichts mehr gehört hat. Gibt es möglicherweise Absprachen im Hintergrund, die eine Entlassung Hermann Müllers behindern? Dies vermutet laut Express der Bruder Harald Müller.

    Solange das Oberlandesgericht in München über die Haftbeschwerde nicht entschieden hat, bleiben die Tore der JVA verschlossen, aber es ist ja auch möglich, dass die Haftbeschwerde, aus welchen Gründen auch immer, verworfen wird! Das bewährte Zitat von „Gericht und hoher See“ passt hier wie die sprichwörtliche „Faust auf´s Auge“.

    Freigeist Hermann Müller ist für die Behörden scheinbar ein „Symbol-Häftling“, dessen „Unschuld“ man als unangenehm empfindet! Sollte es zu einem „Hornberger Schießen“ wie bei Bert Wollersheim kommen, der inzwischen auf Staatshaftung hoffen darf, weil er in seinem ähnlich gelagerten Verfahren einen „Freispruch 1. Klasse“ bekam, müsste man sich nämlich die Frage stellen, ob die „Ermittlungsmethoden“ wirklich rechtsstaatlich sind oder ob wir uns Richtung „Bananistan“ entwickeln!

    Recht muss Recht bleiben und das auch, wenn man Prostitution und Prostitutionsgewerbe gesellschaftlich und behördlich nicht mag! Wenn man daran „dreht“, ist der Rechtsstaat in Gefahr und das ist bedenklich! Rotlicht hin, Rotlicht her! Hermann, halt durch!

    Zum vollständigen Bericht des Express Köln:
    https://www.express.de/koeln/pascha-gruender-koelns-bordell-koenig-weiter-im-knast—dabei-koennte-er-laengst-frei-sein-31098120

  • Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht - Seminar ProstSchG - Sa 13.10.2018
    Rotlicht trifft Blaulicht 2018 – Berlin

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Arbeitsgemeinschaft Zukunft Rotlicht mit Seminarangebot und Messestand in Berlin

    Große Ereignisse werfen bereits jetzt ihre umfangreichen Schatten voraus: am Samstag, dem 13. Oktober 2018 (also am diesjährigen Venus-Wochenende) findet in Berlin die 6. Ausgabe von „Rotlicht trifft Blaulicht“ statt! Die Veranstaltungsreihe wurde von BERLINintim erfunden und war in den vergangenen Jahren stets sehr gut besucht. Informationen zum ProstSchG, steuerliche Fragen, ordnungsrechtliche Aspekte und die Sorgen und Nöte von Sexworkern und Betreibern standen und stehen im Mittelpunkt, wobei jeweils Experten aus unterschiedlichen Bereichen informierten und referierten.

    In diesem Jahr, wo die Umsetzung des Gesetzes nun merklich voranschreitet und ordnungsrechtliche Maßnahmen deutlich zunehmen, haben sich die Macher von „Rotlicht trifft Blaulicht“ mit den Erfindern von „Zukunft Rotlicht“ vereinigt, um im Oktober 2018 ein großes bundesweit angelegtes Tagesseminar anzubieten, das vom Kondomhersteller „London“ präsentiert wird.

    Die Veranstaltung findet auch in diesem Jahr im zentral gelegenen Mercure Hotel Berlin City West, Ohmstr. 4-6, 13629 Berlin statt, wobei das Seminar-Raumangebot stark erweitert wurde, um möglichst vielen Betreiberinnen und Betreibern sowie Sexworkerinnen und Sexworkern die Möglichkeit zur Teilnahme ermöglichen zu können.

    Der Termin wurde bewusst auf das Wochenende gelegt, am dem die „Venus Erotikmesse“ in den Hallen unter dem Funkturm stattfindet! Die Veranstaltergemeinschaft ist dort auch mit einem informativen Messestand vertreten. Auf der Venus gibt es Informationsmaterial zum ProstSchG und zu dessen Umsetzung und auch eine brandaktuelle Berliner „Rotlicht-Fibel“! So lassen sich auch der Messe-Besuch und die Teilnahme am Seminar sinnvoll verbinden, zumal es für den Termin auch attraktive Hotel-Angebote gibt!

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht – Seminar ProstSchG – Sa 13.10.2018

    Beim Tagesseminar im Mercure-Hotel Berlin City West werden am 13. Oktober 2018 u.a. folgende Referenten erwartet:

    Berlin: Rotlicht trifft Blaulicht - Seminar ProstSchG - Sa 13.10.2018

    • Stephanie Klee (Berlin)
      Diplom-Verwaltungswirtin, Sexarbeiterin, Dozentin ProstSchG / Sexarbeit und 1. Vorstandsvorsitzende des Bundesverband Sexuelle Dienstleistungen e.V.
    • Guntram Knop (Frankfurt/Main)
      Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Dozent ProstSchG
    • Andreas Ramisch (Forchheim)
      Jurist, Diplom-Verwaltungswirt, Dozent Gewerbe- und Ordnungsrecht
    • Christoph Rohr (Ulm)
      Berater Rotlicht-Akademie, Zustellanschrift.de
    • Howard Chance (Köln)
      Unternehmensberatung ProstSchG / MH-Consulting

    Folgende Themen stehen momentan auf der Agenda:

    • Betriebskonzepte und Nutzungsvereinbarung und deren „Nachbesserung“!
    • Rotlicht & Steuer: Achtung Steuerfallstricke! – Umsatzsteuer-Hinzurechnung
    • Baurecht: Nutzungsänderungen und Baugenehmigungen existenzvernichtend?
    • Aufzeichnungspflichten im laufenden Betrieb / Korrekte Konzeptumsetzung?
    • Bordell-Fachwirt … ein Beruf mit Zukunft?
    • Schutzlos als Sexworker(in)? Anmeldepflichten und deren Auswirkung!
    • Problematiken der Sexarbeit: Datenschutz, Steuern, Stigmatisierung
    • Erotikwerbung ohne negative Folgen! Wie macht man das?

    Natürlich haben wir aktuelle Entwicklungen stets im Blick und werden dazu auch in Berlin berichten, wenn es beispielsweise Neuigkeiten zur anhängigen Verfassungsbeschwerde geben sollte oder wenn neue Landesverordnungen kurzfristig entstehen sollten! Aktualität ist uns wichtig und wir sind immer am Puls der Zeit!

    Teilnahmegebühr: nur 80 € pro Person inkl. Umsatzsteuer, Seminargetränken, Snacks und Unterlagen. Begrenzte Teilnehmerplätze! Frühzeitige Buchung wird empfohlen!

    Den aktuellen Infoflyer können als PDF herunterladen: Info-Flyer Rotlicht trifft Blaulicht 2018

    Das Anmeldeformular kann ebenfalls als PDF geladen werden: Anmeldeformular

    Weitere Informationen zur Veranstaltung und Informationen zum Kartenerwerb / Anmeldung finden Sie regelmäßig aktualisiert unter www.rotlicht-akademie.de

    Unsere Partner:

  • Prostitution 2018 – Beratung – Es kommt knüppeldick – Hilfe!

    Prostitution 2018 – Beratung – Es kommt knüppeldick – Hilfe!

    Prostitution 2018 - Beratung - Es kommt knüppeldick - Hilfe!Prostitution 2018 – Beratung – Es kommt knüppeldick – Hilfe!

    In den vergangenen Wochen hatte ich mich schon gewundert, dass mein Telefon deutlich weniger läutete, als es zum Jahresende 2017 und Jahresanfang 2018 der Fall war. Klar, viele Betriebskonzepte wurden (zumindest in NRW) fristgemäß eingereicht und bis auf einige „Nachzügler“ und „Neugründer“, die ich ja auch gerne betreue, wurde der Aktenberg stetig niedriger. Endlich einmal Zeit ein wenig zu verschnaufen! Hurra!

    Doch seit letzter Woche ist es mit der Ruhe dahin! Auf vielen Ämtern haben die Akten scheinbar 3 Monate gelegen, die Behörden haben sich selbst geschult und nun wird (und hier beziehe ich mich wieder primär auf NRW) der vorhandene Berg „abgetragen“. Ein normaler Vorgang, der aber nun in der „Nachbetreuung“ für erheblichen Arbeitsaufwand sorgt. Dabei ist es absolut erstaunlich, welche Rückfragen von Behörden kommen und welche Vorschriften angeblich im Gesetz stehen!

    Gibt es irgendwo eine Bestimmung, die es vorschreibt, dass alle selbständigen Prostituierten zusätzlich zum „Huren-Ausweis“ ein „Führungszeugnis“ beibringen müssen und dieses dem Bordellbetreiber in Kopie überlassen müssen? Habe ich heute einem amtlichen Schreiben so entnommen! Auch die amtliche Forderung, dass die Vermieterin einer „Modellwohnung“ vorsorglich für sich selbst einen „Huren-Ausweis“ beantragen solle, kam schon auf den Tisch und das bei einer rüstigen 80-jährigen Beamtenwitwe, die niemals Strapse trug und eine späte Karriere als Sexworkerin auch überhaupt nicht im Sinn hatte! Ich glaube der Dame!

    Nun, bis hierher klingt das ja lustig, aber bei der Überprüfung von Betriebskonzepten kommt es momentan immer wieder vor, dass „Theorie“ und „Praxis“ deutlich voneinander abweichen! Klartext: was man zu Papier gebracht hat, sollte vor Ort auch genauso gehandhabt werden, wie man es dem Amt präsentiert hat!

    Wenn ich beispielsweise nach meinem Konzept mit jeder Dame schriftliche Mietverträge oder Vereinbarungen abschließe, ist es ziemlich tödlich, wenn es in meinem Betrieb nicht ein solches Schriftstück gibt, im Haus aber alle Hostessen-Appartements belegt sind! Wenn ich mich hinter „Strohleuten“ verstecke, sollten diese auch real vorhanden sein!

    Auch eine nicht unbeträchtliche Anzahl von Liebesdamen, die in ihrem gemieteten Einzimmer-Eros-Appartement nicht nur arbeiten, sondern des nachts auch kollektiv schnarchen, kann man bei einer Kontrolle schwer erklären, wenn man im Konzept ausdrücklich versichert hat, dass ab 1 Uhr nachts niemand mehr im Haus verweilt und Schlafen generell nicht stattfindet!

    Gerade in einer Phase, wo die amtliche Erlaubnis noch nicht erteilt wurde, braucht man nicht viel Fantasie um zu erkennen, dass man selbst ein „Hemmnis“ geschaffen hat! Der notwendige Stempel kommt so nicht besonders schnell auf´s Papier!

    Aber auch Leute, die sich mit ihrem Konzept viel Mühe gegeben haben, werden oft von Abteilung zu Abteilung geschickt, erhalten von Sachbearbeitern unterschiedliche Auskünfte oder landen auf Bauämtern, die vom neuen Gesetz noch nie etwas gehört haben oder nicht wissen, welche neuen Aufgaben auf sie zukommen!

    Ist das Bauplanungsamt zuständig, das Bauordnungsamt oder eine ganz Stelle? In Großstädten ist man, wie ich zum Beispiel heute, 5 Stunden mit Mandanten in Ämtern und kommt genauso schlau heraus, wie man hinein gekommen ist. Gut, das ist nicht immer so, aber eben doch sehr oft! Abläufe müssen sich einspielen, aber es mutet doch seltsam an, wenn eine Bauvoranfrage ein gutes halbes Jahr dauern soll, weil es halt an Sachbearbeitern fehlt. Der federführende Beamte macht Druck, weiß aber möglicherweise nicht, dass sein Kollege in der anderen Dienststelle völlig überlastet ist. Auch den Griff zum Telefon gibt es selten! Man wird aufgefordert überall selbst vorzusprechen oder „eine Mail zu senden!“

    Das alles treibt der Kundschaft durchaus den Schweiß auf die Stirn und ich muss oft beruhigend einwirken, damit es nicht zur „realen Explosion“ kommt! Glücklicherweise gibt es aber auch Erfolgserlebnisse, wo man es mit strukturiert arbeitenden Sachbearbeitern zu tun hat, die auch komplexe Zusammenhänge verstehen und eben nicht auf andere Dienststellen verweisen! Ich habe jedenfalls wenig Lust ganze Tage in Fluren zu sitzen und dann ohne Ergebnis vertröstet zu werden!

    Parallel zu Ordnungsamt und Bauamt, bekommen es die Betreiber auch schnell mit den Finanzbehörden zu tun, die gerade Morgenluft und „Taler“ wittern und zu völlig unpassender Zeit mit „Sonderprüfungen“ beginnen oder den Zoll entsenden, um einmal nach dem Rechten zu sehen. Von Zufällen kann kaum die Rede sein, zumal sich die Finanzämter auch sehr für den Inhalt der Konzepte interessieren! Und dann sind da ja noch die städtischen Steuerämter, die ihre „Sexsteuer“ neu berechnen möchten und vom vermeintlich großen Kuchen ihr angestammtes „Bürgermeisterstück“ abbekommen möchten.

    Viele Bordellbetreiberinnen und -betreiber sind momentan so richtig genervt und berichten mir dann von ihrem Leid und dies in der Hoffnung auf eine pragmatische Lösung! Die Sache mit dem „Zaubern“ beherrsche ich (noch) nicht, aber ich gebe mir alle Mühe positive Ergebnisse zu erreichen! Dass der Jahresurlaub 2018, in dem Jahr wo ich tatsächlich 50 Jahre alt werde, wieder ausfallen wird, ist offensichtlich! Selbstgewähltes Schicksal! Glück auf!

    Autor: Howard Chance – Publizist und Unternehmensberater – www.rotlicht-berater.de


    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2016/09/02/die-beratung-zum-neuen-prostituionsgesetz/

  • Montag – 23. April 2018 – 1. Rotlicht-Kongress in Frankfurt/Main

    Montag – 23. April 2018 – 1. Rotlicht-Kongress in Frankfurt/Main

    Montag – 23. April 2018 – 1. Rotlicht-Kongress in Frankfurt/Main

    Gibt es noch eine Zukunft für das „deutsche Rotlicht“ oder hat das neue berüchtigte Prostituiertenschutzgesetz nun das absolute Potenzial nun flächendeckend Existenzen in der Branche zu zerstören?

    Mit dieser und vielen weiteren wichtigen Fragen beschäftigt sich der 1. bundesweite Rotlicht-Kongress, der am Montag, dem 23. April 2018, in Frankfurt am Main ganztägig stattfinden wird und von der Firma London-Kondome präsentiert wird! Betreiberinnen und Betreiber von „Prostitutionsstätten“ und „Prostitutionsvermittlungen“ sind ebenso herzlich willkommen wie Sexworkerinnen und Sexworker und deren engagierte Verbände, die ja oft schon seit Jahren gegen die amtlichen „Windmühlen“ kämpfen! Gemeinschaft und Austausch sind wichtig und so ist eine rege Beteiligung wünschenswert, um miteinander ins Gespräch zu kommen und dabei hoffentlich viele Gemeinsamkeiten zu entdecken!

    Rechtsanwälte, Steuerberater, Marketing- und Unternehmensberater

    Namhafte wie hochkarätige Experten aus nahezu allen derzeit relevanten Bereichen (Ordnungsrecht, Verwaltungsrecht, Baurecht, Steuerrecht, Marketing,  Werbung und Unternehmensberatung) werden zu den unterschiedlichen Problemstellungen ganztägig referieren. Vorträge, Impuls-Seminare, Arbeitsgruppen und Diskussionen stehen auf dem anspruchsvollen Programm, wobei der Austausch von Informationen und Meinungen ein besonderes Gewicht erhalten wird!

    Fachaussteller vor Ort – Information und Dialog

    Neben dem sehr umfangreichen Vortrags- und Seminarangebot, werden in Frankfurt/Main zusätzlich auch branchenaffine Fachaussteller vor Ort anwesend sein, die ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen und mit der Branche ins Gespräch kommen wollen. Alarmsysteme, Kassen- und Abrechnungslösungen, Automatenanbieter, Wäscheservices, Portale und spezialisierte Vermarkter, Online-App-Dienstleister, Gebäudeversicherer, Gesundheitsdienstleister und vieles mehr, werden im Rahmen der Ausstellung ganztägig präsentiert!

    Einladung an Sexworker(innern)-Verbände und Organisationen

    Sexworker-Verbände und ähnliche Organisationen sind sehr herzlich eingeladen, sich beim Kongress kostenfrei zu präsentieren! Die Veranstaltung ist „überparteilich“ und bietet auch durchaus die Möglichkeit zu Kontroversen: Diskussion belebt und positiver „Streit“ weckt Synergien! Meinungsaustausch im besten Sinne! Aufgabe Zukunft Rotlicht!

    Meet & Greet – Afterparty

    Im Anschluss an die Veranstaltung findet eine „Meet & Greet“-Afterparty statt, bei der Kommunikation, Networking und Gedankenaustausch im Mittelpunkt steht! Natürlich ist ganztägig für das leibliche Wohl gesorgt, denn Hören, Denken & Diskussion braucht natürlich auch „Nahrung“. Hurra!

    Alle Detail-Informationen finden Sie unter der Kongress-Internet-Präsenz:

    https://zukunft-rotlicht.de



    Vielfältige Informationen und Beratungsleistungen zum ProstSchGesetz gibt es bei MH-Consulting by Howard Chance:

  • Prostitution 2018 – Informationsportal zum neuen Prostituiertenschutzgesetz

    Prostitution 2018 – Informationsportal zum neuen Prostituiertenschutzgesetz

    Prostitution 2018 - Informationsportal zum neuen Prostituiertenschutzgesetz Herzlich Willkommen bei Prostitution 2018, dem stets aktuellen Informationsportal zum neuen Prostituiertenschutzgesetz

    Um die Fülle der Informationen zu kanalisieren, haben wir heute diese neue Übersichtsseite in die Präsenz integriert. Bei über400 Beiträgen seit Oktober 2016 wurde dies notwendig, da man sonst in der Informationsflut versinkt. „Prostitution 2018“ hieß bis Ende Dezember 2017 noch „Prostitution 2017“ und dieser Titel ist noch immer aktuell, da das neue ungeliebte Gesetz ja am 1. Juli 2017 in Kraft getreten ist und wir das Jahr 2017 auf immer damit verbinden werden! Beide Präsenzen, nämlich www.prostitution2017.de und die nun neue Domain www.prostitution2018.de sind parallel erreichbar, verweisen aber auf den gleichen Inhalt, der täglich aktualisiert und erweitert wird.

    Zur Startseite des umfangreichen Blogs gelangen Sie immer über nachfolgende URL:

    http://www.prostitution2017.de

    Der Notruf bei Problemen mit Ämtern und Behörden und bei akutem Beratungsbedarf:

    0151-71885164 (Howard Chance – auch WhatsApp)

    Die Präsenz wird vom Publizisten Howard Chance und der Unternehmensberatung MH-Consulting Marcus Heinbach & Partner betrieben und hat dabei folgende Themenschwerpunkte:

    Informationen und Artikel zum „Prostituiertenschutzgesetz“

    Artikel von Howard Chance und Gastautorinnen und -autoren zu aktuellen Entwicklungen bei der Umsetzung des neuen Gesetzes. Fast täglich neue Inhalte und dabei immer am Puls der Zeit! Versprochen!

    Zum Bereich Aktuelle News und Themen


    Sachstandsbericht Prostituiertenschutzgesetz

    Regelmässiges Update, wenn sich neue Entwicklungen zum Thema ergeben! Die Berichterstattung wurde in 2017 begonnen und stetig fortgeführt! Die Meldungen haben dabei immer einen „Time-Print“ by Howard Chance

    Zur Übersicht Basis-Informationen



    Der Gesetzestext in HTML-Version

    Der Gesetzestext zum nachlesen, recherchieren etc. Unkommentierte Version als Abschrift. Abschrift done by Howard Chance. ProstSchGesetz ungeschönt! Eigentlich ein recht einfaches juristisches Machwerk!

    Direkt zum Gesetzestext



    Hinweise auf die Beratungsangebote von MH-Consulting

    MH-Consulting: Beratungen und Situationsanalysen zum Prostituiertenschutzgesetz bundesweit. Konzeptentwicklung, Unterstützung durch Rat und Tat! Schulungen, Seminare und diverse Zusatzleistungen!

    Zu den Beratungsangeboten



    Besondere Partnerschaften / Kooperationen

    Steuerberater Christian Deák
    Information zur Steuerberatung

    Rotlicht-Akademie by Christoph Rohr
    www.rotlicht-akademie.de

    Zustellanschrift.de by Christoph Rohr
    https://zustellanschrift.de/

    Zukunft Rotlicht – Der Kongress in Frankfurt am Main
    https://zukunft-rotlicht.de


     

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/01/03/das-neue-prostitutionsgesetz-2017-die-wichtigsten-basics/

  • Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance - Erzählungen

    Bildquelle: Uwe Schlick / pixelio.de

    Swingerschiff auf Kirchentag by Howard Chance – Erzählungen

    Köln 2007: Unser Seniorchef war schon immer ein findiger freier Geist, der das Ungewöhnliche sehr liebte. Nachdem er bereits in den 80ern die Swingerszene in NRW mit seinen innovativen Konzepten quasi reformiert hatte, lagen ihm besondere Veranstaltungen mit dem gewissen erotischen „Kick“  immer am Herzen. Schnöder Partybetrieb, nicht mit ihm! – Langweilig kann ja jeder!

    Wenn man im Showgeschäft tätig ist, muss man jeden Tag eine neue Nummer auf Lager haben“

    Nach einem erotischen Kurzurlaub in Hamburg mit einer seiner lieblichen Gespielinnen (datierend aus Frühjahr 2007), einer romantischen Hafenrundfahrt und einem abendlichen Spaziergang nahe der bekannten St. Pauli-Landungsbrücken, war unser Don auf eine neue wegweisende Idee gekommen: Frivole Swingerparties auf einem Schiff. Swingerboot, Pornoboot, was auch immer. Sicher ein Hammer, etwas Neues für die Gäste und durch unsere geografische Lage nahe am Rhein sicherlich absolut problemlos zu realisieren.

    Also war unsere Verwaltung nun gefragt: Ich hatte die sowohl ehrenvolle wie anspruchsvolle Aufgabe, für die „Erotische Schifffahrt“ (vorsichtig formuliert) den passenden Rheindampfer zu finden. Köln-Düsseldorfer, Weiße Flotte und diverse private Schiffer wurden unter dem Deckmantel eines „Firmenausflugs“ kontaktiert. Es folgten Besichtigungen vor Ort, immer mit dem „Don“ an der Seite, der die Verhandlungen selbst leiten wollte und damit so manchem Rheinkapitän den kalten Schweiß auf die Stirn trieb. Gingen diese per dato von einer der  konventionellen „Kaffee-und-Kuchen-Rundfahrten“ zum Drachenfels oder vom „Senioren-Tanztee“ aus, waren die Visionen des Padre ganz klar andere:

    Massive Umbauten dringend notwendig!

    „Die Bestuhlung muss raus! Der ganze Kahn muss mit schwarzer Lackfolie ausgekleidet werden! Wo können wir unsere Betten aufbauen? – Wohin mit den Maschinen? – Wo können die Leute denn duschen und „vögeln“?

    Betten? – Maschinen? – Vögeln? – Kopfschütteln und der erste vage Verdacht, dass es sich um eine Veranstaltung handeln könnte, die es so auf dem Rhein noch nicht gegeben haben könnte.

    Rheinschiffer sind vorsichtige Menschen und zudem sehr auf ihren guten Ruf bedacht! Fahren doch täglich ganz normale Menschen mit ihnen: Oma, Opa, Familien, Kegelclubs, Kolping-Family und die sehr konservativen Mädels von der evangelischen Frauenhilfe. So war es dann so gar nicht verwunderlich, dass wir mehrmals von Bord gewiesen wurden, nachdem wir unser ausgefeiltes erotisches Konzept präsentiert hatten.

    Ausgelassene Leute im Fetisch-Outfit, Swinger, nackte Haut, Gruppensex auf dem Sonnendeck? – Einfach zu viel für Reeder Heinz und seine netten Kollegen von der Köln-Düsseldorfer… Viel zu viel! „Was? … Auf meinem Schiff soll gevögelt werden? … Gruppensex? So eine Schweinerei! Das hat es ja noch nie gegeben! Und wird es sicher auch nicht geben. Ihr habt ‘se doch nicht alle! Seht zu, dass ihr Land gewinnt!

    Lustig angedacht, entwickelte sich das Vorhaben zu einer echten Herausforderung. Die Rheinschiffer gingen kollektiv auf „Protest“, nahezu die gesamte Branche war alarmiert und verweigerte jegliche Zusammenarbeit mit den „Sex-Ferkeln“ (womit unser lustiges Unternehmen gemeint war). Stillstand! Selbst ausgelobte „Sondertaler“ machten die Schiffer nicht wirklich willig!

    Der Don war nun sehr verärgert, wollte aber keinen Zentimeter von seiner grandiosen Vision abweichen.

    Dann kaufen wir eben so ein blödes Schiff!“, war sein trotziger und entschlossener Kommentar.

    Nun sind solche Schiffe recht rar und natürlich auch ziemlich teuer. Wenn dann auch noch Eile angeordnet ist, wird manches zum sinnlosen Unterfangen. So ein Mist! – Kurz bevor den Don die diesbezügliche Depression ereilte, meldete sich bei uns urplötzlich Paul, ein netter holländischer Partyschiff-Kapitän, der über das passende schwimmende „Objekt der Begierde” verfügte.

    Er hatte einen stylischen Groß-Dampfer für bis zu 800 Personen mit Musikanlage im Angebot, der in der Saison im Hafen Köln-Niehl ankerte. Ein Kumpel hatte ihm von unseren Schwierigkeiten erzählt, und da er die spießigen KD-Kollegen eh nicht leiden konnte, war es ihm eine besondere Freude, uns aus der Bredouille zu helfen. Freie Fahrt für freie hedonistisch veranlagte Bürger!

    Die „MS Enterprise“: ideal für unsere Zwecke und durch die umfassende Liberalität des Holländers konzeptionell  hervorragend geeignet. Fuhr er bislang Techno-Partys mit DJs durch die Stromschnellen des Rheins, bereiteten ihm nun nackte Menschen mit wohl ausgefallenen bizarren Neigungen nicht wirklich Probleme. Bei einer gemeinsamen King-Size-Zigarre „Cohiba 5“ mit dem Don, wurde das frivole Projekt per Handschlag besiegelt!

    Fronleichnam einfach mal total anders …

    Als Termin legten wir einen hoffentlich sonnigen Feiertag Anfang Juni fest. Fronleichnam. Ein Feiertag, an dem in NRW eben frei ist. Leinen los in Köln! Die Vorbereitungen liefen an, das Lack-Deko-Material wurde geordert, unsere Werbung kam sofort auf die Club-Homepage und in die Online-Portale. Flyer und Plakate kamen sehr schnell in Umlauf. Noch vier Wochen bis zum großen Ereignis!

    Seid Ihr denn völlig bekloppt?“, hallte es mahnend aus dem Telefonhörer.

    Meine Berliner Freundin, in der katholischen Kirche beheimatet und durch ihren öffentlichen Job immer bestens informiert, schlug Alarm. „Wegen Fronleichnam? Die Katholiken fahren doch da eh ihre Schiffsprozession!“

    „Nein. Das ginge ja wohl noch … aber an dem Tag ist Deutscher Evangelischer Kirchentag in Köln mit erwarteten 800.000 Besuchern. Gebets-Kette am Rheinufer usw… usw… !“

    Im Internet überprüfte ich ihre Angaben. „Lebendig und kräftig und schärfer“, war die nun einmal absolut passende Kirchentags-Losung aus dem 4. Hebräer-Brief. Da hatte die Kirche auch für uns ins Schwarze getroffen!

    Donnerwetter! – Ich berichtete dem Don sofort von  meinen Entdeckungen, doch wirklich beeindrucken konnte ich ihn damit nicht! – „Die stören uns nicht!“, war sein lapidarer Kommentar! „Sicher nicht“, war auch meine Meinung, aber umgekehrt befürchtete ich schon jetzt massivste Verwicklungen.

    Die Anmeldeliste für die Schifffahrt füllte sich stetig. Erotik-Freundinnen und –freunde aus der ganzen Republik, gierten geradezu nach den Karten, und ich als verantwortlicher Marketing-Leiter kalauerte in meinem wöchentlichen Online-Newsletter ein wenig herum:

    Während die einen zum Evangelischen Kirchentag in die Domstadt pilgern, wird an Bord unseres Partyschiffs eine besonders intensive Form der christlichen Nächstenliebe praktiziert.“

    Ein echter Kracher! – Die Swingerfreunde fanden es prima und der Kirchentag als Dekoration reizte dazu auch noch ungemein. Wilde Umtriebe, während links und rechts am Rhein brav gefrömmelt wird. Wenn das nicht mal außergewöhnlich ist … Schnell wurde uns aber eine mehr als „böse Absicht“ unterstellt, was aber, abstrakt betrachtet, überhaupt nicht der Fall war.

    Die Realität holte uns dann gerade einmal drei Tage vor dem großen Swinger-Fest wie ein Paukenschlag ein! – Ich weilte gerade auf einer großen Erotikmesse in Madrid, als mein Handy am frühen Morgen die frohe Kunde aus der Firmen-Zentrale brachte.

    „Moin Alter, hier brennt jetzt gerade richtig der Baum!“, berichtete mein Büro-Kollege Klaus ziemlich aufgeregt, „Ordnungsamt, Presse, die rennen uns die Bude ein. Guck Dir mal den Kölner Express an. – Das geht nicht gut! – Der Alte hat sie doch nicht alle! – Das geht schief!“

    Express-Online funktionierte auch in Madrid. Laptop an und mal lesen, was die Medien so über unser Projekt berichten. Mit fetten Lettern fand ich die Story:

    Swingerschiff auf Kirchentag! – Am Donnerstag ist mit sehr viel Verkehr auf dem Rhein zu rechnen!!“

    Ein toller Kalauer, ein gelungenes Wortspiel, wenn es denn nicht unsere Veranstaltung betroffen hätte. In unserer Verwaltung liefen die Telefone heiß. Der Chef des Kölner Ordnungsamtes fragte uns nach einer vorliegenden Genehmigung, drohte dann konkret amtliche Zwangsmaßnahmen an.

    Die Presse gierte natürlich nach konkreten Infos und am Enterprise-Schiffsanleger im Niehler Hafen baute sich ein Kamerateam von RTL auf, um den sündigen Schiffer aus Holland zu interviewen. Die Sendung „18:45“ brachte dann auch einen exklusiven TV-Bericht, bei dem man unsere fleißigen Handwerker im Bild hatte.

    Skandal, Auswüchse … Steckt womöglich die Katholische Kirche dahinter?“, war zu hören.

    Erste Schaulustige tauchten auf und fotografierten das Schiff im Hafen. Eine gelbe Zustellungsurkunde der Stadt Köln landete in unserem Briefkasten und ein Offizieller des Erzbischöflichen Generalvikariats meldete sich im Dom-Radio zu Wort: „Wir haben mit der Veranstaltung wirklich nichts zu tun. Der Erzbischof ist sehr beunruhigt! Im Sinne der Ökumene wünschen wir den evangelischen Christen einen gelungenen Kirchentag in Köln! Gelobt sei Jesus Christus!“ – In Ewigkeit. Amen!

    Was für ein infernaler Unsinn! – Die Katholische Kirche als Veranstalter erotischer Schifffahrten. Und dass, um die Evangelen zu ärgern? Noch blöder kann man ja kaum denken, umso verwunderlicher war, wie ernst die Kölner Kirchenfürsten die „Unterstellung“ dann doch nahmen.

    Wie, zum Teufel, waren unsere „intimen” Infos bloß so schnell an die Presse gelangt?

    Wahrscheinlich hatte einfach jemand meinen Newsletter „unbefugt“ weitergeleitet. Für die Regenbogen-Presse natürlich eine absolute Steilvorlage! – Selbst im Ticker der DPA fuhr unser Schiff schon bundesweit in die gierenden Redaktionsstuben.

    Konnte die Fahrt unter diesen Umständen überhaupt noch stattfinden? – Zeitleiste: 2 Tage bis Ultimo. Das Chaos nahm seinen Lauf und ich war ja noch in Madrid.

    „Alles Quatsch!“, beruhigte mich der Don am Telefon. „Wir fahren trotzdem! – Basta! Vielleicht bringt uns die Berichterstattung ja sogar noch zusätzliche Gäste.

    Auch die Kirchenbrüder vögeln! – Aber wie … !“

    Der Don in seinem Element und im stetigen Kampf für den freien Orgasmus! Seit seiner Messdiener-Zeit und dem Langzeit-Aufenthalt in einem kirchlichen Internat, sah er die Dinge einfach völlig anders.

    „Lebendig und kräftig und schärfer!“ – Die Losung fiel mir wieder ein, während ich ein wenig angespannt zum Madrider Flughafen fuhr, um so schnell wie möglich zurück in die Heimat zu kommen. Jetzt musste gehandelt werden, da sich die Drohgebärden der Behörden inzwischen wie eine große schwarze Wand anfühlten. Während unser Team schon merklich am Rad drehte, hatte der „Cheffe” sichtlich Spaß an dem lustigen wie unterhaltsamen Spektakel.

    Das Amt wird sehr „aktiv“ … Schiff ahoi?

    Bei uns in der Verwaltung war es jetzt „lebendig“, keine Frage. Unsere Jungs packten nun „kräftig“ an, um die erotische Ausstattung auf den Kahn zu schaffen, viel „schärfer“ wurde der Ton der Kölner Behörden, die sogar Unterhändler schickten, um „Schlimmes“ zu verhindern.

    „Wenn Sie hier in Köln boarden sollten, werden wir sofort einschreiten!“, war die klar verständliche Ansage der Ordnungsbehörde. „Keine Diskussion!“ 1 Tag bis Ultimo!

    Das abendliche Krisengespräch in Solingen nahm seinen Lauf! Während im Niehler Hafen die Matten und die Penetrations-Maschinen installiert wurden, Deko-Stoff und Getränke eintrafen, war uns einfach  nur noch flau. Denn parallel gingen immer mehr neue Anmeldungen ein!

    Ein Freund von der Wasserschutz-Polizei in Köln, hatte uns von bevorstehenden Maßnahmen berichtet. Man fuhr bereits verstärkt Schiffs-Streife und hatte die Kapitäne der KD auf die „MS Enterprise“ angesetzt. Im Schiffsfunk wurden anzügliche Späße gemacht, die das Leben auf dem Rhein einfach verschönten!

    Na Klasse, alles, was man etwa 24 Stunden vor einem Großevent so braucht! – So etwas sorgt für ruhigen gesunden Schlaf … zumindest beim Don!

    Eine besondere Sorge machte uns nun auch der „Steiger“, der geplante Anlegepunkt an der Kölner Hohenzollern-Brücke. Zwar hatten wir vom privaten Betreiber die Nutzungs-Genehmigung, allerdings konnte das Wasser- und Schifffahrts-Amt unter Umständen noch Einfluss darauf nehmen und “Enterer” einsenden.

    Wir gaben Schiffer-Paul vorsorglich die Anweisung, die „Enterprise“ umgehend in Fahrt zu setzen. Im Niehler Hafen hätte man das Schiff trefflich blockieren können. Dies galt es unbedingt zu vermeiden. – Leinen los! Die „MS Enterprise“ lief aus Richtung Leverkusen-Wiesdorf. Schachzug Nummer 1 im maritimen Manöver!

    Köln wurde einfach zu heiß! – Wir entschieden uns spät in der Nacht für eine Rundmail an die angemeldeten Paare:

    Ihr Lieben: Letzte Meldung: Swingerschiff startet morgen an den Rheinterrassen Düsseldorf!“

    Über Nacht bestellten wir zwei Busse, die für den Notfall am Hyatt-Hotel in Köln stationiert wurden, um Gäste, die unsere Emergency-Mail nicht mehr gelesen haben sollten, nach Düsseldorf shutteln zu können. Die „Enterprise“ blieb in Bewegung und fuhr während der Nacht schwach beleuchtet den Rhein auf und ab.

    Wir erwarteten mehr als 500 Gäste an Bord, da durfte einfach nichts mehr anbrennen!

    Eine unruhige Nacht, ein sonniger Morgen! – Das ideale Wetter für unseren Event! Wenn nur mal alles gut geht … noch 10 Stunden bis zum Boarding!

    Das Flaggschiff der KD mit dem „Lamm Christi“ auf Rheinprozession. Tausende von evangelischen Pilgern am Rheinufer und auf den bekannten Plätzen der Stadt. Der „Rheinpark“ prall gefüllt. – Köln-City gegen 13 Uhr! Und die „Enterprise“? „Nahe Niehl“ … so tönte es von einem spionierenden KD-Schiff in den Schiffsfunk.  Am Steiger „Hohenzollern-Brücke“ stand bereits ein Mannschaftsbus der Wuppertaler Bereitschaftspolizei!

    Bingo … die Polizei-Aktion lief! Ein Polizeiboot ankerte Nähe Rheinauhafen, ein zweites lauerte unauffällig am Niehler Hafen. Die Ruhe vor dem kommenden Sturm!

    Wir hatten zwischenzeitlich unser „Headquarter“ in ein Hotel nach Düsseldorf-City verlegt. Presse-Vertretern, die unentwegt anriefen, teilte ich entschlossen mit:

    Die Schifffahrt findet statt, komme, was da wolle!“

    Cooler als Schiffer-Paul kann wohl niemand sein! Mit List und Tücke war es ihm zwischenzeitlich gelungen, der intensiven KD-Bespitzelung zu entgehen. Das bestimmt 60m lange Schiff war einfach vom Rhein verschwunden. In einem Nebenbecken ankerte der Kahn auf halbem Weg nach Düsseldorf. Einsatzbereit!

    17 Uhr in Köln. Highlife, egal wohin man auch schaute. Vorbereitungen für das große „Kerzen-Gebet“, viele, ja für uns viel zu viele feiernde Menschen am Steiger „Hohenzollern-Brücke“. Fromme Christen, Alt-Ökos, lila Feministinnen. Und dazwischen?

    Einige versprengte, sowie verunsicherte Swinger-Paare in teuflischem Outfit. Lack – Leder – Latex, High Heels. Oh Gott! Dazu zahlreiche Polizisten, die eifrig Personalien kontrollierten, nebst emsig-bemühten Mitarbeitern des Kölner Ordnungsamtes, die den auffälligen Gestalten Anzeigen wegen „Erregung öffentlichen Ärgernisses“ androhten und offenherzige Leute sogar entschlossen vom Hohenzollern-Anleger vertrieben!

    Obendrein unser Mitarbeiter Michael mit dem großen Club-Schild. Ganz unauffällig wurden die unwissenden „Ferkel“ von unseren Leuten zum „Hyatt“ gelotst. Ab in den Bus … auf ging es gen Düsseldorf … und zwar zügig!

    Um 17.30 Uhr folgte dann der nächste Akt der Kölner Behörden: Das Boot der Wasserschupos legte mit kreisendem Blaulicht an unserem Steiger an! Schluss mit lustig! – Die “Macht” griff nun durch und würde es diesen Erotik-Vögeln (also uns) schon zeigen.

    Der Amtsleiter am Rheinufer, geschätzte 20 Journalisten und zwei Fernsehteams mit Kameras live dabei. Absoluter Showdown in Kölle! – Attacke!

    Flöte gepfiffen!“ … Volle Fahrt voraus!“ – Ganz nach dem Motto : „Das kann doch einen Seemann nicht erschüttern! – Und den Don erst recht nicht!”

    Gegen 17:45 Uhr war in Düsseldorf unser „Geisterschiff“ in Sicht: Die „Enterprise“ näherte sich behände den „Rheinterrassen Düsseldorf“. – Time for boarding! Aus strategischen Gründen hatte Kapitän Paul gar keinen Steiger reserviert. So wurde nun nach alter Piraten-Sitte einfach illegal angelegt. Rums!

    Dies bedeutete für uns: Schnelles Boarding, bevor die Düsseldorfer Autoritäten noch Wind von dem Manöver bekamen! Der Holländer hatte damit keine Probleme und der Don war zudem bereit, eventuell anfallende Bußgelder großzügig zu begleichen.

    In Köln schaute man vergebens den Strom hinauf! Keine „Enterprise“, nichts zu tun für die Ordnungshüter. Unsere Mitarbeiter: plötzlich verschwunden! Abermals Bingo! – Missmut bei den Presse-Vertretern, allgemeine Ratlosigkeit. Bis gegen 18:15 Uhr der Schiffsfunk für großes und fast kindliches Erstaunen in Kölle sorgte:

    KD-Schiff Jan van Werth meldet Enterprise an Anleger Rheinterrassen Düsseldorf. Wiederhole: Enterprise in Düsseldorf!!!“

    Schachmatt in Kölle und einige Presse-Kollegen, die bis heute kein Wort mehr mit mir reden! – Verstehen kann ich das sogar … irgendwie. Schachzug 2: Gelungen! Die frivole Schar an Bord, erotische Aktivitäten aller Art, dazu lecker Buffet und die große Cami-Modenschau. Der Don war sichtlich zufrieden, überprüfte seine geliebten Orgasmus-Maschinen nochmals persönlich und steckte sich genüsslich saugend die große Festtags-Zigarre an.

    So macht man das, mein Lieber“, grinste er in den sonnigen Himmel. „Ach ja?“, kommentierte ich.

    Wir sind nun mal die Besten und man darf die Vögel vom Amt nun mal nicht so ernst nehmen!“

    Die Fahrt wurde ein voller Erfolg, der sich bei allen Beteiligten für lange Zeit einprägte. Swingen im Club ist gut, eine echte erotische „Piratenfahrt“ auf dem Rhein aber ein echter Hammer, zumal, wenn richtig viel Adrenalin in der Suppe ist. Die Gäste hatten aufgerüstet: Tolle geile Outfits, gute Laune und natürlich viel Action, wie es sich nun einmal für uns  anspruchsvolle offene Swinger gehört. Nur am Rande ist vielleicht noch zu erwähnen, wohin die Fahrt von Düsseldorf aus dann ging:

    Nach Köln!!! – Wie konnte es auch anders sein!

    Der Chef wollte unbedingt nochmals Flagge zeigen und befahl Schiffer Paul die zu wählende Route! Souverän am Steuerrad der Enterprise stehend, erlebte der Erotik-Patriarch, bei untergehender Abendsonne, die triumphale Einfahrt in seine geliebten Kölner Gefilde.

    Die „MS Enterprise“ glitt tutend am beleuchteten Dom vorbei, in voller Fahrt.

    Tausende funkelnde Gebetskerzen am Ufer, praktische „Nächstenliebe“ an Bord. Blitzende Brüste, SM-Freunde auf dem Sonnendeck, ein bisschen CSD auf dem Rhein. Kontraste, die man so schnell nicht wieder vergisst.

    Aus dem Buch „Howard´s Erzählungen“:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/12/12/prostitution-2017-frivoles-weihnachtsgeschenk-howards-erzaehlungen/

  • Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Howard´s Advents-News - Aktenberg versus Adventskalender
    Bildquelle: Pixabay

    Howard´s Advents-News – Aktenberg versus Adventskalender

    Sehr geehrte Damen und Herren, verehrte Kolleginnen und Kollegen, liebe Freundinnen und Freunde!

    Was waren das doch für schöne Zeiten, als man mit kindlicher Freude jeden Dezember auf´s Neue ein mit Schokolade geladenes Fenster im Adventskalender öffnete und das große Stück vom 24.12. bereits vorzeitig von hinten „entfernte“. Doch in diesem Jahr ist die Erotikbranche in Deutschland nicht ganz so romantisch gestimmt, da ja am 31. Dezember 2017 die Übergangsfristen ablaufen und bis zu diesem Datum die „Betriebskonzepte“ eingereicht sein müssen. Wer als Betreiberin oder Betreiber hier zu spät ist, hat im Januar 2018 möglicherweise ein ernstes Problem, zumindest wenn sie oder er in Nordrhein-Westfalen oder Bayern beheimatet ist!

    Während 14 Bundesländer noch am Gesetz „üben“ und nicht alles termingerecht auf die Kette bekommen, ist NRW das Vorzeigeland bei der Umsetzung des Gesetzes. In Düsseldorf und Dortmund sind für Januar bereits Kontrollen angekündigt und ich nehme diese Ankündigungen sehr ernst, da ich die dortigen Protagonistinnen kenne. Null Toleranz!

    In Baden-Württemberg gibt man auch Gas, hat aber das Problem, dass bis Jahresende nicht mehr genug Ausweise ausgestellt werden können! Kontrollen wären daher eine reine Provokation, die aber im Verwaltungsverfahren niedergeschlagen werden dürften! Die Städte und Kreise in Hessen streiten sich nach wie vor mit dem Land und hier ist die Verzögerung greifbar. In Hamburg wiederum hat man den längsten Fragebogen zum notwendigen Konzept entwickelt, kann hingegen noch nicht genügend Ausweise ausstellen. Darum reisen die „Hamburger“ just nach Neumünster in Schleswig-Holstein, wo es die „Happy-Hour-Ausstellung“ gibt!

    Auf Huren-Ausweisen steht „Wuppertal und Deutschland“, obwohl dies eigentlich so nicht eingetragen werden darf und die Frage, was man unter „geeigneten Waschgelegenheiten oder Alarmsystemen“ versteht, können Ämter im Hinblick auf diverse DIN-Normen nicht beantworten. Ich erspare mir an dieser Stelle weitere Ausführungen, da sich hier ein Roman bilden würde, den wohl niemand lesen möchte!

    Gleichzeitig warne ich nochmals vor Nachlässigkeit und rufe dringend dazu auf, den amtlichen Notwendigkeiten zu begegnen und sich entsprechend zu präparieren. Auch wenn alles nach mächtig Chaos klingt, können im Einzelfall dennoch gewaltige Konsequenzen drohen, wenn man Fristen missachtet und stattdessen lieber Weihnachtskekse futtert.

    Ich selbst werde „bis zum letzten Tag“ aktiv sein und meine Kunden auf den „letzten Schritten“ begleiten. Es ist Stress, aber wir sind gemeinsam auf einem guten Weg! Wo ich im Dezember sein werde, ist meinem Terminkalender zu entnehmen und ich gebe mir viel Mühe diesen „Fahrplan“ einzuhalten:

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2016/11/27/termine-howard-chance/

    Wer mich allerdings an Heiligabend anruft und fragt, ob wir bis Jahresende noch fix ein Betriebskonzept erstellen können, der oder die wird mit Pfeffernüssen beworfen!

    Einen herzlichen Gruß aus dem vorweihnachtlichen Karlsruhe sendet Ihnen / Euch

    Howard Chance

    http://www.prostitution2017.de

    howard.chance@t-online.de

  • Venus-Erotikmesse Berlin: Der Branchentreff des Jahres / Howard vor Ort!

    Venus-Erotikmesse Berlin: Der Branchentreff des Jahres / Howard vor Ort!

    Venus-Erotikmesse Berlin: Der Branchentreff des Jahres / Howard vor Ort!Venus-Erotikmesse Berlin: Der Branchentreff des Jahres / Howard vor Ort!

    Ich habe die Venus in Berlin bestimmt schon 15 mal besucht, war dort Aussteller, Journalist, Medienpartner und manchmal auch „nur“ einfacher Fachbesucher. Die Veranstaltung unter dem Funkturm ist immer wieder ein Treff für „Erotiker“ aus ganz Europa. Ältere Herren mit Schweiß auf der Stirn und Beule in der Hose, adrette wie aufreizende Swingerpaare, Normalos und Selbstdarsteller jeglicher Couleur treffen die Stars und Sternchen aus der Pornobranche und informieren sich über neue Erotikprodukte.

    Vier Tage Berlin intensiv: ganz schön anstrengend, wenn man abends die diversen „Begleitveranstaltungen“ besucht und dabei ständig die prallsten Brüste der Republik wippen sieht! Ein Kampf für Schwerenöter! Hurra!

    In diesem Jahr habe ich keine offizielle Funktion, bin aber mit Kollegen und Freunden aus der Branche verabredet und habe parallel auch einige Consulting-Termine, die „zufällig“ gut in den Berliner Kalender passen. Gleichzeitig werde ich auch nebenbei die neuen Angebote meines Medienpartners vorstellen, der sich kurzfristig entschlossen hat, an der Messe in Berlin teilzunehmen!

    Ich habe eh immer „einen Koffer in Berlin“ und fühle mich im „Bärenland“ doch zu Hause, da ich Land, Stadt und Leutchen kenne und auf der Messe an jedem zweiten Stand bekannte Gesichter und „Ärsche“ sehe, die sich alljährlich wieder einfinden. Eine schöne Tradition!

    Heute schon einmal der Hinweis auf die von „Berlin Intim“ promotete „Pre-Party“ am kommenden Donnerstag, dem 12.10.2017 in der Bar Carlitos:

    Die schärfste Party der Stadt … denn Thomas M. lädt ein!


    (ein Klick aufs Bild öffnet die Veranstaltungsseite in Facebook)

    Ich werde auch am späteren Abend dort „einlaufen“ und bei der Gelegenheit natürlich auch die Reinheit des Tequilas prüfen! Natürlich zurückhaltend, sonst ist der kommende Tag völlig gelaufen! Natürlich freuen wir uns bereits jetzt auf die „Schönheiten“ des Lebens und ein wenig sinnlose Zerstreuung, die manchmal einfach nötig ist!

    Also: wir rocken Berlin und ich freue mich, viele alte und neue Gesichter zu sehen. Alles frei
    nach dem bewährten Motto:

    „Und wirft der Arsch auch Falten, wir bleiben stets die Alten!“ Glück auf!

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/10/07/eilt-promoterinnen-fuer-venus-erotikmesse-berlin-gesucht/

  • Prostitution 2017: Hamburg gibt (verspätet) Gas bei Umsetzung!

    Prostitution 2017: Hamburg gibt (verspätet) Gas bei Umsetzung!

    Prostitution 2017: Hamburg gibt (verspätet) Gas bei Umsetzung!Prostitution 2017: Hamburg gibt (verspätet) Gas bei Umsetzung!

    Von Montag an, damit ist vermutlich der 2. Oktober 2017 gemeint, kümmert sich die Freie und Hansestadt Hamburg um die Umsetzung des Prostituiertenschutzgesetzes. So ist es einem Bericht des NDR zu entnehmen, der gestern veröffentlicht wurde. Man ist nicht wirklich früh dran und will die beschlossenen Regelungen „nach und nach“ umsetzen.

    Die Gesundheitsberatung für Sexworkerinnen ist an einer zentralen Stelle in der Kurt-Schumacher-Allee bereits seit September möglich, allerdings soll der Standort in 2018 nochmals gewechselt werden. Ab Mitte Oktober soll dann auch die eigentliche Anmeldung (Stichwort Hurenpass) möglich sein, allerdings weiß man noch nicht genau, wo dies stattfinden soll.

    Verantwortlich soll das Bezirksamt Altona sein und weitere Infos sollen dann folgen. Dazu hat die Stadt Hamburg eine Infowebseite eingerichtet, die „ständig aktualisiert“ werden soll:

    http://www.hamburg.de/prostitution/8992960/prostituierte/

    In Hamburg hat die „Sexworker-Registrierung“, wie der NDR berichtet, Vorrang. Wie man die Betreiber in die Pflicht nehmen will und wann hier Erlaubnis-Anträge bearbeitet werden können, steht noch in den behördlichen Sternen. Angeblich sollen 10 Mitarbeiterinnen und
    Mitarbeiter für die Aufgaben „rund um die Prostitution“ eingesetzt werden. Ob man bereits
    entsprechende Fachkräfte hat oder diese noch suchen muss? Who know´s?

    Aber ein bisschen Aktivismus kann ja nicht schaden … findet der geneigte Beobachter. Hamburg setzt die gängige Praxis vieler Bundesländer fort und hat die Angelegenheit im absoluten „Schongang“ vorbereitet. Wie dann praktisch umgesetzt wird, bleibt offen und man hofft vielleicht sogar, dass sich „Dinge“ von selbst erledigen?

    Solange, wie jetzt auch in Hamburg, die Regularien noch nicht verbindlich definiert sind, wird es auch keine wirksamen Kontrollen geben können, da ja die Rechtsgrundlagen teilweise fehlen. Wenn ich kaum Huren-Ausweise ausgeben konnte und der „Mangel“ durch Verschulden der Stadt entstand, ist flächendeckende Überprüfung sinnlos und auch bei den Erlaubnisanträgen und Betriebskonzepten ist der kommende Bearbeitungsstau Anfang 2018 schon absehbar.

    OK, die nächste Frist, nämlich der 31.12.2017 steht, aber was dann zeitlich weiter passiert, bleibt abzuwarten. Hier ist selbst der Prophet einstweilen überfordert!

  • Hurensäuberungsaktion – JOYclub fordert Mitglieder zu Profillöschung auf!

    Hurensäuberungsaktion – JOYclub fordert Mitglieder zu Profillöschung auf!

    Hurensäuberungsaktion - JOYclub fordert Mitglieder zu Profillöschung auf!Hurensäuberungsaktion – JOYclub fordert Mitglieder zu Profillöschung auf!

    Das Erotikportal JOYclub, eine der größten erotischen Communities in Deutschland, hat in den vergangenen Tagen die Mitglieder, die „finanzielle Interessen“ verfolgen, also Callgirls, Dominas etc. zur Löschung der Profile bis zum 31. Dezember 2017 aufgefordert. Mit Ablauf der Übergangsfristen für die „Sexworker-Anmeldung“, möchte das Portal in dieser Hinsicht „sauber“ werden!

    Ich kann den zeitlichen Zusammenhang nicht so richtig nachvollziehen, wußte aber intern schon länger von diesen Plänen. JOYclub will sich anders positionieren und möchte dabei eben bewußt vermeiden, Behörden-Anfragen zu erhalten, die sehr zeitintensiv sind.

    Die betroffenen Mitglieder, die sich im JOYclub durchaus sehr wohlfühlen, sind natürlich mächtig geschockt, haben aber nun eine Übergangsfrist, um Kontaktlisten zu sichern und um sich eine neue „Heimat“ zu suchen. Wo das sein kann, ist die große Frage, denn es gibt keinen vergleichbaren Anbieter in diesem speziellen Segment!

    Das Vorgehen des JOYclub ist m.E. bislang einmalig und sehr einschneidend und wird die Mitgliederzahl wohl (leicht) schwächen. Man kann es vielleicht „konservativ“ nennen oder auch den Kopf schütteln: an der Entscheidung der JOYclub-Geschäftsleitung wird das wohl nichts mehr ändern! Man hat sich lange Zeit Gedanken gemacht und nun eben entschieden!

    Womöglich sind auch die Veranstalter von erotischen Parties betroffen, wenn diese Parties unter Einbeziehung „gewerblicher Damen“ veranstalten oder „Gangbangs“ bewerben. Die Veranstaltungsrubrik „Sexparties“ wird nämlich demnächst auch entfernt!

    Anders als andere Erotikportale, die im Ausland residieren, ist der JOYclub ein durchweg deutsches Portal, das von den Behörden leicht ins Visier genommen werden könnte! Allerdings haben die Leipziger Kondompflicht und Werbeverbote momentan gar nicht auf dem Schirm, den diese haben keine Übergangsfrist und ich bin mir sicher, das es momentan in einigen Profilen zumindest fragwürdige Inhalte geben könnte.

    Ob „Hurensäuberung“ jetzt der richtige Begriff ist, lasse ich mal offen! Ich haben diesen in einem Facebook-Post gefunden und als verbalen „Eyecatcher“ verwendet. Klappern gehört ja zum journalistischen Handwerk und manchmal klapper ich halt mit!

    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/07/06/p16615/

  • Prostitution 2017 – Bundesfamilienministerium sorgt mit Verordnung für weiteres Chaos

    Prostitution 2017 – Bundesfamilienministerium sorgt mit Verordnung für weiteres Chaos

    Prostitution 2017 - Bundesfamilienministerium sorgt mit Verordnung für weiteres Chaos
    Bildquelle: Pixabay

    Prostitution 2017 – Bundesfamilienministerium sorgt mit Verordnung für weiteres Chaos

    Papier ist geduldig, Papier vermittelt Informationen und manchmal sorgt Papier, hier in Form einer geplanten ministeriellen Verordnung, für weiteres Chaos bei der Umsetzung des neuen Prostitutionsgesetzes in die Praxis! Was geht da vor im Bundesfamilienministerium?

    Am 31. März 2017 wurde vom Ministerium u.a. der Entwurf einer sogenannten „Prostitutions-Anmeldeverordnung“ vorgelegt, die exakt festlegen soll, in welcher Form die Sexworker-Anmeldung konkret erfolgen soll. Ein zentraler Punkt ist dabei die Angabe der möglichen „Arbeitsorte“ im „Huren-Ausweis“: nach dem ursprünglichen Gesetzestext, war bzw. ist es möglich, in den Ausweis „pauschal“ alle Orte und Kreise im Bundgebiet einzutragen, etwa nach dem Muster „Tätigkeit in allen Kreisen und Orten des Bundesgebietes“, wie ich es schon in meinem Buch (Erstfassung September 2016) angeregt hatte. Mit dieser Formulierung wäre man recht weit vorne, aber damit soll, wenn die neue Verordnung denn wirklich beschlossen wird, Schluß sein!

    Im Hurenausweis sollen dann alle Orte, in denen man die Prostitution ausübt oder zukünftig ausüben will, „einzeln“ aufführen. Na denn, dann muß der Sachbearbeiter halt notfalls mehrere Hundert Orte eintragen, was aber auf dem vorgesehenen Dokument gar nicht möglich ist, da die beschriftbare Fläche viel zu klein ist!

    Rein rechtlich ist die „Verordnung“ recht fragwürdig, da man einer Sexworkerin ja nicht verbieten kann, in  allen Orten der Bundesrepublik, wo Prostitution erlaubt ist, zu arbeiten. Warum man den Ämtern nun recht unsinnige und verwaltungsintensive zusätzliche Pflichten auferlegt, wird mir ein Rätsel bleiben.

    Fest steht hingegen, dass ein fehlender Ort im Dokument zu einem echten Problem werden kann und zwar sowohl für die Sexworkerin wie für den Betreiber, der ja den Ausweis nun umfangreich prüfen muß. Wenn Frankfurt/Main eingetragen ist, gilt der Eintrag nicht für das angrenzende Offenbach und umgekehrt! Drückt der Betreiber hier regelmässig ein Auge zu, sind Bußgelder vorprogrammiert. Und auch die Dame wird davon nicht verschont bleiben, wenn sie die neue amtliche „Erdkunde“ nicht versteht.

    An dieser Stelle muß ich ausnahmsweise einmal die Leutchen von Dona Carmen e.V. loben, die diesen neuen ministeriellen Ergüsse auf ihrer Homepage sehr umfangreich herausgearbeitet haben. Wer also mehr über die Dokumente vom 31. März 2017 wissen möchte, der schaue doch einmal bei den Frankfurter Aktivistinnen und Aktivisten vorbei:

    Aussetzen statt umsetzen!

     

  • Rotlicht traf Blaulicht! – Großer Andrang beim Info-Seminar von Berlin Intim in der Hauptstadt

    Rotlicht traf Blaulicht! – Großer Andrang beim Info-Seminar von Berlin Intim in der Hauptstadt

    Rotlicht traf Blaulicht! – Großer Andrang beim Info- Seminar von Berlin Intim in der Hauptstadt

    Die Meyer´s hatten eingeladen und Betreiberinnen und Betreiber von Prostitutionsbetrieben aus ganz Deutschland trafen sich am vergangenen Samstag, dem 4. März 2017, im Mercure-Hotel Berlin-Charlottenburg zum lange erwarteten Informationsseminar zum neuen Prostitutionsgesetz, einem Gesetz, das vielen in der Branche böse Kopfschmerzen bereitet.

    Im Flur hörte man neben dem bekannten Berliner Tönen Stimmen mit badischer und bayerischer Prägung: Leutchen aus München waren ebenso vertreten, wie Badener und Frankfurter. 500 km und mehr Anreise, um an der Branchentagung teilzunehmen, um mit Kolleginnen und Kollegen ins Gespräch zu kommen und um mit Expertinnen und Experten die aktuelle Situation zu diskutieren.

    Thomas von „Berlin Intim“ moderierte gekonnt souverän und sorgte mit seinem goldenen Klöckchen für Ruhe und Disziplin, Howard trat vornehmlich als „Vorleser“ auf, während Stephanie Klee vom BsD, die Rechtsanwälte Dr. Martin Theben und Marko Dörre sowie Holger Rettig vom UEGD auf vielfältige Fachfragen zum Gesetz im Detail eingingen.

    Die Referenten des Tages

    Stephanie Klee, die seit vielen Jahren für den Berufsverband Sexuelle Dienstleistungen spricht und auf viele Jahre in der aktiven Sexarbeit zurückblickt, schlug gekonnt die Brücke zwischen Sexarbeiterinnen und Betreibern, da sie sich in beiden Bereichen sehr gut auskennt. Frau Klee trat bereits oft als Expertin bei offiziellen Anhörungen auf, hat dabei stets auch die politische Aufgabe im Blick und überzeugte einmal mehr durch ihr umfangreiches Fachwissen. Noch nach dem Veranstaltungsende, befand sie sich in engagierten Einzelgesprächen, immer im Dienst der „gemeinsamen Sache!, die andere „Aktivistinnen“ oft aus dem Blick verloren haben. Stephanie Klee betonte, dass man bei allem notwendigen Protest, nicht vergessen darf, dass die Vorbereitung auf die Gegebenheiten des neuen Gesetzes jetzt dringend notwendig ist und man sich nicht darauf verlassen sollte, das eine Verfassungsbeschwerde im letzten Moment wieder für eine schöne heile Welt sorgen wird. Sie mahnte Vernunft und Voraussicht an und ist dabei so „herrlich normal“ im Umgang!
    Zur Webseite von Stephanie Klee

    Dr. Martin Theben, Fachanwalt für Arbeitsrecht, präsentierte sich als gewiefter und rhetorisch starker Referent. Mit viel Wortwitz und komplexen Denkansätzen, hinterfragte er an vielen Stellen das juristische „Werk“ und verwies dabei immer wieder explizit auf einzelne Paragraphen des Gesetzes, die in ihrer verfassungsrechtlichen Betrachtung als fraglich erscheinen und die den Gerichten im Laufe dieses Jahres noch so manche neueAkte bescheren dürften. Einschränkung von Rechten, aufgezwungener Schutz und vorgeschrieben Befragungen, die eher wie „Verhöre“ anmuten, sorgen bei Dr. Theben für nachhaltiges Kopfschütteln. Es wurde deutlich, dass der engagierte Jurist bereit ist für die Rechte von Sexarbeiterinnen wie Betreiber intensiv zu kämpfen und dass er für diese anspruchsvolle Aufgabe durch sein breites wie fundiertes Fachwissen geradezu prädestiniert ist.
    Zur Webseite von Dr. Theben

    Rechtsanwalt Marko Dörre, der wohl bekannteste Jugendschutz-Experte in Deutschland, beantwortete Fragen zu den Werbeverboten des neuen Gesetzes gewohnt souverän und griff am Nachmittag dann auch das Thema „Verfassungsbeschwerde“ kurz und präzise auf. Als Jurist, der nicht nur in Amts- und Landgerichten, sondern oft auch auf den höheren Ebenen der Gerichtsbarkeit tätig ist, gehört Dörre zu den Leuten, die exakt wissen, wie die Jurispondenz funktioniert und wie Initiativen mit verfassungsrechtlichen Inhalten zu bewerten sind. Er ist der Überzeugung, dass ein sogenanntes Eilverfahren gegen das neue Prostitutionsgesetz keinen Erfolg haben wird, da erforderliche grobe Rechtsmängel nicht erkennbar sind und das Gesetz keine schwerwiegenen „handwerklichen Mängel“ enthält, die einen sofortige Blockade auslösen könnten. Ein „normales Hauptverfahren“ bringt dann wohl erst im kommenden Jahr oder noch später Ergebnissse, wobei niemals da komplette Gesetz zur Disposition stehen wird.
    Zur Webseite von Marko Dörre

    Holger Rettig, Präsident des UEGD, Lobbyist des Erotikgewerbes in Deutschlands und in dieser Funktion auch in die Entscheidungsfindung des Parlaments zum neuen Prostitutionsgesetz involviert, präsentierte sich als erfahrener Mann der Praxis, der seit über 10 Jahren für die Mitgliedsunternehmen seines Verbandes altiv ist und dabei versucht, das neue Gesetz in die betriebliche Praxis zu bringen. Er ist umfangreich vernetzt und ein Praktiker, der nun für die angeschlossenen Unternehmen Konzepte erarbeitet, Gutachten fertigen lässt und mit Rat & Tat zur Verfügung steht. Wenn man Rettig zuhört, erkennt an schnell, das er weiß, wovon er spricht und das sich durch seine langjährige Tätigkeit ein umfangreicher Erfahrungsschatz gebildet hat, der nun der Branche zugute kommt!
    Zur Webseite des UEGD

    Howard Chance, Publizist, der sich als Berichterstatter und Verfasser dieses Artikels natürlich schlecht selbstdarstellen möchte und selbiges somit unterlässt und seinen Blog für sich reden lässt und freundlich in die Runde winkt.
    Homepage Howard Chance



    Patentrezepte und Lösungen zum neuen Gesetz? – Was gibt es zu vermelden?

    „Thomas Intim“ brachte es in seiner Moderation prägnant zum Ausdruck:

    „Mitte des Jahres steht uns allen der Einschlag eines Kometen ins Haus, der unsere Umlaufbahnen kräftig verändern wird!“

    Nach wie vor halten sich die Behörden bedeckt und trauen sich auch nicht so richtig in die Öffentlichkeit! Die Seminarveranstalter hatten Behördenvertreter aus Berlin eingeladen, um das Motto „Rotlicht trifft Blaulicht“ zu erfüllen, aber es fand sich dort niemand, der bereit war, Stellung zu nehmen, weil hausintern eben noch keine verlässlichen Informationen vorliegen. Zu erscheinen, um zu erzählen, dass man nicht viel weiß, sorgt ja dann höchstens für Lacher und bekräftigt vorherrschende Meinungen über Ämter und Behörden.

    So traf „Rotlicht eben Rotlicht“, wobei auch in dieser Konstellation festzustellen war, dass es eben keine Patentrezepte gibt und das man sich stetig weiterinformieren muss und dabei auch seine „Quellen“ immer wieder prüfen sollte! Nach und nach werden zusätzliche Informationen eintreffen und bis Mitte des Jahre werden wir dann wahrscheinlich mit einer Flut von Informationen überschwemt, wobei sich Informationen auch widersprechen werden. Ideologie wird sich gegen Praxis stellen und die Einzelne und der Einzelne werden sich entscheiden müssen, welchen Praktikern oder welchen Ideologen man traut!

    Dabei ist zunächst einmal der eigene Menschenverstand gefragt und danach kommt dann die Phase, wo man möglicherweise auf fundierten Rat angewiesen sein wird. Wir befinden uns gerade erst in der Entwicklung und neue Strukturen entstehen eben nicht von heute auf morgen. Ich, für meinen Teil, werde natürlich weiter intensiv berichten und dabei auch kontroverse Meinungen und Ansätze nicht verschweigen. Dabei mache ich grundsätzlich einen weiten Spagat zwischen journalistischem „Bloggen“ und anderen Intentionen, bleibe dabei aber im eng am vorgegebenen Thema.

    Kleine „Nickelichkeiten“, die es im Eifer manchmal gibt, übersehe ich dabei wohlwollend, weil ich von dem, was ich schreibe und tue überzeugt bin und weil mein Team eben nicht nur aus
    mir besteht, sondern Experten aus vielen Bereichen beinhaltet. Ich, nein wir, arbeiten an der
    Sache und wir sehnen uns gemeinsam nach „Erfolgen“, die wir im miteinander erreichen.

    Was ist nun die „rote Botschaft 2017″ aus Berlin?

    Patentrezepte gibt es nicht! – Nur wer sich vorbereitet, wird nicht böse überrascht! Rechtssicherheit gibt es mitunter nicht! – Behördliche Willkür oder aufkommender Übereifer kann nicht ausgeschlossen werden! – Richtig oder falsch: welche Informationen stimmen? Landestypische Unterschiede werden das Bild prägen! – Klein beigeben oder Kämpfen? Dialog mit zuständigen Behörden kann nutzen oder schaden: ein Dilemma!

    Aber: es gibt Verbände, Einzelpersonen und Rechtsanwälte, die Hilfestellungen bieten und den symbolischen Regenschirm bereithalten, wenn es aus dunklen Wolken merklich zu tropfen beginnt! Jede und jeder entscheidet selbst, ob und wie nass man wird!

    Den Machern von „Berlin Intim“ gilt Dank für die Durchführung des Seminars, das Menschen zusammengeführt hat, die in diesem Jahr vor großen Herausforderungen stehen und vielleicht sogar um ihre Existenz kämpfen müssen!

    Mein intimer Gruß gilt an dieser Stelle auch einigen sehr sympathischen Menschen, die ich in Berlin neu kennengelernt habe: Stephanie, Herrn Paris No. 5, den „Freudenhasen“, Mrs. Liberty und den Herren aus Baden.


    http://prostitution2017.de/schutzgesetz/2017/03/02/prostitution2017-infoseminar-neues-prostitutionsgesetz-april-2017-herford/